0 Melone patentiert: Geht’s noch? | connectiv.events
Seite auswählen

Kampagnengrafik Campact!

Melone patentiert: Geht’s noch?

11. Juni 2018 | Familie | Soziales | Gesundheit | Ernährung | Natur | Umwelt | Politik | Geo-Politik | connectiv.events

Melone, Tomate, Gurke und Kartoffel: Der niederländische Agrarkonzern ENZA hat sich die Patente dafür gesichert. Das ist eigentlich seit 2017 verboten. Doch es gibt ein Schlupfloch. Diese Lücke kann Justizministerin Barley (SPD) schließen. Jetzt gilt es, diesen Wahnsinn sofort zu beenden, denn alle anderen Agrarkonzerne werden dieses Schlupfloch ebenfalls sofort nutzen.

Die Folge: Agrarkonzerne wie Monsanto und Bayer kontrollieren bald komplett, was gezüchtet, angebaut und gegessen wird. Das bedroht die Existenz von Landwirten und die Artenvielfalt der Natur, denn der nächste Schritt der Patentinhaber wird sein, die noch „freilebenden“ Pflanzen und Tiere entweder auch zu patentieren oder aus dem Verkehr zu ziehen. Für uns alle werden Obst und Gemüse teurer.

Melonen und Kartoffeln, die resistent gegen einen bestimmten Pilz sind: eigentlich ein Traum für Landwirte. Die Pflanzen brauchen weniger Pestizide und wachsen besser. Der Haken: Das Saatgut ist patentiert. Agrarkonzerne besitzen das Monopol an immer mehr Kulturpflanzen. Für die Agrartechnik-Unternehmen ist das höchst lukrativ. Haben sie erst das Patent auf die Pflanze, verkaufen sie das Saatgut überteuert weiter: Bäuerinnen und Bauern dürfen diese Samen nur ein Mal aussäen – züchten oder gar wiederverwerten der Saaten ist bei hohen Strafen verboten. Dadurch werden die Bauern immer abhängiger von den weniger als zehn Agrarfirmen, die den Weltmarkt für Saatgut und Pestizide dominieren.

Und nochr ein beunruhigender Gedanke: Sehr viele Saaten sind so genannte „Terminatorsaaten“, das heißt: Man kann aus den Pflanzen kein bauchbaren Saatgut gewinnen, denn sie bilden – wenn überhaupt welche – unfruchtbare Samen. Wenn die Patentpflanzen irgendwann die natürlichen Pflanzen weitgehend verdrängt haben, und ein Finanz- oder Wirtschaftszusammenbruch geschieht, dann gibt es kaum noch brauchbares Saatgut und in weiten Teilen der (westlichen) Welt werden entsetzliche Hungersnöte ausbrechen. Die wenigen Biobauern, die es gibt, können diese Lücke nicht füllen. Russland wird dagegen verschont bleiben, da fördert der Staat die ökologische Landwirtschaft, vernbietet gentechnisch veränderte Pflanzen und hat sich zum Tiel gesetzt, der größte und qualitativ beste Weltlieferant hochwertiger, ökologischer Lebensmittel zu werden.

Im Westen ist dagegen alles, was irgendwie als „Erfindung“ definiert werden kann, ist patentierbar. So auch im Fall der oben genannten Melone – weil es sich bei ihr um eine sogenannte “zufällige Mutation” handeln soll. Tatsächlich sind Vorteile wie Pilzresistenz natürlich kein Zufall: Agrarkonzerne durchsuchen das gesamte Pflanzen-Erbgut der Welt gezielt danach.

Dabei ist es noch nicht einmal so, dass diese Konzerne eine bestimmte Pflanzen oder Tiere mit einer ganz besonderen Technik „hergestellt“ – also gentechnisch verändert oder durch Züchtung und Kreizung entwickelt haben müssen. Wie im Fall dieser Melone gibt es eine Sorte, die einfach gegen eine Krankheit von Natur aus resistent ist und, schwupps, hat der Konzern ein Patent auf die Pflanze angemeldet. Jeder, der diese Pflanze nutzt, egal, ob er sie schon seit vielen Jahren kultiviert, muss nun plötzlich Patentgebühren an den Konzern zahlen. Wann patentieren sie und noch die gesunde Meeresluft zum Atmen, bestimmtes Quellwasser und eine besonders schwackhafte Getreidesorte?

Seit 2017 sind Patente auf Leben verboten – das ist unser Erfolg. Nein, das war unser aller Erfolg. Denn das Europäische Patentamt (EPA) nutzt ein Schlupfloch und patentiert einfach weiter. Agrarkonzerne profitieren, wir verlieren.

Am 27. Juni kann SPD-Justizministerin Barley eingreifen – und Patente endgültig stoppen.

Es wird dringend Zeit sich dagegen zu wehren, und das geht recht einfach, den eigentlich sind solche Patente gesetzlich verboten. Wir müssen daher Druck auf die Politik machen, dass das juristische Schlupfloch geschlossen wird! Damals haben wir Bürger unter der Parole „Keine Patente auf Leben!“  das Verbot auf diese Patente durchgsetzt. Jetzt gilt es, dieses Schlupfloch zu stopfen! Das schaffen wir wieder!

Mach jetzt mit: Unterzeichne gegen Patente auf Leben!

Bildredakteur:

YouTube Unser Planet Qi-Technologies Niki Vogt Guido Grandt Eva Maria Griese connectiv.event Anti Spiegel

Textredakteur:

Zentrum für neuroregenerative Medizin Zentrum der Gesundheit YouTube Wolfgang H. Meyer Uta Faerber Unsere Kur Unser Planet Thomas Röper Tagesdosis sternenlichterblog2 Selbstheilung Online Russia Beyond RT Rainer Taufertshöfer Qi Technologies Pravda TV Pierre Kranz Peter Andres Oliver Janich Niki Vogt NachdenkSeiten Martin Strübin Kopp Jasinna Jakob Brand Impfen nein Danke HeilKräuterInfos Guido Grandt Gottfried Glöckner Giuseppe Nardi genesis pro life Freie Medien Eva Maria Griese Erich Hambach Eric Epenberger Dr. Reinhard Kobelt Dr. med. Maria Iliadou-Maubach Dr. Marcel Polte DAS HANFBLATT Daniel Prinz connectiv.events caltech ARTE Anna Maria August Airnergy

Quelle:

connectiv.events

WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com

Pin It on Pinterest

Share This