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Molkerei Berchtesgadener Land verbietet Glyphosat und andere Spritzmittel

28. Oktober 2017 | Gesundheit | Ernährung | Politik | Geo-Politik | BR

 

Der Beschluss der Milchwerke Berchtesgadener Land, dass die Milchlieferanten des Unternehmens ab sofort auf Glyphosat und andere Totalherbizide jeglicher Art verzichten müssen, er fiel einstimmig. Jetzt sucht die Molkerei Nachahmer.

Mit dem Paukenschlag hat die Genossenschaftsmolkerei Berchtesgadener Land ein Signal gesetzt, das beim Bauernverband und der Politik gehört wird. Neben viel Zustimmung von Kunden und Verbrauchern kommt auch scharfe Kritik.

Am Vormittag hat sich der Geschäftsführer der Molkerei, Bernhard Pointner, im BR erklärt. Das Unternehmen hätte den Glyphosateinsatz auf Futterwiesen in Traunstein, über den der Bayerische Rundfunk in der vergangenen Woche berichtet hatte, sehr ernst genommen.

„Es gibt ja eine Zulassung für dieses Mittel und es gab aber bei uns nie Veranlassung tätig zu werden, weil wir im Vergleich in Deutschland sicher die Molkerei sind, die am wenigsten von diesen Mitteln braucht, weil das eine ganz andere Wirtschaftsweise bei uns ist. Aber wir haben diesen Fall, der dann aufgetreten ist, natürlich sehr ernst genommen.“

Geschäftsführer Bernhard Pointner

Glyphosat und andere chemische Spritzmittel sind verboten

Das Unternehmen habe im Vergleich zur Politik in Lichtgeschwindigkeit gehandelt und das Herbizid-Verbot für die Mitgliedsbauern auf den Weg gebracht, so Bernhard Pointner.

Eine externe Firma wird jeden Genossenschaftslandwirt auch dahingehend kontrollieren. Sollte bei einem ein chemisches Spritzmittel gefunden werden, wird ihm die rote Karte gezeigt und er wird aus der Genossenschaft ausgeschlossen.

Aufklärung in Landwirtschaftsschulen und Hoffnung auf Nachahmer

Glyphosat zeigt schnell Wirkung

Auch wollen die Milchwerke auf Landwirtschaftsschulen und Ämter für Landwirtschaft einwirken, dass man in Sachen Spritzmittel umdenkt und junge und ältere Landwirte aufklärt, dass die Verbraucher den Einsatz nicht haben möchten. Geschäftsführer Pointner hofft nun auf viele Nachahmer der Maßnahme der Milchwerke Berchtesgadener Land:

„Wir bringen da vielleicht schon einen Stein ins Rollen und bauen Druck in Richtung der Politik auf. Wir sagen, bitte helft uns. Wir als Molkerei mit 0,8 Prozent der deutschen Milch. Wir können den Krieg nicht allein gewinnen. Wir brauchen die Unterstützung der Regierung auch auf EU-Ebene. Da muss man sich hinstellen und sagen. wir wollen das in der EU nicht. Wir machen gerne den Schneepflug und bauen Druck gegenüber der Politik auf. Aber umso mehr nachziehen, auch im Interesse der Verbraucher, umso besser ist es.“

Geschäftsführer Bernhard Pointner

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Quelle:

Dieter Broers

Bayerischer Rundfunk

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