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Iran Protestmarsch (Youtube Screenshot)

Nach Syrien jetzt Iran? – Wieder ein „Regime-Change“ mit Sponsoren? (Videos)

7. März 2018 | Allgemein | Die Unbestechlichen

In Syrien kehrt langsam Frieden ein. Die meisten IS-Söldner sind tot oder inhaftiert, bis auf wenige versprengte Widerstandsnester ist Syrien befreit. Die Syrer krempeln die Ärmel hoch und beginnen mit bewundernswertem Elan den Neuaufbau. Von unseren Medien verschwiegen und behindert, zeigen Videos auf Youtube, wie Syrien die zerbombten Städte wieder aus Ruinen auferstehen.

Regime-Change in Syrien hat nicht funktioniert

Um es kurz auf einen Nenner zu bringen: So war das nicht geplant gewesen von der CIA und den US-Falken. In dieser Region stehen enorm wichtige Dinge auf dem Spiel. Von hier aus kontrolliert man einen sehr bedeutsamen Teil der Energieflüsse via Pipelines nach Asien und Europa hinein, und hier wird auch das Wohl und Wehe des Staates Israel entschieden. Über die besondere Beziehung zwischen Israel und den USA ist viel geschrieben worden, und muss hier nicht im Einzelnen referiert werden.

Die Situation ist jetzt die, dass die USA und Israel mit einem wiedererstarkenden Syrien zu tun haben, das nicht nur weiterhin mit großer Mehrheit hinter Präsident Assad steht, sondern auch in Zukunft sehr wahrscheinlich lieber mit der Schutzmacht Russland und dem ebenfalls im Kampf gegen den IS hilfreichen Iran zusammenarbeiten wird. Syrien ist der totalen Zerstörung durch die USA gerade noch einmal entkommen. Die Hunderten Millionen Dollar, die die USA und Israel in die Rekrutierung, Training und Ausrüstung des IS investiert haben sind – salopp formuliert – für die Katz. Diese Rolle der CIA und des Mossad ist zu Genüge belegt und dokumentiert und trägt nicht gerade zu einem Reputationsgewinn der USA und Israels bei. Überdies hat „der Westen“ noch das Problem der geflohenen IS-Terroristen, die sich in Richtung Europa bewegen. Insbesondere IS-Kämpfer britischer Staatsangehörigkeit sind eine unmittelbare Bedrohung für die brüchige öffentliche Sicherheit im United Kingdom.

Es war von Anfang an nicht davon auszugehen, dass eine Niederlage der westlichen Allianz und Israels in Syrien einfach hingenommen werden würde. Dazu steht zu viel auf dem Spiel. Insbesondere die USA wird mit allen Mitteln versuchen, sich dem Verlust ihres Einflusses auf diese Region entgegenzustemmen, um den nächsten Schritt in Richtung „Niedergang der Supermacht USA“ zu verhindern. Ohne die Schutzmacht USA würde es in Zukunft eng für Israel. Gleichzeitig bilden Russland, China und der Iran eine zunehmend mächtige Allianz, der sich die zur Zeit unberechenbare Türkei mit dem untrüglichen Instinkt des türkischen Präsidenten Erdogan für Macht anzuschließen scheint.

Was bleibt in so einer verfahrenen Lage zu tun?

Man könnte sich, rein theoretisch, von der Seite „des Westens“ dazu durchringen, sich mit offenen Karten an einen Tisch zu setzen und eine gemeinsame Linie mit allen Parteien aushandeln, mit der alle leben können und vielleicht sogar profitieren. Zum Beispiel im Rahmen des Mega-Projektes „Neue Seidenstraße“ (One Belt One Road), bei dem auch die Erdöl- und Gasflüsse konstruktiv mit einbezogen werden könnten. Das widerspricht aber sämtlichen Erfahrungen, die die Welt mit den USA (und Großbritannien) gemacht hat.

Also überrascht es den aufmerksamen Zeitgenossen wenig bis gar nicht, dass die USA und Israel das Zielfernrohr ein wenig zur Seite drehen und der Iran (wieder) im Fadenkreuz auftaucht. Nicht, dass die Begeisterung für eine radikalislamische Herrschaft die Feder führte. Nicht um Sympathie für die Scharia, Frauen in Burkas, Todesstrafe für Homosexualität und Steinigungen geht es: Hier geht es ausschließlich um die Frage, ob das nächste Land durch die USA und Israel in einen blutigen Umsturz gezerrt wird.

Ein offizieller Mordauftrag

Ein klarer Hinweis auf das, was sich in und um den Iran nun zusammenbraut, ist beispielsweise die Meldung der regierungsnahen, israelischen Zeitung „Haaretz“. Unter der Überschrift „Report: U.S. Gives Israel Green Light to Assassinate Iranian General Soleimani“ (Bericht: Die USA geben grünes Licht zur Ermordung des Iranischen Generals Soleimani) berichtet die Online-Ausgabe der Haaretz, dass der Mossad schon seit Jahren diesen General töten wollte, die USA das aber bisher verhindert haben. Jetzt aber gibt es aus Washington grünes Licht dafür.

General Qassem Soleimani, Bild: Screenshot Youtube

 

General Qassem Soleimani ist seit 20 Jahren Kommandeur der „Quds Force“, eine Unterorganisation der iranischen Revolutionsgarde und ein  hochintelligenter, bestens vernetzter, erfahrener, alter Haudegen. Ein Mann vom Fach. Er ist ein Spezialist für verdeckte Operationen im Ausland. Die „Times of Israel“ berichtet, er sei zuständig für die Koordination der Militäraktivitäten in Syrien und im Irak und Libanon. Würde er ausgeschaltet, wäre das ein herber Verlust für die Pläne und die Fähigkeit des Irans, seinen Einfluss in dem energiepolitisch und geopolitisch bedeutsamen Gebiet Israel, Syrien, Irak, Iran auszuüben. Gleichzeitig würde der Iran damit an Wichtigkeit und Gestaltungskompetenz in seinem lebenswichtigen Umfeld verlieren. Sein Tod wäre aber auch ein ernster Verlust für die Allianz Russland/Iran/Syrien/Türkei, was die Zerschlagung des IS, die Zurückdrängung der CIA-Aktivitäten und die Befriedung der Region betrifft. Die Israel Times schreibt hierzu:

Soleimani is a key figure in efforts to prop up Syrian President Bashar Assad and to enable him to retake cities and towns from rebel groups during his country’s ongoing civil war. He is also responsible for providing military aid to the Lebanese terror group Hezbollah and the Palestinian Hamas in Gaza — both of which are committed to the destruction of Israel“

Übersetzung: Soleimani ist eine Schlüsselfigur bei den Anstrengungen, Präsident Bashar Al Assad zu stützen und ihn in die Lage zu versetzen, Städte und Gemeinden von den Rebellengruppen in dem andauernden Bürgerkrieg zurück zu erobern. Er ist auch für die Militärische Hilfe an die libanesische Terrorgruppe „Hisbollah“ verantwortlich und der palästinensischen „Hamas“ in Gaza – die sich alle beide die Zerstörung Israels auf die Fahnen geschrieben haben.

Man muss kein Experte sein, um hier das gemeinsame Interesse der USA und Israels zu sehen und zu verstehen, warum dieser Mann ermordet werden muss.

Der nächste, unübersehbare Hinweis ist die Verurteilung des iranischen „Regimes“ durch die USA, kurz und prägnant durch die Tweets von Präsident Donald Trump:

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