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Native Artist Darren Julian – Friends United stellt seine Künstler vor

13. Juni 2019 | Allgemein | Kultur | Kunst | Musik | Natur | Umwelt | connectiv.events

Darren Julian ist ein Künstler aus dem Stamme der Mi‘kmaq oder Mi‘kmaw. Heute gibt es in Kanada 29 sogenannte First Nations dieses Stammes in Kanada, die aber alle unter einem Oberbegriff der Aroostock Band of Mi‘kmaq bezeichnet werden und als eine Nation offiziell anerkannt sind. Das ehemalige Siedlungsgebiet dieses Großstammes  bestand aus den östlichsten Provinzen Kanadas: Nova Scotia (Neuschottland), Prince Edward Island (Prinz Edward Insel), Teilen von New Brunswick (Neu Braunschweig) und die Gaspé-Halbinsel im französischsprachigen Quebec. Das Siedlungsgebiet beträgt etwa ein Drittel der Fläche Deutschlands.

Der Stammesname rührt von der traditionellen Begrüßung dieses Stammes her: „Nikmaq!“, was soviel heißt, wie „Meine Brüder!“ oder „Meine Familie!“ Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl war für den Stamm und seine Untergruppen essentiell, sie lebten weit verstreut in den noch unberührten Wäldern der Ostküstenregion Kanadas. Verbindung zueinander hielten sie relativ schnell und leicht über die vielen Flüsse und Wasserwege, die die Ostküste durchziehen. Die Familie und die Ahnen spielten – und spielen heute noch – eine immens wichtig Rolle, ein Motiv was man auch immer in den Kunstwerken Darren Julians wiederfindet.

 

 

Die Lebenden, so zeigt es uns Darren Julian in dem Bild oben, sind mit den Ahnen so verbunden, wie die Äste und Blätter eines Baumes über den „Stamm“ mit den Wurzeln. Die Wurzeln geben dem Baum Halt, nähren ihn und aus ihnen zieht er seine Kraft zu leben. Ohne seine Wurzeln wäre der Baum zum Absterben verdammt. Daher sieht man in dem Bild „Family Roots“ (Familienwurzeln) bei genauem Hinsehen in den feinen Wurzeln der Bäume die Gesichter der Vorfahren und in den Haaren der Lebenden die spirituelle Verbindung als Wurzeln, hin zu den „Familienbäumen“.

Darren Julian lebt mit seiner Frau Amanda Julian in der Wagmatcook First Nation auf Cape Breton, der Halbinsel im Norden von Nova Scotia mit einer wunderschönen Landschaft, weiten Wäldern und einem Naturpark auf der Hochplateau-Region der Provinz. Die Menschen auf Cape Breton lieben ihr Land sehr und bezeichnen sich gern als „Caper“.

Darren wuchs in der First Nation Siedlung Paqntnkek auf. Schon seine Eltern waren Künstler. Seine Mutter, Sandra Simon, hatte noch die Kunst der Herstellung von Dosen aus Birkenrinde und Stachelschweinborsten erlernt. Darren begann schon als Teenager  in die Fußstapfen seines Vaters, James Simon, zu treten und zu malen. Rolf Bouman traf er 2011, als dieser ein Bild von ihm kaufte.

Damit begann für Darren ein neuer Abschnitt in seiner Künstlerkarriere. Rolf Boumann half Darren, eine kleine, eigene Galerie aufzubauen, in der er seine eigenen und die Kunstwerke seiner Frau Amanda ausstellen und verkaufen konnte. Darrens Lieblingsmotive sind Gesichter, Menschen, Naturszenerien und Tiere. Dabei hat er seinen ganz eigenen spirituellen Stil entwickelt. Er erzählt in vielen Bildern auch die Geschichten seines Volkes und von deren Weltsicht und Glauben.

 

 

So malt er oft Indigene und Tiere als ein Wesen. Damit bezieht er sich auf einen Glaubenssatz der Mi‘kmaw, nämlich, dass es überall Leben gibt, sichtbares und unsichtbares und dass unterschiedliche Lebensformen sich in andere verwandeln können. Manche Menschen und Tiere sind gar nicht das, was sie zu sein scheinen. Und Bruder Bär kann einem auch in Menschengestalt begegnen und umgekehrt. Großvater Adler kann ebenso in Menschengestalt erscheinen wie Bruder Bär oder die mythische Schildkröte, die die Welt trägt, wie in obigem Bild „Spirit of four“ zu sehen ist.

Ebenfalls sehr typisch für seine Erzählweise ist sein Bild „Unsere Welt – Eure Welt“ das eines seiner frühen Werke ist und seine Sichtweise auf das Leben im Rhythmus der Natur der indigenen Kanadier im Vergleich zur urbanen, seelenlosen Lebensweise der Weißen.

 

 

Mit der Natur zu leben war Jahrhunderttausende lang die große Leitlinie im Leben der Mi‘kmaws. Das spiegelt sich auch in den Namen wieder, mit denen sie die Monate des Jahres bezeichnen:

Der Januar heißt „Punamujuiku‘s“ – der Frostfisch, der zu dieser Zeit unter dem Eis laicht und neben der Robbenjagd eine gute Nahrungsquelle bietet.

Der Februar heißt „Apuknajit“, was „kranke, schlimme Augen“ bedeutet, weil wieder mehr Sonne auf die Schneeflächen scheint und oft zu Schneeblindheit führt, weil die Jäger viel draußen unterwegs waren, um Biber, Elche und Karibu zu jagen.

Der März heißt „Si‘ko‘ku‘s“ – und das bedeutet einfach „Frühling“, wenn der Fisch laicht und die sterbenden Altfische die Töpfe füllen.

Der April heißt „Ei-Ablage“, denn zu dieser Zeit kehrten die Großvögel, wie die kanadischen Wildgänse und die anderen Wasservögel aus den Winterquartieren zurück und man zog los, um nach den Eiern zu suchen. (Das haben übrigens unsere Vorfahren auch einmal gemacht und nicht ohne Grund suchen wir heute noch Ostereier in bunten Nestern im Garten.)

Der Mai heißt „Tqlijuiku’s“ und bedeutet junge Robben jagen und Heringe fischen.

Der Juni heißt „Nipniku’s“, das ist Sommer und frisches Laub an den Bäumen.

Der Juli heißt „Peskewiku’s“. Er beschreibt die Mauser der Seevögel und dass man Federn suchen kann, um damit Alltagsgegenstände zu verzieren und Pfeile mit Leitfedern herzustellen.

Der August heißt „Kisaqewiku’s“ , denn es ist die Zeit, wo die Jungvögel das Fliegen lernen und die Elterntiere verlassen. Es ist die Zeit zwischen Mai und September, in der die Natur es gut mit den Menschen meint und Nahrung in Hülle und Fülle zu finden ist.

Der September heißt „Wikumkewiku’s“, übersetzt „Die Elche sind in der Brunft“.

Der Oktober heißt „Wikewiku’s“, das bedeutet: Dicke, zahme Tiere und bedeutet wahrscheinlich, dass die Tiere sich Winterspeck angefressen haben und nicht mehr so behende auf der Flucht sind. Die große Biberjagd und Wapiti-Hirschjagd beginnt, um Wintervorräte einzulagern.

Der November heißt „Keptekewiku‘s“, der Mond der Heiligen – ähnlich, wie bei uns in alter Zeit, wo man spürte, dass die Grenze zwischen der Welt der Toten, dem Jenseits und den Lebenden sehr dünn und durchlässig wurde (Allerheiligen, Allerseelen).

Der Dezember heißt „Kesikewiku’s“, der Häuptlingsmond, zu dieser Zeit erscheinen auch Fische, Ponamos, die unter dem Eis laichen (siehe auch Januar).

 

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