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„NATO-Bündnisfall?“ – Die Wahrheit über den Krieg der Türkei gegen die Kurden in Syrien!

16. Oktober 2019 | Allgemein | Kriege | Revolutionen | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | connectiv.events

von Guido Grandt

Der Krieg der Türken gegen die Kurden begann nicht erst jetzt, sondern schon vor vielen Monaten.

Bereits am 21. Januar 2018 schrieb ich über die diesbezüglichen Hintergründe:

Kaum ist die Terrororganisation Islamischer Staat aufgrund der militärischen Erfolge des russischen Präsidenten Wladimir Putin und seines syrischen Amtskollegen Baschar al-Assad fast gar in Syrien besiegt, beginnt ein neuer Krieg! Ein Krieg, der verheerende Folgen für die ganze Welt haben kann!

Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hat mit einer Militäroffensive in der syrischen Region Afrin gegen kurdische Milizen begonnen, die mit NATO-Partner USA verbündet sind. Dort soll ein „Terrorkorridor“ zerstört werden.

Konkret: Die türkischen Streitkräfte haben laut dem Premierminister Binali Yildirim einen Lufteinsatz zur Vernichtung der Einheiten der Partei der Demokratischen Union (PYD), der Kurdischen Arbeiterpartei (PKK) und der Kämpfer der Terrormiliz „Islamischer Staat“ in Afrin eingeleitet. 

 

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Zuvor hatte die türkische Armee den Start des Militäreinsatzes „Olivenzweig“ bestätigt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Anadolu trafen Flugzeuge einen PYD-Beobachtungsposten im nördlichen Distrikt von Afrin. Laut der Zeitung „Hürriyet“ griffen türkische F-16-Jets sechs Ziele in Afrin an, während die Bodentruppen einen Artilleriebeschuss von der türkischen grenznahen Provinz Kilis aus unternahmen.

Die Wahrheit über den Krieg der Türkei gegen die Kurden in Syrien:

Die Regierung in Ankara betrachtet diese (kurdischen Milizen) als Schwesterorganisationen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK, die in der Türkei seit Jahrzehnten für mehr Autonomie der Kurden kämpft. Erdogan hat wiederholt erklärt, er werde die kurdischen Milizen in Afrin zerschlagen.

Bereits am Freitag beschoss die türkische Armee die Grenzregion. Die USA haben die Türkei aufgefordert, sich auf den Kampf gegen die Islamisten-Miliz IS zu konzentrieren. Die türkischen Aktivitäten in Afrin bezeichneten sie laut Reuters als destabilisierend.

Russland ist besorgt und ruft alle Seiten zur Zurückhaltung auf.

Die Deutschen Wirtschaftsnachrichten berichten weiter:

Das russische Außenministerium erklärte, Russland halte an seiner Position fest, die syrische Krise durch die Bewahrung der territorialen Integrität und die Respektierung der Souveränität Syriens zu lösen. In russischen Parlamentskreisen hieß es laut Reuters die Regierung in Moskau werde bei den Vereinten Nationen den Stopp der Militäraktionen fordern.

Bedenken Sie: Die YPG und die syrischen Kurden sind die engsten Verbündeten der Amerikaner in der Region. Mit dem Angriff der Türken auf die Kurden kommt es nun erstmals zu einem direkten Konflikt zwischen den NATO-Partnern!

Ist das nicht verrückt?

Die USA hatten angekündigt, die Kurden beim Aufbau einer eigenen Grenzschutztruppe aufbauen zu wollen, was beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan zu großer Empörung geführt hatte. Erdogan warf den USA vor, mit einer Terror-Organisation zu kooperieren.

Übrigens: Der syrische Staatspräsident Baschar al-Assad hat inzwischen mit dem Abschuss der türkischen Flugzeuge gedroht, die widerrechtlich auf syrisches Staatsgebiet eindringen! Die Lunte am Pulverfass brennt lichterloh!

Und noch etwas: Was hierzulande und natürlich auch nicht in der Türkei an die große Glocke gehängt wird – die türkische Armee wird bei der Offensive gegen die Kurden von der pro-türkischen Freien Syrischen Armee (FSA) unterstützt!

Diese Freie Syrische Armee, diese „freie Opposition“, besteht jedoch selbst aus Terrorgruppen, die kräftig von der Türkei und Saudi-Arabien unterstützt wird.

 

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Dazu gehören beispielsweise:

  • Mountain Hawks Brigade: Die Gruppe wird von den der CIA finanziell unterstützt und mit Waffen ausgestattet. Koordiniert werden ihre Aktionen vom Militärischen Operations Zentrum in der Türkei, die von westlichen und arabischen Geheimdienstmitarbeitern geführt wird. Die Gruppe hat einer Kämpferstärke von 1.000 Personen. Die Mountain Hawks Brigade hat bisher gemeinsam mit der Al-Nusra-Front und Ahrar al-Scham gegen die syrische Armee gekämpft.
  • Sultan Murat Brigade: Die Gruppe wird von der Türkei unterstützt und wirkt bei der Operation Euphrates Shield mit. Sie besitzt 1.000 Kämpfer, hauptsächlich Turkmenen. Die Sultan Murat Brigade gehört dem militärischen Dachverband Turkmenische Armee Syrien (STO) an.
  • Turkmenische Armee Syrien (STO): Die STO wird von der Türkei unterstützt.Der politische Arm der Truppe ist das Syrisch-Turkmenische Parlament mit ihrem Hauptsitz in Istanbul und weiteren Vertretungen in Gaziantep und Yayladag. Sie soll über 5.000 Kämpfer verfügen.

Sie sehen: Der Krieg der Türkei gegen die mit den Amerikanern kämpfenden Kurden in Syrien, das wiederum mit Russland verbündet ist, kann verheerende Folgen haben!

Soweit also meine Worte Anfang 2018, die nach wie vor Gültigkeit haben.

Mit dem Abzug der Amerikaner aus Syrien, fühlen sich die Kurden, die jahrelang gegen den IS gekämpft haben, verraten. Das weiß auch US-Präsident Donald Trump, der diesen Abzug nun wohl stoppen will, sprich: die Amerikaner sollen zumindest in der Region bleiben.

Dass nun das Assad-Regime den Kurden im Norden zu Hilfe eilt, war abzusehen. Schließlich handelt es sich beim Einmarsch der Türken in syrisches Hoheitsgebiet um eine Völkerrechtswidrige Invasion. Egal unter welchem Aspekt dies geschieht.

Das alles geschieht natürlich mit dem Einverständnis der Russen unter Wladimir Putin.

Ein gefährliches Mengengelage.

Sollten nun aber die türkischen Truppen von den Syrern angegriffen werden, könnte ein NATO-Bündnisfall ausgelöst werden.

So heißt es bereits (z.B.) in der Welt:

Sollte das Nato-Mitglied Türkei von Syrien angegriffen werden, so könnte sich das Militärbündnis mit dem Bündnisfall konfrontiert sehen, sagte Asselborn. Wörtlich sagte der Minister aus Luxemburg: „Stellen Sie sich vor, Syrien oder Alliierte von Syrien schlagen zurück und greifen die Türkei an.“

Wenig später ergänzte er: „Ich habe Nato-Mitglied gesagt, dann sage ich auch Artikel 5. Das heißt, der Beistandspakt besteht. Auf Deutsch heißt das, dass alle Nato-Länder, wenn die Türkei angegriffen würde, dann einspringen müssten, um der Türkei zu helfen.“ Diese Vorstellung sei für ihn „außerirdisch“.

 

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In diesem Artikel 5 steht wörtlich:

„Die (Nato-)Parteien vereinbaren, dass ein bewaffneter Angriff gegen eine oder mehrere von ihnen in Europa oder in Nordamerika als ein Angriff gegen sie alle angesehen wird; sie vereinbaren daher, dass im Falle eines solchen bewaffneten Angriffs jede von ihnen in Ausübung des in Artikel 51 der Satzung der Vereinten Nationen anerkannten Rechts der individuellen und kollektiven Selbstverteidigung der Partei oder der Parteien, die angegriffen werden, Beistand leistet …“

Und wie sieht es damit in Deutschland aus?

Im deutschen Grundgesetz korrespondiert Artikel 5 des Nato-Vertrags mit den Artikeln 24 und 115a. Sollte wider Erwarten doch ein Bündnisfall zugunsten der Türkei ausgerufen werden, so müsste letztlich aber noch der Bundestag zustimmen.

Nur er hat das Recht, über den Einsatz deutscher Soldaten außerhalb der deutschen Grenze zu entscheiden. Und er kann sich – trotz des beschlossenen Bündnisfalles – gegen einen militärischen Einsatz Deutschlands entscheiden.

Dennoch: Erdogan droht der EU schon längst damit, dass wenn sie seine Kurden-Politik verurteilt, er 3,6 Millionen Flüchtlinge nach Europa schicken will.

Und genau davor zittern die europäischen Politiker.

Wie auch immer: Der Türkei-Kurden-Konflikt ist gefährlich für die ganze Welt. Ganz abgesehen davon, dass bereits mitten in Deutschland Türken und Kurden aufeinander losgehen!

Weitere Quellen: https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/12/18/wer-in-syrien-wirklich-kaempft-die-schwarze-liste-der-schande-des-westens/ (Zugriff: 18.12.16)/// https://www.welt.de/politik/ausland/article201901816/Syrien-Offensive-Was-passiert-wenn-Erdogan-den-Nato-Buendnisfall-ausruft.html

 

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