0 Netanjahu bei Putin: Heute Entscheidung über den Irankrieg? | connectiv.events
Seite auswählen

Bild: Niki Vogt

Netanjahu bei Putin: Heute Entscheidung über den Irankrieg?

9. Mai 2018 | Kriege | Revolutionen | Politik | Geo-Politik | Compact Online

Gestern abend ist Trump vor die Presse gegangen, laut „Tagesschau“ kündigt er das Atomabkommen mit Iran auf und folgt implizit der faktenwidrigen Begründung Netanjahus, dass Iran ein geheimes Atomwaffenprogramm betreibe. Iran hat gestern nahegelegt, im Gegenzug aus dem Atomwaffensperrvertrag auszutreten und innerhalb von 48 Stunden Uran wieder auf 20 Prozent anzureichern – was weit unterhalb von waffentauglichem Uran mit 97 Prozent liegt, aber trotzdem die Hysterie im Westen verstärken wird. Es steht zu befürchten, dass trumps Schritt als Härte gegenüber dem fundamentalistrischen Islam verkauft wird – aber de facto das Gegenteil ist: Durch die schwächung des Iran wird vor allem in Syrien der Gegenpol zu den sunnitischen Kopf-ab-Milizen geschwächt, die von Saudi-Arabien gesteuert werden und ihre Kämpfer, als Flüchtlinge kostümiert, bis nach Europa schicken.

Nun hängt alles vom heutigen Tag ab: Am 9. Mai finden in Russland traditioinell Feiern und Militärparaden zum „Tag des Sieges“ 1945 statt – doch dieses Jahr dürfte weniger der vergangene als der künftige Weltbrand im Fokus des Kreml stehen: Israels Premier Benjamin Nertanjahu hat sich für morgen angekündigt. „Wir sind fest entschlossen, die iranische Aggression gegen uns zu stoppen, selbst wenn das einen Konflikt bedeuten sollte. Besser jetzt als später“, führte Netanjahu im Vorfeld aus. Deswegen sei sein Treffen mit Putin so wichtig, „selbst wenn dann Krieg ist“, kündigte er unheilschwanger an.

In der vergangenen Woche hatte Israel die Konfrontation zum Iran verschärft: Bei Luftangriffe auf iranische Stellungen in Syrien waren 17 Militärausbilder aus Teheran getötet worden. Letzte Woche veranstaltete Netanjahu eine große Pressekonferenz und wies auf angebliche Geheimdiensterkenntnisse hin, wonach die Islamische Republik trotz des Atom-Deals mit den USA insgeheim weiter an Nuklearwaffen arbeite. Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA, die die Einhaltung des Atomwaffensperrvertrages überwacht, wies die Behauptungen Netanjahus zurück; dieser hatte auch keinerlei Beweise präsentiert. Trotzdem wird damit gerechnet, dass US-Präsident Donald Trump den Atom-Deal mit dem Iran aufkündigt, was Teheran und die verbündete Hisbollah-Miliz in Syrien zu Provokationen gegen Israel treiben könnte, was dann wiederum Vorwand für Israel wäre, präventiv gegen Iran loszuschlagen … Trumps Sicherheitsberater John Bolton macht im Weißen Haus Druck für Netanjahus Strategie. Schon 2015 erklärte er: „Um Irans Bombe aufzuuhalten, muss man Iran bombardieren.“

Russland und Israel hatten bisher versucht, sich in Syrien nicht in die Quere zu kommen. In Russland leben eine Million Juden, in Israel über eine Million Auswanderer aus Russland. Die Militärkommunikation der beiden Generalstäbe in Bezug auf Syrien läuft auf Russisch – im Kommadostab der Israel Defense Force ist ein Jude aus einer russischen Familie zuständig. Doch diese stillschweigende Übereinkunft ist in höchster Gefahr, seit Israels Verteidigungsminister Avigdor Libermann – auch ein Auswanderer, der in Russland aufgrund seiner extremistischen Positionen den Spitznamen „Klein Adolf“ bekommen hatte – letzte Woche drohte, russische Luftabwehrsysteme vom Typ S300 anzugreifen, falls diese in Syrien stationiert würden.

Noch ist diese Entscheidung in Moskau nicht gefallen. Netanjahu wird morgen alles versuchen, Putin an diesem Punkt zum Nachgeben zu drängen und IDF-Angriffe auf iranische Positionen in Syrien weiter zu tolerieren. Doch Putins Spielräume sind begrenzt, denn die Iraner sind in Syrien unersetzlich, um die Dschihadisten-Milizen zu zerschlagen. Müsste sich Iran aus der Levante zurückziehen, drohte sogar eine Wiedererrichtung des IS-Kalifats.

Der israelische Druck auf Moskau wird flankiert von Pressehetze im Westen: Sowohl die russische Schuld an der Vergiftung des Doppelagenten Skripal in Großbritannien wie die Mär von Assads Giftgas-Angriff auf Duma wird munter weiter kolportiert, obwohl in beiden Fällen eine erdrückende Mehrzahl an Indizien dagegen spricht.

COMPACT stemmt sich immer wieder gegen diese Kriegslügen und hat der antirussischen Propaganda eigens eine Spezialausgabe gewidmet: „Krieg gegen Russland. Wie die NATO nach Osten marschiert“ – ein unersetztliches Kompendium gegen Fake News und Kremlastrologie. Achtung: Diese Spezial-Ausgabe ist im Zeitschriftenhandel völlig vergriffen – und in unserem Lager sind gerade noch 40 Stück vorrätig! 

Weiter lesen auf:

https://www.compact-online.de/netanjahu-bei-putin-entscheidung-ueber-den-irankrieg/
Bildredakteur:

YouTube Unser Planet Qi-Technologies Niki Vogt Guido Grandt Eva Maria Griese connectiv.event Anti Spiegel

Textredakteur:

Zentrum für neuroregenerative Medizin Zentrum der Gesundheit YouTube Wolfgang H. Meyer Unsere Kur Unser Planet Thomas Röper Tagesdosis sternenlichterblog2 Russia Beyond RT Rainer Taufertshöfer Qi Technologies Pravda TV Pierre Kranz Peter Andres Oliver Janich Niki Vogt NachdenkSeiten Martin Strübin Kopp Jasinna Jakob Brand Impfen nein Danke HeilKräuterInfos Guido Grandt Gottfried Glöckner Giuseppe Nardi genesis pro life Freie Medien Eva Maria Griese Erich Hambach Eric Epenberger Dr. Reinhard Kobelt Dr. med. Maria Iliadou-Maubach Dr. Marcel Polte DAS HANFBLATT Daniel Prinz connectiv.events caltech ARTE Anna Maria August Airnergy

Quelle:

Compact Online

WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com

Pin It on Pinterest

Share This