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Offshore-Windpark in schwerer See: Fischer schreien den Entwicklern zu: Haut ab!

19. August 2018 | Gesundheit | Ernährung | Natur | Umwelt | Wirtschaft | Finanzen | EIKE

Besessen von Windkraft ist der US-Bundesstaat New York State unter Andrew Como mit voller Kraft dabei, die einst sichere und bezahlbare Energieversorgung des Staates zu zerschlagen. Dabei leiden die New Yorker keineswegs unter Energiemangel.

Mit Zehnermilliarden Dollar von in der Tonne versenkten Subventionen haben die Erneuerbaren-Profiteure (RE) bis auf den letzten Quadratzentimeter jedes Territorium ausgemacht, um immer neue dieser wirbelnden Wunder zu errichten und jene Subventionen abzusahnen. Wie alle Formen von kapitalistischer Vetternwirtschaft [crony capitalism] werden diese Herrschaften alles tun und alles sagen, um politischen Rückenwind zu bekommen. Der Errichtung hoch subventionierter Windturbinen auf See ist dabei keine Ausnahme.

Ein Teil des ,Theaters‘ involviert ,Gemeinde-Konsultationen‘, wo der von den Entwicklern ausgewählte Klüngel handverlesener und hoch bezahlter Möchtegern-Experten darüber missioniert, wie jedes nur denkbare Problem in Betracht gezogen und bereits gelöst ist. Normalerweise gehen sie aber noch weiter und behaupten, dass es tausende von Arbeitsplätzen vor Ort geben werde; dass es Kindern in der Schule besser gehen wird; dass Millionen Wohnungen gratis mit Energie versorgt werden und dass alle Arten seltener und gefährdeter Spezies aus der Gefahr des Aussterbens befreit werden, blah, blah, blah.

Eine Mischung aus Fachchinesisch und Bürokraten-Gewäsch wird als wissenschaftliche Tatsache verkauft. Normalerweise lauscht das Publikum mit glasigen Augen und in grüblerischer Stille. Gelegentlich treten die Wenigen, die tatsächlich verstehen, dass man sie zum Narren hält, eine Tirade los gegen die PR-Brigade der Entwickler. Mit der Zeit jedoch wurden die Lügen und die Propaganda immer dünner, und die Anzahl derjenigen, die ihnen bohrende Fragen stellt, nimmt zu. Die Anwohner merken einfach, dass diesen Herrschaften ihr Leben und ihre Lebensgewohnheiten herzlich egal ist.

Die Fischer nebst deren Familien, die seit Generationen vor den Küsten von Long Island und New Jersey ihrem Gewerbe nachgingen, sind alarmiert ob der Tatsache, dass die Konstruktion hunderter von Turbinen nicht nur den Meeresgrund zerstören werden (der die Quelle ihres Einkommens und Wohlergehens ist), sondern dass auch ihre Fischgründe zerstört werden – für immer.

Die Besatzungen der Trawler sind furchtlose und hartnäckige Gesellen, bekannt für ihre deftige Sprache. Daher ist es keine Überraschung, dass sie den PR-Fuzzies eine krachende Abfuhr erteilten – in einer Sprache, die normalerweise für die unteren Decks reserviert ist.

Die für das Leasing von Ozeanboden an Offshore-Windkraftunternehmen zuständigen Bundesbeamten haben bei einem Treffen mit kommerziellen Fischern Einiges um die Ohren gehauen bekommen – und Vieles davon war nicht druckreif.

Es ist nicht nur eine signifikante Opposition gegen Offshore-Windparks – es herrscht eine 100%-Übereinstimmung unter den Fischern, dass die Windturbinen sie aus dem Geschäft drängen. Der Zorn ist greifbar, und die Repräsentanten des Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) bekamen die volle Breitseite der Klagen zu spüren. „So sprechen wir auf den Docks“, erklärte ein Sprecher.

Es geht um eine Direktive der [US-]Bundesregierung – teilweise befeuert durch den Gouverneur von New York State Andrew Cuomo, wie Einige sagen – nach der zwei weitere Trakte von Ozeanboden vergeben werden sollen, möglicherweise zur Errichtung von Windparks. Bisher wurden 13 derartige Trakte vergeben.

Brian Hooker, ein Fischerei-Biologe, David Nguyen, Projekt-Koordinator und Isis Johnson, Umweltschutz-Spezialist, versuchten ganze vier Stunden lang, ein vorbereitetes Programm abzuspulen. Sie waren beauftragt, zwei neue Standorte aus vier riesigen Ozeangebieten vor den Küsten von Long Island und New Jersey zu erschließen. Die Repräsentanten der Fischer machten deutlich, dass es keinerlei Offshore-Windturbinen dort geben sollte, Punkt.

Das Unternehmen Deepwater Wind, welches ein Projekt vor der Küste von Montauk vorantreibt und den Block Island-Windpark betreibt, war Gegenstand einer Menge Zorn und Kritik, obwohl dieses Unternehmen gar keine Rolle spielt bei den zur Debatte stehenden Ozeanflächen.

Hat das BOEM erst einmal Standorte ausfindig gemacht, kann jedes Unternehmen Interesse anmelden, welches dort tätig werden will. Gibt es mehr als einen Interessenten, wird versteigert. Hooker hielt das Einführungs-Referat und wies darauf hin, dass die Windunternehmen, denen ein Leasing gewährt wird, für dieses Leasing zahlen, plus Miete plus weitere Abgaben.

„Sie rauben uns unsere Fischgründe, indem sie ihre Monster in unseren Arbeitsplätzen errichten. Sie industrialisieren den Ozeanboden“, sagte Bonnie Brady, Direktorin der Long Island Commercial Fishing Association. Genau das ist die Krux des Problems, sagte Hummerkapitän Anthony Sosinski. Jedwede Diskussion über Abschwächungen der Auswirkungen, den die Windturbinen auf den Fortbestand der Fische haben, ist lächerlich, warf er den Betreibern vor. „Es ist, als ob man eine Mülldeponie mitten auf einem Getreidefeld einrichtet. Der Lärm und die Umstände sind nicht natürlich gegenüber dem, was dort seit Millionen Jahren im Gange ist“.

Ryan Fallon sagte, er habe sein Leben auf dem Wasser verbracht. „Jeder hier ist gegen die Windparks! Das hier ist mein Leben, und das Leben meiner Tochter. Ich hätte sie fast hierher mitgebracht, damit Sie ihr in die Augen sehen können“, sagte Fallon, dessen Vater ebenfalls kommerzieller Fischer war und ihm sein Schiff vermacht hatte. „Ich habe das seit meinem 12. Lebensjahr getan. Eher sterbe ich, als dass ich zulasse, dass Sie mir mein Leben wegnehmen!“.

Ein Individuum wartete gar nicht erst auf einen Vortrag. „Ihre Laffen macht mich krank!“ schrie er, als er in den Saal stürmte. „Das ist bull***t. F*** you!”

Verschiedene Redner fragten, warum man die Turbinen nicht auf dem Festland errichten wolle, wenn doch die gewünschte Energie Windenergie sein soll. Andere schlugen vor, alle Windturbinen im Ozean an einer Stelle zu errichten, so dass das betroffene Gebiet kleiner ist.

„Wir arbeiten hart daran sicherzustellen, dass alle diese Informationen weitergegeben werden“, sagte Johnson vor versammelter Mannschaft, aber der BOEM-Beamte musste dann einräumen, dass das Treffen nicht aufgezeichnet wurde, so dass die sich ergebende Diskussion hier nicht festgehalten war. Allerdings wurden alle Teilnehmer an der Versammlung aufgefordert, schriftlich Kommentare einzureichen, entweder per E-Mail oder online.

Vier Gebiete für die Errichtung von Windparks kommen in Betracht (siehe Karte weiter oben). Aber der Gedanke, die Windparks abseits von Fischgründen zu errichten, zeigt Smolinskis zufolge glasklar die Unkenntnis der BOEM-Planer. „Der ganze Ozean ist in Bewegung. Fische sind in Bewegung. Was auch immer sich auf dem Meeresgrund befindet, wird in Stücke zerschlagen, wenn die Turbinen installiert werden“, fügte er hinzu.

David Airipotch stimmte zu. Das BOEM hat Korridore eingerichtet, darauf bestehend, dass Fischer darin navigieren können, ohne von den Windturbinen gestört zu werden. Aber Airipotch sagte, dass navigationstechnische Dinge berücksichtigt werden müssen. „Fischen ist nicht wie eine Straße in einer Richtung zu befahren und eine andere Straße in entgegen gesetzter Richtung“, sagte er.

Er brachte auch erstmals das Thema Kompensation zur Sprache, was sofort zu einem allgemeinen Aufschrei wurde. Airipotch sagte, dass falls er 350.000 Dollar mit dem Fischen an einer bestimmten Stelle verdienen würde, sollte der Ausfall kompensiert werden, falls die Turbinen installiert werden und die Fische verschwinden. „Sie schließen es, und Sie zahlen!“. Hooker räumte ein, dass die Fischer während der Installationsphase nicht ausfahren könnten, und sagte, dass er nichts gegen Lobbyarbeit für Kompensationen unter den richtigen Umständen habe.

Wenn ein Tanker havariert …

Steve Gaugher war einer von Vielen, der über die verheerenden Umweltauswirkungen sprach, welche von Windkraft-Befürwortern niemals erwähnt werden. Er sagte, es sei nur eine Frage immer kürzerer Zeit, bis ein Öltanker manövrierunfähig in den Windpark treiben würde, wenn immer mehr Windräder errichtet werden. Das Öl würde an den Stränden von Long Island sofort eine riesige Ölpest auslösen.

Fische sind nicht die einzigen gefährdeten Spezies, sagte Patrice Dalton, der die BOEM-Repräsentanten drängte, den Wind Master Plan von New York State zu lesen. Diese Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Dutzende Vogelarten Gegenstand „hoher“ Kollisionsraten mit Windturbinen sein werden und dass viele davon aus ihrem Habitat verschwinden werden, falls dort Windturbinen errichtet werden.

„Auf der Grundlage dieser Studie werden Vogelbestände geplündert, welche die meiste Zeit ihres Lebens auf dem Meer verbringen. Möwen, Seeschwalben, fast alle. Es ist schockierend“, sagte Dalton.

Das BOEM wurde im Jahre 2010 ins Leben gerufen als eine Agentur im Bereich des Innenministeriums. Es ist verantwortlich für die Überwachung der Energie-Entwicklung auf dem Äußeren Kontinentalschelf auf umweltlich vertretbare Weise. Gouverneur Andrew Como forderte die Bundesbeamten auf, bis Jahresende zwei weitere Leasings im Gebiet New York zu vergeben.

Jim Gilmore vom New York State Department of Environmental Conservation [eine Art Umweltschutz-Department. Anm. d. Übers.] nahm ebenfalls an dem Treffen teil. Julia Prince, Anwohnerin in Montauk und ehemals Mitglied der Stadtverwaltung von Montauk, war zeitweise zugegen. Sie ist jetzt Beraterin bei Deepwater. An einer Stelle wurde sie „Verräterin“ gerufen, als sie etwas sagen wollte.

Niemand von der Stadtverwaltung East Hampton nahm an dem Treffen teil. Es ist vorgesehen, dass das Gremium und deren Mitglieder über eine Eingabe von Deepwater so abstimmen sollen, dass es dem Unternehmen gestatte sei, ein Kabel zu legen von der vorgesehenen Stelle des Windparks auf das Festland.

Link: https://stopthesethings.com/2018/08/01/deepwater-in-deep-trouble-fishermen-tell-off-shore-wind-farm-developers-to-fk-off/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

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