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„Peinlicher Trump-Bashing-Talk!“ – So blamiert sich Grünen-Özdemir mit dem Abraham Lincoln-Vergleich!

9. Juni 2020 | Allgemein | Geschichte | Kultur | Kunst | Musik | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | connectiv.events

 

von Guido Grandt

In rund fünf Monaten wählen die Vereinigten Staaten von Amerika einen neuen Präsidenten.

Schon vor Wochen brachten sich genau jene Kräfte in Stellung, die eine Wiederwahl des – auch und vor allem hierzulande – so „verhassten“ Donald Trump verhindern wollen.

Als Alternative steht der demokratische Präsidentschaftskandidat „Creepy“ Joe Biden, der mit vielen anderen, aber auch mit „Pädophilie-Vorwürfen“ zu tun hat.

Siehe hier: GUIDO GRANDT UNFASSBAR-VIDEO: Gehört „Creepy“ Joe Biden zur Pädophilen-Elite?

 

 

Natürlich beteiligen sich auch die deutsche Mainstream-Medien am bekannten Trump-Bashing.

https://www.epubli.de/shop/buch/Hexenjagd-auf-Donald-Trump-Guido-Grandt-9783748546085/87028

So wie gestern beispielsweise der wöchentliche Anne Will-Talk zum Thema: „Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus – wie viel Verantwortung trägt Präsident Trump für die Eskalation?“

Wie nicht anders zu erwarten, war Trump für alles Schuld, auch wenn zaghaft angedeutet wurde, dass es Rassismus in den USA auch schon längst „vor“ ihm gab.

Den Vogel schoss wohl der GRÜNEN-Politiker Cem Özdemir ab, der natürlich ebenfalls Minutenlang seine „Anti-Trump-Tiraden“ loswerden durfte.

So machte er einen peinlichen Vergleich:

Özdemir: „… und das ist jetzt, glaube ich, auch die große Hoffnung derjenigen, die auf die anderen Vereinigten Staaten von Amerika setzen, dass es erste Lebenszeichen gibt, dass es in der Republikanischen Partei doch noch so etwas gibt wie Commons Sense (gesunden Menschenverstand/GG). Und dass die Leute vielleicht erkennen, das ist nicht das Amerika für das auch mal ein Abraham Lincoln, Republikaner, in den Bürgerkrieg gegangen ist…“

Hier ab Min. 22:44:

 

 

GRÜNEN-Özedmir spielte die Abraham Lincoln-Karte, um klar zu machen, dass Trump ein Rassist ist und sein Partei-Vorgänger in den Bürgerkrieg gegen den Sklavenhandel ging, die Sklaverei sogar abschaffte.

So auch die offizielle Geschichtsschreibung.

Doch diese ist falsch!

Abraham Lincoln (1809-1865), der 16. Präsident der Vereinigten Staaten (von 1861 bis er 1865 einem Attentat zum Opfer fiel) war „tief verwurzelt in rassistischen Vorurteilen seiner Zeit.“

Auch auf Wikipedia stehen diesbezüglich irreführende Informationen. So heißt es dort etwa (Hervorhebung durch mich):

Die Wahl des Sklavereigegners veranlasste zunächst sieben, später weitere vier der sklavenhaltenden Südstaaten, aus der Union auszutreten und einen eigenen Staatenbund, die Konföderierten Staaten von Amerika, zu bilden. Lincoln führte die verbliebenen Nordstaaten durch den daraus entstandenen Sezessionskrieg. Er setzte die Wiederherstellung der Union durch und betrieb erfolgreich die Abschaffung der Sklaverei in den USA. Unter seiner Regierung schlug das Land den Weg zum zentral regierten, modernen Industriestaat ein und schuf so die Basis für seinen Aufstieg zur Weltmacht im 20. Jahrhundert. Quelle

Längst ist historisch jedoch bekannt: Lincoln wollte die Union zwischen Nord- und Südstaaten retten, nicht aber die Sklaven befreien, wie etwa auch Britta Waldschmidt-Nelson erklärt, promovierte Historikerin mit Spezialgebiet der Geschichte der schwarzen Bürgerrechtsbewegung. Außerdem ist sie Vizedirektorin des Deutschen Historischen Institutes in Washington D.C.

Sie meint, dass die Geschichtsinterpretation, die Lincoln glorifiziert als jemand, der „single-handedly“ die Sklaverei abgeschafft hat, als der große, weiße Retter, als der Messias der Schwarzen, eigentlich schon seit dem frühen 20. Jahrhundert von Historikern längst überholt ist.

 

https://aquarius-prolife.com/de/

 

„Und wenn man sich mal anschaut, wirklich der historische Lincoln war ein Politiker seiner Zeit, der auch tief verwurzelt war in den rassistischen Vorurteilen seiner Zeit. Wenn man sich zum Beispiel mal die Lincoln-Douglas Debates anguckt, also die mit Stephen Douglas während seiner Kandidatur für den Senat in den 50er-Jahren, da hat Lincoln zum Teil ganz furchtbar rassistische Dinge gesagt und hat immer wieder betont, dass er die schwarze Rasse für minderwertig hält, dass er auf keinen Fall je dafür wäre, die Schwarzen politisch oder sozial gleichzustellen. Und es war ja auch so, dass zu Beginn des Bürgerkrieges Lincoln immer wieder betont hat, es ginge eben nicht um die Abschaffung der Sklaverei, sondern nur um den Erhalt der Union.“

Waldschmidt-Nelson weiter: „Es gibt einen berühmten Brief von ihm, den er geschrieben hat, einen offenen Brief an den bekannten Publizisten Horace Greeley vom 25. August 1862, der dann in der „New York Times“ publiziert wurde. Da sagt er, ich zitiere: „My paramount object in this struggle is to save the union and it is not either to save or to destroy slavery. If I could save the union without freeing any slave – I would do it.“ („Mein vorrangiges Ziel in diesem Kampf ist es, die Gewerkschaft zu retten und weder die Sklaverei zu retten noch sie zu zerstören. Wenn ich die Gewerkschaft retten könnte, ohne einen Sklaven zu befreien, würde ich es tun.“)

„Und das ist auch ein weniger bekannter, aber historisch nachgewiesener Fakt, dass Lincoln eben bis 1862 mehrfach Delegationen in den Süden geschickt hat und den Südstaaten angeboten hat, wenn sie bereit wären, die Waffen niederzulegen und in die Union zurückzukehren, dass sie dann die Sklaverei behalten können.

Lincoln ging es gar nicht um die Abschaffung der Sklaverei, es ging ihm maximal um eine Verhinderung der Ausbreitung. Und die Tatsache, dass er dann dahingekommen ist, sich für eine Abschaffung der Sklaverei einzusetzen, war, dass er die kriegsbedingte Notwendigkeit sah, die Sklaven einzusetzen gegen die Südstaatler.“

Laut der promovierten Historikerin hatte Lincoln für die Rassenfrage erst sehr spät, nämlich in den letzten paar Monaten seines Lebens, Verständnis. Quelle 

Aber Lincolns Stern verdunkelt sich noch mehr, wie etwa auf dem Schweizer Nachrichtenportal 20min.ch nachzulesen ist:

Zumindest unter Historikern waren Lincolns umstrittene Thesen zur Aussiedlung der Schwarzen aus den Vereinigten Staaten bereits ein gut belegtes Faktum. In seiner wohl bekanntesten Rede, der Gettysburg Address 1862, rief er die Schwarzen in den USA dazu auf, sich in anderen Ländern anzusiedeln, in der Meinung Schwarze und Weisse könnten nicht friedlich zusammenleben.

Er bezeichnete jene in Freiheit lebende Schwarze als «selbstsüchtig», die sich ein Leben in den USA ausmalen würden. Stattdessen schlug er Mittelamerika als neuen Lebensraum für die befreiten Sklaven vor, «besonders aufgrund des ähnlichen Klimas zu Ihrer Heimat – das besser zu Ihren körperlichen Voraussetzungen passt.» Anders als viele seiner Landsleute war Lincoln allerdings für eine freiwillige Kolonisierung anstatt die Schwarzen zur Emigration zu zwingen.

 

https://aquarius-prolife.com/de/

 

Und:

Doch Lincoln betrieb die Idee einer Kolonisation der Sklaven offenbar weiter, wie Magness und Mitautor Sebastian Page in Archiven in den USA und Grossbritannien herausgefunden haben.

Über private und diplomatische Kanäle habe Lincoln versucht, eine Kolonie für ehemalige Sklaven im heutigen Belize einzurichten, nachdem die Kritik an dem Vorhaben immer stärker geworden war, berichten die Autoren. Noch zumindest bis 1864 habe er ausserdem versucht, das bereits abgeschaffte Amt des Kolonisierungsbeauftragten am Leben zu halten. Quelle 

Also noch einmal:

Für das Trump-Bashing benutzt GRÜNEN-Özedmir bei einer Diskussion über Rassismus ausgerechnet Abraham Lincoln, der fast sein ganzes Leben lang ein ausgesprochener Rassist war, die „selbstsüchtigen Schwarzen“, wie er sie nannte, sogar als „minderwertig“ ansah, dem es nur aus taktischen Gründen – wenn überhaupt – daran gelegen war, die Sklaven zu befreien, diese sogar umsiedeln wollte!

Peinlich, Herr Özdemir!

 

https://www.youtube.com/watch?v=Zw3AmmFFA1k


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