0 Pressefreiheit in der Ukraine: kritischer TV-Sender in Kiew wurde aus Granatwerfer beschossen | connectiv.events
Seite auswählen

Bild von mohamed Hassan auf Pixabay

Pressefreiheit in der Ukraine: kritischer TV-Sender in Kiew wurde aus Granatwerfer beschossen

18. Juli 2019 | Allgemein | Kriege | Revolutionen | Politik | Geo-Politik | Anti Spiegel

von Thomas Röper – Anti Spiegel 

In der Ukraine wurde das Gebäude eines kritischen Fernsehsenders mit einem Granatwerfer beschossen und führende Politiker finden das dort völlig in Ordnung. Was hört man dazu in den deutschen Medien? Richtig: Nichts.

Der Sitz des Fernsehsenders „112.Ukraina“ in Kiew wurde in der Nacht auf Samstag aus einem Granatwerfer beschossen, es entstand Schaden an der Fassade. Der Sender gehört Taras Kosak, der als Abgeordneter der Opposition im Parlament sitzt.

Vor einigen Tagen habe ich schon einmal über Kosak berichtet. Ihm gehört auch der ukrainische TV-Sender „News One“, der zusammen mit dem russischen Fernsehen eine Sendung mit dem Namen „Wir müssen reden!“ machen wollte, in der Menschen aus Russland und der Ukraine über Videoschalte miteinander sprechen sollten. Keine Politiker, sondern einfache Menschen, damit die Gräben, die der Konflikt mit Russland aufgerissen hat, ein wenig kleiner werden können.

Aber mit der Pressefreiheit ist es in Ukraine so eine Sache, daher wurden nach der Ankündigung der Sendung staatsanwaltliche Ermittlungen wegen Landesverrat eingeleitet und ein Verfahren zum Entzug der Sendelizenz gegen den Sender eröffnet.

Was in jedem normalen Land zu Entrüstungsstürmen führen würde, findet in der Ukraine sogar Beifall. Dimitrij Jarosch, ebenfalls ein Abgeordneter im Parlament, teilte mit, dass unbekannte Patrioten im Krieg dem Feind entgegentreten müssten, wenn die Regierung es nicht tue. Den Journalisten, die bei „Feindsendern“ arbeiten, riet er, ihren Job zu kündigen weil sie nicht nur ein Molotwcocktail erwarte. Und besorgten Menschenrechtlern riet er, einfach die Klappe zu halten.

 

https://connectiv.events/events/tp1-7-tage-praxisseminar-nach-grabovoi-in-thailand/

 

Jarosch ist nicht irgendwer, er ist ein einflussreicher Politiker in der Ukraine und Berater des Generalstabes. Politisch kommt er aus dem national-faschistischen Lager der Ukraine, beim Maidan war er Anführer des „Rechten Sektors“, einer Schlägertruppe, die sich aus Neonazis zusammensetzte und für die Zusammenstöße mit der Polizei verantwortlich war. 2014 war Jarosch einer der Präsidentschaftskandidaten in der Ukraine und auch Führer eines nationalistischen Bataillons der Nationalgarde, die nach dem Maidan aus Mitgliedern des Rechten Sektors gebildet wurde und im Osten der Ukraine für unzählige Kriegsverbrechen verantwortlich ist.

Übrigens: Sollten Sie Italiener sein, dann sollten Sie die Ukraine meiden. In Italien wurde ein Ukrainer zu 24 Jahren Haft verurteilt, weil er als Kämpfer eines dieser Bataillone einen italienischen Journalisten und dessen Dolmetscher getötet hat. Jarosch hat darauf hin dazu aufgerufen, in der Ukraine ein paar Dutzend Italiener festzusetzen. Dann sagte er wörtlich:

„Die Gerichte werden lange verhandeln. Und dann wird unser „allerobjektivstes“ Gericht ihnen lebenslang geben.“

Das wird der ukrainische Staat nicht tun, aber Jarosch ist bei den radikalen Nationalfaschisten hoch angesehen. Und der Granatbeschuss in der heutigen Nacht hat mal wieder gezeigt, dass in der Ukraine alles möglich ist.

Übrigens haben Überwachungskameras den Beschuss aufgezeichnet.

 

Wenn Sie sich für die Ukraine nach dem Maidan und für die Ereignisse des Jahres 2014 interessieren, als der Maidan stattfand, als die Krim zu Russland wechselte und als der Bürgerkrieg losgetreten wurde, sollten Sie sich die Beschreibung zu meinem Buch einmal ansehen, in dem ich diese Ereignisse detailliert auf ca. 670 Seiten genau beschreibe. Auch über Jarosch kann man dort einiges erfahren, denn er war damals einer der führenden Köpfe des angeblich so demokratischen Maidan. In diesen Ereignissen liegt der Grund, warum wir heute wieder von einem neuen Kalten Krieg sprechen. Obwohl es um das Jahr 2014 geht, sind diese Ereignisse als Grund für die heutige politische Situation also hochaktuell, denn wer die heutige Situation verstehen will, muss ihre Ursachen kennen.

 

https://www.lebenskraftpur.de/Schlaf-Elixier?produkt=91

 

Eure Spenden helfen uns, Euch noch bessere Artikel zu bieten.

via Überweisung:

Konto Inhaber: CONNECTIV EVENTS S.L.
IBAN: ES95 001901 82564 01001 4565
BIC: DEUTESBBXXX

Bitte immer Spende als Zweck angeben!
DANKE!

________________________________________________________________________

Die Plattform von connectiv.events bietet Dir vielfältige und effektive Möglichkeiten, Dich, Deine Arbeit und/oder Dein Unternehmen bei einem thematisch breitgefächerten Publikum vorzustellen. Die Bekanntheit und auch die Beliebtheit von connectiv.events wächst von Tag zu Tag.

Im digitalen Zeitalter ist es besonders wichtig, einander real zu begegnen. Die Gelegenheit dazu hast Du bei unseren Events. Eine Termin-Übersicht findest Du im Event-Kalender.
Abonniere doch gleich unseren Youtube-Kanal. Damit unterstützt Du unseren Bekanntheitsgrad und verpasst keine neuen Produktionen mit spannenden Themen und Gästen.
Verpasse auch keine Informationen über kommende Events, sowie interessante Artikel, Beiträge und Menschen und melde Dich ebenfalls für unseren Newsletter an.
Wir entwickeln unsere Plattform ständig weiter und wünschen Dir viel Freude beim Stöbern auf connectiv.events

__________________________________________________________________________

Weiter lesen auf:

https://www.anti-spiegel.ru/2019/pressefreiheit-in-der-ukraine-tv-sender-in-kiew-wurde-aus-granatwerfer-beschossen/
Bildredakteur:

connectiv.event

Textredakteur:

Thomas Röper

Quelle:

Pin It on Pinterest

Share This