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Reine Zufallsentdeckung: Funkamateur findet verschollenen Satelliten

3. Februar 2018 | Wissenschaft | Forschung | n-tv

Als „Lost in Space“ könnte man das Ereignis bezeichnen, als die Verbindung zum Forschungssatellit „Image“ im Jahr 2005 abbricht. Doch dann fängt ein Funkamateur ein Signal auf, das zweifelsfrei von Image stammt. Die Nasa bestätigt den Fund.

Scott Tilley ist Kanadier und Funkamateur. Mit Hilfe von aufgefangenen Funksignalen kartografiert der Mann, der an der Pazifikküste Kanadas zu Hause ist, die Umlaufbahnen von Satelliten. Auf der Suche nach dem Verbleib des Geheimsatelliten Zuma, der am 7. Januar von SpaceX gestartet worden war und den vorgesehenen Orbit nicht erreichte, stieß Tilley mit seiner S-Band- Antenne auf eine Kennung eines entfernteren Satelliten. Es ist der Nasa-Satellit Image (Imager für Magnetopause to Aurora Global Exploration), der im Jahr 2007 von der Raumfahrtbehörde aufgegeben worden war, weil man keinen Kontakt mehr zu ihm herstellen konnte.

Tilley informierte die Nasa, die Image im März 2000 als Forschungssatelliten ins All geschossen hatte. Mit Hilfe des Satelliten sollte der Einfluss des Sonnenwindes auf die Magnetosphäre der Erde erforscht werden. Die Mission, die zunächst für zwei Jahre geplant worden war, war ein echter Erfolg und wurde deshalb verlängert. Bis Ende 2005 nichts mehr von Image die Erde erreichte. Der Satellit verstummte.

Image war wohl ohne Strom

Die Experten der Nasa nahmen an, dass es sich um ein Problem der Stromversorgung handelte. Ein sogenanntes Schutzschaltrelais soll durch irgendetwas ausgelöst worden sein. Sämtliche Versuche, das Relais zurückzusetzen und so wieder Kontakt zum Satelliten zu bekommen, schlugen fehl.

Doch nun ist Image offensichtlich wieder „on air“. Wie es dazu kam, ist bisher aber nicht bekannt. Die Nasa bestätigte unterdessen, dass alle Daten darauf hinweisen, dass es sich tatsächlich um Signale von Image handele. Und es kommt noch besser: Der Satellit soll die ersten Signale bereits im Oktober 2016 ausgesendet haben.

„Sie versuchen, die alte Software und Bedienungsanleitung aus den neunziger Jahren wiederzufinden, die in irgendeiner Schreibtischschublade liegt, um das Ding neu zu starten und herauszufinden, wie man damit reden kann“, witzelt Tilley über die Bemühungen der Nasa in einem Interview mit dem Rundfunktsender CBC. Trotz der herausragenden Leistung wird Tilley allerdings keinen Finderlohn bekommen. „Als jemand, der seit seiner Kindheit das All liebt, bin ich froh, etwas Nützliches beigetragen zu haben“, sagt der Amateur-Astronom bescheiden.

Ob die Raumfahrtbehörde es tatsächlich schafft, den Forschungssatelliten wieder in Betrieb zu nehmen, bleibt allerdings abzuwarten.

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https://www.n-tv.de/wissen/Funkamateur-findet-verschollenen-Satelliten-article20259343.html
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Quelle:

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