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Rekordpreise für Benzin und Diesel – jetzt auch noch Steuererhöhung – wieder den Gürtel enger schnallen!

18. Oktober 2018 | Familie | Soziales | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | connectiv.events

Die Preise an den Tankstellen Deutschlands waren zuletzt vor vier Jahren so hoch. Und sie steigen weiter. Obendrauf könnte nun auch noch eine Steuererhöhung kommen, denn das Bundesumweltministerium „erwägt“ eine Erhöhung der Kraftstoffsteuer für Benzin und Diesel. Man kann nur vermuten, dass diese Regierung mit aller Gewalt die deutsche Autoindustrie abwürgen und die nicht so gut verdienenden Autofahrer so lange quälen und schröpfen will, bis sie nach und nach lieber „Hartzen“ gehen, als zur Arbeit zu fahren, weil sowieso nicht mehr viel übrig bleibt.

Die Begründung des Bundesumweltministeriums für die neue Geißelung des noch arbeitenden Restbestandes der Deutschen durch Herrn Staatssekretär Jochen Flasbarth ist lesenswert: „Es kann doch nicht sein, dass wir den Strom, der immer erneuerbarer wird, höher besteuern, während wir die Energieträger Heizöl und Sprit relativ niedrig besteuern“.

Achso! Naja, dann! Auf die Idee, den immer „erneuerbareren“ (was für ein Deutsch!) Strom vielleicht stattdessen etwas billiger zu machen, kommen wir aber nicht, oder? Aber man meint es ja gut mit uns Bürgern. Man will einfach „Anreize“ schaffen, damit die Leute auf nachhaltigere Systeme, wie die E-Motoren, umsteigen. Denn der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen, so Herr Flasbarth, der müsse „schneller kommen, als wir das bisher gedacht haben, als das mancher wahrhaben wollte“.

 

 

Bedeutet: Die Politik hat vollkommen geschlafen, und es gibt nun – Peng! – plötzlich die Erkenntnis, dass der Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen wahnsinnig dringend wird. Warum, das erfahren wir nicht. Warum die Politik das jetzt, im Oktober 2018 so richtig erst begreift, auch nicht. Es scheint sich also entweder um ein epochales, nicht vorhersehbares Ereignis zu handeln, was aber niemand erfahren darf oder um ein katastrophales Versagen der Politik, die so eine wichtige Entwicklung vollkommen verschnarcht hat und jetzt erst bemerkt. Oder um eine neue, ideologisch begründete Hauruck-Entscheidung, deren fatale Folgen niemand bedenkt.

Denn was das für die Pendler, Spediteure, Familien auf dem Lande, Fahrdienste, Kranken- und Behindertentransporte, öffentliche Busse, Feuerwehren, Rettungsdienste, Rollstuhlfahrer, usw. bedeutet, ist klar: Der Gürtel muss wieder enger geschnallt und an anderer Stelle gespart werden.

Bisher fielen pro Liter Benzin 65,45 Cent an Steuern an, für Diesel beträgt die Steuer derzeit noch 47,04 Cent. Sollte der Plan des Bundesumweltministeriums durchgesetzt werden, könnte der Benzinpreis damit aber auch leicht auf über 2 Euro ansteigen. Damit würde jede Fahrt ungefähr das Doppelte kosten, wie vor einem Jahr. Ein Kostenfaktor, der für manchen Pendler die Entscheidung nötig macht, ob er sich nicht doch lieber arbeitslos meldet.

 

 

Bei einer Anfahrtsstrecke von 40 bis 60 Kilometer zur Arbeitsstätte und einem Benzinpreis von 2,10 Euro liegt das monatliche Aufkommen für den Sprit zwischen 340 bis 400 Euro je nach Verbrauch des Fahrzeugs. Dazu kommt die Abnutzung des Autos. Wer damit zirka sechs Jahre fährt und einen Mittelklassewagen von 25.000 bis 35.000 Euro abfährt, muss noch einmal mit ca. 400 Euro pro Monat rechnen. Das macht einen Kostenfaktor von monatlich 700-800 Euro. Das Medianeinkommen eines Singles in Deutschland beträgt ca. 1.600 Euro/Monat. Das einer Familie etwa 3.000 Euro/Monat.

Das bedeutet, dass ein Alleinstehender, der nach Steuern vielleicht noch 1.400 Euro Netto/Monat hat, mit ca. 600 Euro für Miete, Strom, Telefon, Heizung, Kleidung und Lebensmitteln auskommen muss. Da kann er nur versuchen, durch Gebrauchtwagen und winziger Wohnung noch weiter außerhalb sowie Billigessen- und -kleidung zu überleben.

Deutschland hat das niedrigste Medianeinkommen im Euroraum, hat die kleinste Zahl an Hausbesitzern, bezahlt aber die vierthöchsten Kraftstoffpreise, ist nach Belgien das Land mit der höchsten Steuer- und Abgabenlast und schultert einen Hauptteil der Migration, die in Deutschland großzügigst mit Geld unterstützt wird. Nimmt man noch die eine Billion der Target II-Saldi dazu, die die Deutsche Bundesbank von der EZB zu bekommen hat und niemals bekommen wird – wofür auch die Deutschen haften – kann man nur sagen, dass auch der stärkste und willigste Zahlmeister der EU, Deutschland, bald in die Knie gehen wird.

Medianeinkommen im Euroraum zum Vergleich (Screenshot Frankfurter Allgemeine):

 

 

 

Steuer- und Abgabenlast im Vergleich (Screenshot Spiegel Online):

 

 

An dieser Stelle ein Zitat einer Strophe aus dem „Lied aus der Linde“.

Zehre, Magen, zehr vom deutschen Saft!
Bis auf einmal endet seine Kraft.
Krankt das Herz, siecht ganzer Körper hin:
Deutschlands Elend wird der Welt Ruin!

 

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