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Wikingerkrieger, Shutterstock

Rügen: Wikinger-Schatz entdeckt

5. Mai 2018 | Geschichte | Kultur | Wissenschaft | Forschung | connectiv.events

von Niki Vogt

Der Glückspilz ist erst 13 Jahre alt und schreibt schon Archäologie-Geschichte. Luca Malaschnitschenko war wieder einmal mit seinem Freund, einem Dachdecker und Hobbyarchäologen René Schön „auf Tour“. Mit einem Metalldetektor suchten sie die Umgebung eines bronzezeitlichen Grabhügels ab. Irgendwann fing das Gerät an zu fiepsen und kurz darauf hielten die Beiden Metallstücke in den Händen, die sehr nach archäologieschen Fundstücken aussahen, Die sonst so reichlich zu findenden modernen Metalabfälle oder Kronkorken waren es garantiert nicht.

René und Luca hätten den Fund auch einfach selbst ausgraben können. Doch sie wissen, wieviel Schaden der Archäologie durch solche unbedachte Aktionen ayngerichtet wird. Immer wieder können sich die Hobbysucher nicht beherrschen und buddeln selbst drauflos. Doch wird so ein Artefakt nicht in seinem Zusammenhang ausgegraben und dokumentiert, fehlen all die Informationen der Zuordnung die die Wissenschaft braucht, um ein Puzzlestück an den richtigen Platz zu legen: Das Gesamtbild, das von einer Ausgrabung entsteht ist unvollständig und mit Fehlern behaftet. Doch Dachdecker Schön weiß recht gut Bescheid. Er hat Ausbildungskurse gemacht und ist ehrenamtlicher Helfer der Landesarchäologie. Viele dieser ehrenamtlichen Hobby Altertumsforscher arbeiten auch auf offiziellen Ausgrabungen mit und helfen der Wissenschaft auf diese Weise enorm.

 

Die beiden meldeten den Fund bei der Landesarchäologie von Mecklenburg-Vorpommern. Jetzt aber begann das Zittern, dass niemand von dem Fund erfährt. Denn, sollte das bekannt werden, kann man darauf wetten, dass wilde Hobby-Archäologen mit Metalldetektoren losziehen würden und graben. Grabungstermin war im April, und es war noch genug Zeit, mit einem Metalldetektor antikes Silber in dem Acker auf Rügen auszugraben. Und dann wäre der Schmuck wahrscheinlich weg gewesen und auf dem Schwarzmarkt verkauft, bevor die Archäologen ihn hätten bergen können. So etwas geschieht immer wieder. Es wäre nicht schwer gewesen den Fundort nahe des Dörfchens Schaprode ausfindig zu machen. Man hätte nicht einmal tief graben müssen. „40 Zentimeter unter der Oberfläche lag das Silber“, sagt Grabungsleiter Michael Schirren. und es lagen noch weitere Kostbarkeiten in der Erde: Halsreifen, Perlen, Fibeln, einen Thorshammer. Mehr als 600 Dinge aus Silber wurden gefunden. Zudem fand sichviel sogenanntes Hacksilber: Silbermünzen wurdendamals zerkleinert und die Stückchen galten als Kleingeld-Zahlungsmittel und wurden nach Gewicht bewertet.

Luca hatte erst seinem Fund nicht viel Bedeutung beigemessen und glaubte, ein Aludeckelchen gefunden zu haben. Doch René Schön putzte die Ackererde von dem silbrigen Metallplättchen undwar sofort hellwach: Das, was er in den Händen hielt, war aus der Wikingerzeit und stellte sich ein Vierteljahr später als Teil eines ungemein wichtigen Silberschatzes heraus. Der Schatz  stammt aus der Zeit des legendären Dänen-König Harald Blauzahn (910-987). „Dieser Schatz ist der größte Einzelfund von Blauzahn-Münzen im südlichen Ostseeraum und damit von herausragender Bedeutung“, ordnet Grabungsleiter Michael Schirren den Fund ein. Ähnlich große Münzfunde gab es bislang nur auf dem Gebiet des Dänenreiches, wie in Husby und Harndrup.

In der Hiddensee-Rügen-Region ist der Name des alten Dänenkönigs gut bekannt. Bereits 1872 und 1874 war ganz in der Nähe auf der Insel Hiddensee der berühmte Goldschmuck entdeckt worden, ein 16-teiliges, fein gearbeitetes Schmuckensemble, das König Blauzahn – oder zumindest seinem nahen Umfeld zugeschrieben wird. Blauzahn floh – historischen Quellen zufolge – nach der verlorenen Ostseeschlacht gegen seinen Sohn Sven Gabelbart (965-1014) im Jahr 986 nach Pommern, wo er ein Jahr später auf der Jomsburg bei Swinemünde starb. Wahrscheinlich gibt es einen Zusammenhang zwischen beiden Funde, meint der Archäologe Schirren.Vielleicht wurde der bei Schaprode gefundene Schatz auf der Flucht Haralds vergraben – wie der Hiddenseer Goldschmuck einstmals auch. Dänische Forscher gehen davon aus, dass die unter Blauzahn geprägten „Kreuzbrakteate“ wegen der geringen Stückzahlen vom König überwiegend an die dänische High Society ausgegeben wurde – als Zeichen der Verbundenheit mit ihrem Herrscher und als Bekenntnis zu ihm.

An das Land Dänemark geht der geborgene Schatz dennoch nicht. „Ein Fund mit herausragendem wissenschaftlichen Wert gehört dem Land, in dem er gefunden wurde“, sagte Landesarchäologe Detlef Jantzen der „Bild“-Zeitung. Auch Finderlohn gibt es bei historischen Funden nicht. Das ist Malaschnitschenko und seinem Begleiter René Schön aber ohnehin egal: Es ist der Fund ihres Lebens.
Harald Blauzahn war ein wikingischer König, der im 10. Jahrhundert Dänemark einte, es in ein globales Handelsnetz einband und das Christentum einführte Hier eine sehr interessante Doku dazu:

Im Zentrum steht die abenteuerliche, historische Skandinavienreise des fiktiven isländischen Skalden Einar Ormstunga, der ein fahrender Sänger und zugleich ein Krieger aus der Wikingerzeit ist und des fiktiven Hamburger Mönches Martin, der von seinem Bischof zur Mission der Heiden nach Norden geschickt wurde. Zu Wasser und zu Land durchqueren sie in den Jahren 997 bis 1000 nach Christus den Norden Europas.

Es ist eine schwere Zeit für die Anhänger der germanischen Götter. Von deren sagenhaftem Reich erzählt der Skalde unterwegs seinem Begleiter. Gemeinsam tauchen Einar und Martin in den bereits verblassenden Kosmos von Odin, Thor und Freja ein und erleben – ehe es zu spät ist – noch einmal hautnah in einer Mischung aus Faszination und Furcht die Religion und Mythen der Germanen.

Einar Ormstunga war vor ihrem ersten Zusammentreffen vor Krieg, Verwüstung und Hunger aus der großen Stadt York geflohen, dem Zentrum des angelsächsischen Königreiches Northumbria. Er hatte sich auf eine Schiffspassage über die Nordsee zur bedeutenden Wikingerstadt Haithabu an der Schlei begeben, um Schutz zu finden und in der dortigen Parallelwelt von Asenglauben, Christentum und Islam begonnen, an den Feuerstellen wie einst wieder als Sänger und Dichter von den alten heidnischen Göttern zu erzählen. Dabei lernt er seinen ärgsten Konkurrenten kennen, der bald zum Freund wird. Der Mönch Martin Einar braucht einen Gefährten und Dolmetscher für seine weitere Missionsreise ins Nordreich der Heiden. Und der Skalde will von ihm das Schreiben lernen.

Im Frühjahr 998 brechen beide aus dem geschützten Haithabu auf, zunächst zu Fuß und an den alten germanischen Kultplätzen Thorsberg und Nydam vorbei. Dann kommen sie zu den sagenhaften Grabhügeln von Jelling in Mitteljütland und sehen dort den bereits mit christlicher Symbolik versehenen Runenstein von Harald Blauzahn. Von hier geht es weiter zum Wikingerfriedhof Lindholm Höje am Limfjord mit den sagenhaften Schiffsgräbern. Anschließend reisen die Gefährten mit dem Wikingerschiff über das Skagerrak zum Ursitz der norwegischen Könige, ins sagenhafte Avaldsnes an der Westküste des riesigen Landes.

Von Avaldsnes machen sich die Gefährten im Herbst 998 auf einen beschwerlichen und gefährlichen Fußweg durch die norwegische Fjordlandschaft ins Tröndelag an die Mündung des Flusses Nida, wo das heutige Trondheim liegt. Dort verliebt sich Einar in die wunderschöne Seherin Ragnhild. Sie ist die Tochter des heidnischen Håkon Jarl, dem politischen und religiösen Widersacher des getauften Wikingerkönigs Olav Tryggvason, der ganz Norwegen mit Feuer und Schwert zum Christentum und unter seine Macht zwingen will.

Midgartsormr – die Midgartsschlange, die den Rand der Welt bildet und sich um die Meere legt. Der Wechsel von der germanischen Mythologie und dem Asenglaube zum Christentum war ein Meilenstein. Und er ging nicht ohne Krieg und Blut ab.

 

Im Sommer 999 werden die Gefährten von den siegreichen Angriffen Olav Tryggvasons auf das westnorwegischen Reich der heidnischen Jarle überrascht und mit isländischen Siedlern und Händlern in Geiselhaft genommen. Sie sollen Olavs Forderung nach Island überbringen, dass auch diese abgeschiedene und lebensfeindliche Welt mitten im Atlantik seine Herrschaft anerkennt und sich zu Christus bekehrt. Nun begeben sich Skalde und Mönch auf die Schiffspassage zum geheimnisvollen Land aus Feuer und Eis. Auf Island erleben Skalde und Mönch im Jahre 1000 auf dem Althing den offiziellen Übertritt der Isländer zum Christentum. Mönch Martin verlässt Island bald darauf wieder und kehrt nach Hamburg zurück.

Als alter Mann schreibt der Skalde Einar Ormstunga seine Geschichte auf und erzählt sie uns. Von ihm, dem „Zeitzeugen“, erfahren wir höchst emotional von einer unerhört spannenden Welt, die sich in Chaos und Auflösung befindet, nicht nur beim Kampf um den rechten Glauben. In England herrscht am Ende des 9. Jahrhunderts ein heftiger Krieg zwischen dem angelsächsischen Königreich und dänischen Invasoren, die das so genannte Danelag unter die Herrschaft der Wikinger zurückzwingen wollen. Nahezu zeitgleich kämpfen in Dänemark und Norwegen Wikingerkönige wie Olaf Tryggvason und Sven Gabelbart um die Herrschaft über Skandinavien.

Die Aura des Dämonischen und Rätselhaften, die der Glaubenswelt der „Nordmännern“ heute noch immer anhaftet, wird auch vom „Erzähler“ Einar genutzt, um die ungeheure Bildkraft der Göttersagen zu vermitteln. Eine vorzügliche Kulisse und heimlicher Protagonist zugleich ist dabei die berauschend schöne und gewaltige Natur Skandinaviens, mit den Inseln und Mooren Norddeutschlands und Dänemarks, den Fjorden Norwegens und den Geysiren und Gletschern Islands. Eine über weite Teile unzähmbare, wilde, unberechenbare und bedrohliche Natur, die für die Entstehung einer Kosmologie aus Feuer und Eis geradezu prädestiniert war.

Skandinavische Siedlung. Die Wikinger waren nicht nur Krieger, sondern auch gute Seeleute, Fischer, Händler und Bauern.

Als Kämpfer waren sie allerdings weithin gefürchtet.

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