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Kritiker fürchten, dass es unter dem Vorwand eines Cyberangriffes in Wirklichkeit darum geht, ein Massenzensursystem einzurichten, das dem in China beobachteten System ähnelt. China filtert nämlich alle unerwünschten Inhalte schon heraus, bevor sie in das Land kommen. (Bild:pixabay the digital Artist)

Russland will sich vom globalen Internet unabhängig machen: Vorbereitung gegen westliche Cyberangriffe – oder für Zensur?

26. April 2019 | Kriege | Revolutionen | Politik | Geo-Politik | Psychologie | Gesellschaft | connectiv.events

Russland denkt ernsthaft darüber nach, eine Möglichkeit zu schaffen, sich im Falle eines Cyberangriffes sehr schnell vom globalen Internet komplett abzukoppeln. Im Februar 2019 hatte sich das russische Parlament, die Duma, eindeutig entschieden: Mit 334 Abgeordneten entschieden sich die Volksvertreter bei 47 Gegenstimmen dazu, diese Cyberkrieg-Verteidigung anzugehen. Es soll nun ein Testlauf stattfinden, um herauszufinden, wie das zu machen ist und welche Schwierigkeiten dabei auftauchen könnten. Dazu muss sich das große Land komplett von ausländischen Servern abkoppeln. Diese Trennung soll nur kurz sein und Aufschluss darüber geben, wo im Ernstfall Hindernisse und Hürden aber auch Lücken sind oder größere Schäden verursacht werden könnten. Innerhalb der russischen Föderation soll der Datenverkehr in dieser „Isolationspause“ ganz normal weiterlaufen. Ein genaues Datum dafür ist noch nicht festgelegt.

 

Ein hochkomplexes Unterfangen

Der neue Gesetzesentwurf, das „Nationale Programm für digitale Wirtschaft“, erfordert dafür, dass die „Wächter“ des Programms im Falle von Cyber-Angriffen ausländischer Mächten sofort reagieren können, um das Land völlig abzukoppeln und jedes digitale Eindringen so zu unterbinden. Das hört sich einfach an, ist aber hochkompliziert. Gegenwärtig beaufsichtigen 12 Organisationen die Stammserver für DNS. Keine davon befindet sich in Russland. Das globale Internet funktioniert mittels komplexer Abhängigkeiten, die einen nahtlosen Betrieb der Dienste gewährleisten. Eine der ersten und wichtigsten Komponenten dieser Web-Infrastruktur ist aber das DNS (Domain Name System). Dieser globale Dienst wird von mehreren DNS-Registraren bereitgestellt. Die Resolver (darunter versteht man einen Namenserver, der auf Anfrage von fremden Computern die eingegebenen Webseiten-Namen in IP-Adressen auflöst) befinden sich möglicherweise in einer Vielzahl von Städten auf der ganzen Welt, doch sie spiegeln alle eine gemeinsame globale Datenbank wider, die das Verzeichnis für das gesamte Internet enthält. Sobald Russland versucht, sich vom Internet zu isolieren, muss es vorher eine Nachahmung des gesamten Systems erstellt haben – und das alles innerhalb der Grenzen Russlands. Angeblich hat Russland dafür bereits einen solchen Plan entwickelt, der zuvor getestet wurde. Dieser Teil des Experiments könnte also gelingen.

Allerdings laufen die digitalen Verbindungen des World Wide Web auch durch Russland hindurch weiter in andere Länder, die dabei auch gekappt werden würden. Ein weiteres, komplexes Problem in diesem Zusammenhang ist, dass das globale Ökosystem für Software zunehmend über Cloud-basierte Technologien bereitgestellt wird. Das reicht von Consumer-Apps wie Google Mail, beinhaltet aber auch Geschäftsanwendungen wie Office 365. Alle diese Anwendungen fußen jedoch auf einer komplexen Mischung von Back-End-Services, die schwer zu lokalisieren sind. Das Unternehmen wird also ein sehr kompliziertes werden.

Experten gehen davon aus, dass der Test auch ISPs (Internetdienstanbieter) beinhaltet, die Daten an staatlich kontrollierte Routing-Punkte leiten können. Dadurch wird der Datenverkehr so gefiltert, dass Daten, die zwischen Russen gesendet werden, ihr Ziel auch erreichen, aber alle für ausländische Computer bestimmten Daten werden herausgefiltert.

 

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Könnte Zensur das Ziel sein?

Letztendlich plant die russische Regierung, dass der gesamte inländische Verkehr diese Verteilungspunkte durchläuft. Kritiker fürchten, dass es unter dem Vorwand eines Cyberangriffes in Wirklichkeit darum geht, ein Massenzensursystem einzurichten, das dem in China beobachteten System ähnelt. China filtert nämlich alle unerwünschten Inhalte schon heraus, bevor sie in das Land kommen. Der russische Premierminister Dimitri Medwedew äußerte sich in den letzten Märztagen zu diesen Befürchtungen: „Natürlich wird es keine Regulierung wie in China geben. Ich werde sogar noch mehr sagen – selbst in China bringt diese Regulierung oft nicht die Ergebnisse, auf die sie ursprünglich ausgerichtet war. Außerdem streben wir keine Regulierung an. Hier kommt keine Firewall“, sagte Medwedew live im sozialen Netzwerk VKontakte.

Chinas neue „Große Mauer“, die Internet-Firewall, ist wahrscheinlich das bekannteste Zensurinstrument der Welt und hat sich zu einem hoch entwickelten „Filter“ entwickelt. Es überwacht auch seine Routerpunkte, verwendet Filter und Blockierungen für Schlüsselwörter und bestimmte Websites und leitet den Webverkehr um, sodass Computer keine Verbindungen zu solchen Websites herstellen können, von denen der chinesische Staat nicht wünscht, dass seine Bürger sie sehen.

Aber auch die chinesische Firewall hat Schlupflöcher: Es ist immer noch möglich, einige Firewalls mithilfe von virtuellen privaten Netzwerken (VPNs) zu umgehen, die den Standort eines Computers so verschleiern, dass die Filter nicht wirksam werden. China geht von Zeit zu Zeit dagegen vor. Wer dabei erwischt wird, dass er VPNs benutzt oder sie bereitstellt, kann ins Gefängnis wandern.

 

Hat der Test schon stattgefunden?

Sicher ist nichts. Doch es gab zwei interessante „Paketverlust-Ereignisse“, die Yandex.ru betrafen. Das ist das russische Äquivalent zum Suchmaschinenriesen Google. Taucht man tiefer in die Materie, sagen Experten, haben diese zwei Vorfälle die Signatur zweier möglicher Abläufe: Diese Paketverlust-Ereignisse könnten zum einen durchaus ein riesiger, verteilter Denial-of-Service (DDoS) -Angriff gewesen sein, der sich aus der ganzen Welt gegen Yandex richtete. Oder es könnte der Test einer neuen Filterinfrastruktur handeln, bei dem klar definierte Drosselungspunkte im Netzwerk von Yandex erstellt werden sollten, um sich auf die neuen Vorschriften vorzubereiten.

 

Das World Wide Web wird stark von den USA kontrolliert

Das Internet ist ein dichtes, weltweites Netzwerk, in dem Informationen und digitale Dienste frei fließen können. Es hat seine Wurzeln aber in der US-Regierung, die in den frühen Tagen des Internets die Struktur komplett kontrollierte. Infolgedessen werden auch heute noch viele wichtige Ressourcen, auf die das Internet angewiesen ist, von Organisationen mit Sitz in den USA beherrscht und unterliegen somit seiner Gerichtsbarkeit, einschließlich einiger der weltweit größten Internet-Service-Provider (ISPs), Domain Name System (DNS)-Anbieter und Public Cloud-Anbieter. Die russischen Behörden sind diesbezüglich nicht ganz ohne Grund misstrauisch und sehr wachsam. Auch die zunehmende Bedeutung von global dominierenden Technologieunternehmen wie Facebook, Google und Microsoft, die natürlich alle ihren Sitz in den USA haben, gefällt Russland nicht.

 

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