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Russland und China bauen eigene Computer-Betriebssysteme – Windows & Co verliert einen großen Teil der Welt

7. Mai 2018 | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | connectiv.events

von Niki Vogt

Die USA hat ein Verbot ausgesprochen, dass Chinas Smatphone Hersteller ZTE US- amerikanische Produkte und Dienste benutzt. Das war ein Weckruf und Warnschuss für China, seine weitere Strategie in Sachen technologischer Fortschritt zu überdenken. Die Frage, wie schnell es geschehen kann, dass ZTE auch seine Linzenz zur Nutzung des Android-Betriebssystems für seine Smartphones verliert, hat einen Kurswechsel in China ausgelöst. Braucht China bald ein eigenes Smartphone-Betriebssystem?

Das berichtet die South China Morning Post und vermutet, dass der chinesische Huawei Konzern sich aufmachen wird, den beiden Marktbeherrschern der Betriebssysteme, Android und das iOS von Apple mit einem eigenen Betriebssystem Konkurrenz zu machen. Die beiden Systeme halten etwas 99% des Weltmarkts. Neue Ansätze mit eigenen Smartphone Betriebsystemen gab und gibt es auch im „Westen“: Microsoft mit seinem Windows Mobile OS und Samsung Electronics mit seinem Tizen system. Als es noch Nokia Smartphones gab, liefen diese auf Symbian, was damals der Vorreiter im Smartphone-Zeitalter war.

Huawei ist Chinas Spitzenreiter bei Smartphones. Schon 2012 begann der Konzern mit der Entwicklung eines eigenen Betriebssystems. Schon damals strengte die USA eine Untersuchung gegen ZTE, den chinesischen Hersteller von Telekommunikationstechnik und -programmen an. Plagiatvorwürfe lagen in der Luft. ZTE wurde im weiteren Verlauf untersagt, US-amerikanische Technologien bei seinen eigenen Produkten zu verwenden.

Huaweis neues Betriebssystem läuft schon und ist aber noch nicht auf dem Markt erhältlich, da es noch nicht das Niveau von Android oder iOS Apple erreicht hat und zu wenig kompatible Apps, lässt laut China Morning Post ein Insider wissen, der mit den Plänen Huaweis vertraut ist. Das neue Betriebssystem, das letztendlich sowohl als sowohl mobile aber auch als Desktop-Version funktionieren wird, ist für den Ernstfall gedacht, nämlich, wenn die USA gegen Huawei die gleichen Sanktionen und Verbote wie gegen ZTE verhängt.

Es liegt auch sehr im nationalen Interesse Chinas, ein solche Betriebsplattform zur Verfügung zu haben, um durch US-amerikanische Verbote nicht ausgebremst zu werden in seiner technologischen Entwicklung. Zur technologischen Unabhängigkeit, gerade in Zeiten sich verschärfender Konflikte, ist ein eigenes Computer-Betriebssystem geradezu überlebenswichtig. Gerade auf dem Hintergrund eines sich verschärfenden Handelskrieges zwischen den USA und China, steigt die Dringlichkeit für ein eigenes Betriebssystem.

Bereits seit einiger Zeit steht Huawei unter Beschuss der US-Behörden. Dem Smartphone-Hersteller wird vorgeworfen, die Sanktionen der USA gegenden Iran zu unterlaufen und weiterhin Smartphones in das von Sanktionen geknebelte LAnd zu liefern. Die Rechtsabteilung von Huawei hat die Untersuchungen seitens der USA nicht bestätigt, schreibt die China Morning Post.

Es geht aber bei dem Thema nicht nur um Handelskriege und Sanktionen, sondern auch ganz handfest um Datensicherheit und Spionage. China ist zwar bekannt für rücksichtslose Industriespionage, die USA stehen dem aber kaum nach, der Schwerpunkt liegt bei den Amerikanern allerdings auf der politischen und militärischen Spionage. Schon von daher hat China ein großes Interesse, dass die in den Programmen eingebauten Hintertüren, durch die die amerikanische Betriebssysteme Informationen an die amerikanschen Hersteller oder Geheimdienste senden, oder durch die man von außen eindringen kann, eine ständige Gefahr für die Sicherheit darstellen.

Dassebe Problem hat auch Russland.  Das russische Verteidigungsministerium arbeitet an dem Problem auch schon eine Weile.  Seit einiger Zeit ist dort das US-Betriebssystem Windows schon vollkommen abgeschafft worden und arbeitet jetzt mit der russischen Variante des Open-Source-Systms Astra Linux. Damit gewinnt gerade das im Fokus der Spionage stehende Verteidigungsministerium deutlich mehr Cybersicherheit.

Windows ist ein System, das nicht besonders resistent gegenüber Außeneinwirkungen ist. Außerdem ruft seine kalifornische Herkunft kein Vertrauen hervor“, formuliert es der Militärexperte, Viktor Murachowski relativ vorsichtig. Das Verteidigungsministerium habe allerdings auch bisher kein Windows bei der direkten militärischen Elektronik und Kampfführung genutzt. Es geht hier mehr um die Kommunikation innerhalb der Verwaltung der Behörde und der Außenkommunikation. Mit dem Linux-System sei ein ganzes Stück Sicherheit gewonnen: „Es ist fast unmöglich, ins Linux-System mit Hilfe von irgendwelchen Außenanlagen einzudringen“, so Murachowski.

Dmitri Donskoj, Abteilungschef des Entwicklers „RusBITech“, sagte,  das Verteidigungsministerium verwende bereits seit seit 2010 Linux als Plattform. Aufgrund der allgemeinen Entwicklung habe man nun entschieden, westliche Betriebssysteme vollkommen zu eliminieren und auf das einheimische Linux-System zu wechseln. Es soll nun auf allen Computern sowie auf Diensthandys und Tablets des Verteidigungsministeriums installiert werden.

Für die amerikanischen Softwareriesen beginnt nun ein neues Zeitalter. Es gibt viele Länder, insbesondere die BRICS-Länder, die sich zu neuen politischen und wirtschaftlichen Machtzentren entwickeln, während die USA wirtschaftlich, politisch und militärisch auf dem absteigenden Ast ist. Gerade China, Indien, Russland und Brasilien stellen eine große Masse an Menschen dar. Ein beginnender Siegeszug neuer, von den USA unabhängigen, nicht von CIA und NSA infiltrierbarer Betriebssysteme, schwächt die USA in einer wirtschaftlichen Kernkompetenz und nimmt der Supermacht Nummer eins eine nicht unwichtige Option der geheimdienstlichen Möglichkeiten.

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Quelle:

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