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Der Emi Koussi Krater im Tschad, auch das "Natronloch" genannt. Eine meterdicke Schicht aus Natronsalzen bedeckt den Grund des dortigen Vulkankraters. Mit solchen, natürlichen Natronsalzen mumifizierten die Ägypter ihre Toten. (Bild: gemeinfrei)

Schmerzhafte Arthritis? Simples Natron kann helfen!

27. September 2018 | Gesundheit | Ernährung | Medizin | Wissenschaft | Forschung | connectiv.events

Ganz „normales“ Natron (chemisch: Natriumhydrogencarbonat, NaHco3, Natriumbicarbonat, Speise- oder Backsoda), wie es schon seit alter Zeit gegen saures Aufstoßen, Sodbrennen, zum Reinigen, Wäschewaschen, als Fleckentferner, Bleiche oder als Backtriebmittel genommen wird, ist ein Multitalent. Es ist auch als Bullrichsalz  oder Kaiser-Natron bekannt.

Das war es auch schon bei den alten Ägyptern. Die verwendeten ein Gemisch aus Natron, Soda und Salz zur Mumifizierung. Das Wort Natron hat sogar seinen Ursprung im Altägyptischen, aus dem Wortstamm „ntrj“. Die Ägypter schrieben keine Vokale, die ergaben sich von selbst aus den Konsonanten. Als, zum Beispiel „Bank“ wäre „bnk“ geschriben worden oder „Haustür“ ald „hstr“. Also wird „ntrj“ wahrscheinlich „Natrij“ gesprochen worden – und das hieß „göttlich“. NAtron war also eine göttliche Substanz, weil sie Verwesung verhindert, Krankheitskeime abtötet, Wäsche strahlend weiß macht, einen verdorbenen Magen wieder in Ordnung bringt und Zähne weiß und gesund hält. Also etwas wahrhaft Göttliches.

 

 

Natron gegen Arthritis???

Heute wollen wir aber eine bisher kaum bekannte Wirkung dieses wunderbaren Pulvers vorstellen: Neue Forschungen haben ergeben, dass NAtron auch ein wirksames Mittel gegen Autoimmunerkrankungen sein kann, zum Beispiel bei Arthritis. In einer neuen, wissenschaftlichen Studie, deren Resultate vor kurzem im Journal of Immunology veröffentlicht wurden, legen Wissenschaftler des „Medical College of Georgia“ an der Augusta University dar, wie eine Natronlösung das Immunsystem gegen Entzündungskrankheiten wie rheumatoide Arthritis schützenkann. (1) Paul O’Connor, ein Nierenphysiologe an der Augusta University testete mit Kollegen die Wirkunge der Einnahme einer Natronlösung zeigen kann. Das testeten sie zuerst bei Ratten und dann beim Menschen.

Diese Versuche brachten erstaunliche Ergebnisse, denn die Wirkung im Körper ist nicht simpel und einfach. Das Natronkonzentrat, das die Probanden einnahmen, sendet  Signale an spezielle, „Mesothelzellen“ genannte Körperzellen. Diese sind die Beobahter und lösen Alarm aus, wenn sie die Information bekommen, dass der Körper angegriffen wird. Das Natron tut das Gegenteil, und teilt den Mesothelzellen mit, das alles in bester Ordnung ist. Damit kann sich das Immunsystem beruhigen und macht keinen unnötigen Aufstand. Schädliche Autoimmunreaktionen, bei denen der Körper sich selbst angreift, werden verhindert.

Natron und Mesothelzellen

Mesothelzellen befinden sich in den inneren Organe und in vielen verschiedene Hohlräume im Körper. Sie verhindern zum Beispiel dass Organe und anderes Innengewebe zusammenkleben. In dieser Studie testeten O’Connor und das Team den Effekt einer Natronlösung zuerst bei Ratten und später bei gesunden, menschlichen Teilnehmern. Sie entdeckten, dass Natron einenerstaunlichen Mechanismus beeinflusst. Natron “befiehltt” dem Magen, mehr Magensäure zu produzieren,wodurch er Lebensmittel schneller und einfacher verdaut. Außerdem signalisiert es aber auch den Mesothelzellen, die die Milz auskleiden, dass sie “ruhig bleiben” können, weil keine Gefahr droht. So begreifen die Mesothelzellen, dass das, was da kommt, ein Lebensmittel und keine Bakterieninfektion ist. Sie schlagen keinen Alarm und alarmieren nicht die “Armee” der Milz, die aus Makrophagen oder weißen Blutkörperchen besteht, welche die potenziell schädliche Zellreste beseitigen müssen. “Ziemlich sicherlich wirkt sich die Einnahme von Natron auf die Milz aus, und wir nehmen an, dass es durch die Mesothelzellen gelangt”, erklärt O’Connor. Mesothelzellen kommunizieren mit den Organen, die sie mit Hilfe kleiner Projektionen, genannt Microvilli, auskleiden, und das Medium, durch das sie ihre Botschaft senden, ist der Neurotransmitter Acetylcholin.

 

 

Entzündung oder entzündungshemmend?

Was geschieht da tatsächlich? Die Studienautoren stellen fest, dass bei denjenigen, die die Natronlauge tranken, eine Veränderung in den Arten von Immunzellen eintrat, die in der Milz aktiviert wurden. Tatsächlich nahmen die proinflammatorischen (entzündungsfördernden) Makrophagen (M1) an Zahl ab, während die Anzahl der entzündungshemmenden Zellen (M2) stieg. Die gleichen Arten von Zellen sind auch im Blut und in den Nieren vorhanden, und Natron ist zufällig schon länger auch bei der Behandlung von chronischen Nierenerkrankungen im Einsatz. Das veranlasste die Autoren der neuen Studie, diese Mechanismen zu erforschen, mit denen Natron zur Verbesserung der Nierenfunktion beitragen kann. (2)
“Wir fingen an zu überlegen, wie genau Natron das Fortschreiten der Nierenerkrankung verlangsamt”, berichtett O’Connor.

Zuerst analysierten die Forscher die Auswirkungen der Natronlauge auf ein Rattenmodell mit Nierenerkrankung, dann wieder auf gesunde Ratten, die als Kontrollprobe dienten. Dabei stellten die Forscher fest, dass die Anzahl der M1-Zellen in den Nieren gesunken war, während die Zahl der M2-Zellen anstieg. Sowohl die Ratten mit Nierenerkrankung als auch die gesunden Ratten zeigten die gleiche Entwicklung. Und es war dieser Vorgang, der die Forscher auf die Idee brachte, dass Natron wahrscheinlich die Entzündungsreaktion auf zellulärer Ebene beeinflusst.

Als die Forscher gesunde Medizinstudenten für einen Versuch rekrutierten und sie baten, die Natronlösung zu trinken, zeigte sich die entzündungshemmende Wirkung dieser Substanz tatsächlich sowohl in der Milz als auch im Blut.“Der Übergang von einem entzündlichen zu einem entzündungshemmenden Profil vollzieht sich überall. Wir haben es in den Nieren gesehen, wir haben es in der Milz gesehen, jetzt sehen wir es im peripheren Blut.” stellten die Forscher fest.

Natron: Eine sichere Methode der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen?

Eine der wichtigsten Erkenntnisse der Autoren war, dass es die besagten Mesothelzellen die entzündungshemmenden Signale vermitteln. Eine Arbeitstheorie war, dass diese Signale über den Vagusnerv, einen langen Hirnnerv, der mit dem Herzen, der Lunge und verschiedenen Organen im Bauchraum kommuniziert, an die entsprechenden Zellen übertragen wurden, sozusagen die Telefonleitung zwischen den Organen.

Aber die Experimente ergaben, dass diese Idee falsch war. Als die Wissenschaftler diesen Nerv trennten, zeigte das keinen Einfluss auf das Verhalten der Mesothelzellen. Stattdessen stellte sich heraus, dass diese Zellen eine direkte Kommunikation mit den von ihnen ausgekleideten Organen haben. “Wir denken, dass die cholinergen (Acetylcholin) Signale, von denen wir wissen, dass sie diese entzündungshemmende Reaktion vermitteln, nicht direkt vom Vagusnerv kommen, der die Milz durchdringt, sondern von den Mesothelzellen, die diese Verbindungen zur Milz bilden”, erklärt O’Connor.

Die Ergebnisse lassen die Forscher langsam verstehen, wie und warum Natron bei Autoimmunerkrankungen, einschließlich Arthritis, helfen kann. Weitere Forschungen zu diesen Mechanismen könnten dazu beitragen, die durch diese gemeinsame Verbindung erzielten Ergebnisse zu optimieren. “Es ist velleicht ein wirklich sicherer Weg, um entzündliche Erkrankungen zu behandeln”, schließt O’Connor seinen Forschungsbericht.

Die genannte Studie findet man hier

 

Christina von Dreien

 

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