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Schottische Ärzte können ihren Patienten jetzt die Natur verschreiben

23. Oktober 2018 | Bewusstsein | Spiritualität | Gesundheit | Ernährung | Medizin | Natur | Umwelt | connectiv.events

Ärzte in Shetland (Insel bei Schottland) können nun offiziell ihren Patienten einen Aufenthalt in der Natur verschreiben. Man nimmt an, dass es das erste Programm dieser Art in Großbritannien ist, zusätzlich gibt es einen Jahreskalender mit konkreten Empfehlungen, was man an der frischen Luft unternehmen kann. Die Vorteile eines Aufenthaltes in der Natur für die geistige und körperliche Gesundheit sind bewiesenermaßen vielfältig und vor allem nachhaltig. Die Auswirkungen zeigen sich nicht nur in der Psyche durch höhere Ausgeglichenheit, mehr Sauerstoff und bessere körperliche Konstitution, sondern auch bei Blutdruckserkrankungen beeinflusst Bewegung in freier Natur sowohl Hypertonie als auch Hypotonie (zu hohen und zu niedrigen Blutdruck), Herzerkrankungen werden positiv beeinflusst durch die mäßige und unanstrengende Bewegung, Stress wird reduziert, Angstzustände werden gemildert oder beseitigt. Diese, vom Gesundheitssystem geförderte Möglichkeit, ihren Patienten die Natur zu verschreiben besteht seit dem 5. Oktober und wird gut angenommen.

 

 

Es gibt für Ärzte und Patienten eine ganze Broschüre mit Vorschlägen, was man den Menschen für Aktivitäten in der Natur verschreiben kann. Das Programm ist liebevoll und einfallsreich zusammengestellt, voller amüsanter, charmanter, manchmal scheinbar abwegigen Vorschläge, die oft auch etwas Basteltalent erfordern: Im Februar können Sie aus einem Reifen und Stoff einen Windsack bauen, um „die Geschwindigkeit des Windes einzuschätzen“; Im März zeigt das Heftchen dekorative „Strandkunst“ aus natürlichen Materialien zum selbermachen. Oder „leihen Sie sich einen Hund und machen Sie einen Spaziergang“; Im April können Sie mit allen Sinnen „das Meer berühren“ und „ein Insektenhotel basteln“. Im Mai schlägt die Broschüre zum Beispiel vor „sein Gesicht im Gras zu begraben“; Im Juli können Sie „zwei verschiedene Arten von Gras auswählen und sie wirklich eingehend und aufmerksam betrachten“; Im August bekommt man gezeigt, wie man einen Wurm aus dem Boden holt, ohne ihn auszugraben oder Wasser dazu zu benutzen; Im September kommt praktischerweise und umweltfreundlich der Vorschlag, den Strand zu reinigen und eine Mahlzeit im Freien zuzubereiten. Im Oktober können Sie „eine Wolke schätzen“. Für den November steht die Anregung,“mit einem Pony zu sprechen“ auf dem Programm. „Füttern Sie die Vögel in Ihrem Garten“ ist die Empfehlung für Dezember, und noch so mancher Vorschlag mehr. Und das alles auf ärztliche Anordnung.

Da können wir von connectiv Ihnen, falls Sie Lust haben auch noch andere, lustige oder lehrreiche Vorschläge machen. Jetzt zum Beispiel, wo das Laub langsam aber in großen Mengen herunterkommt, spielen die Kinder hier „Herbstkönig“. Eigentlich ein Trick, mit dem man sie dazu bringt, im Garten beim Laub zusammenrechen zu helfen: Man versucht den größten Laubhaufen von allen zusammenzubringen. Wer den größten hat, ist der Herbskönig. Alle anderen müssen ihr Laub dann auf den Königshaufen tragen, und der Herbstkönig hat das Recht, sich als erster mit Gejohle vorwärts in das riesigen Laubkissen zu werfen. Das kann man auch als Erwachsene machen. Man hat Bewegung, am Ende ist der Garten sauber zusammengekehrt und es macht total Spaß, sich in den Laubhaufen zuwerfen und den Herbstgeruch einzuatmen. Man kann auch bei einem Spaziergang oder beim Zusammenrechen die schönsten und buntesten Herbstblätter sammeln zwischen Buchseiten trocknen und ein Herbstbild daraus zusammenstellen. Richtig edel sieht das zwischen zwei Glasscheiben aus und mit Goldstift ein romantisches, vielleicht sogar selbstgemachtes Herbstgedicht auf das Glas schreiben.

Der Aufenthalt und die Bewegung draußen ist in vielerlei Hinsicht gesund und gut. Macht man das regelmäßig, fängt man auch an, die Natur viel aufmerksamer wahrzunehmen, Tiere, Blumen, neue Pflanzen zu entdecken und die Veränderungen im Wechsel der Jahreszeiten, das Wetter, den Vogelgesang, Trittspuren von Tieren den Wechsel der Wildblumen usw. viel bewusster wahrzunehmen und zu verstehen.

Wenn Sie 90 Minuten Ihres Tages draußen in einem Waldgebiet verbringen, hat das einen direkten Einfluss auf ihre Gehirn und Ihre Psyche: Die Aktivität in dem Teil Ihres Gehirns, der typischerweise mit Depression verbunden istnimmt messbar ab. Zeit in der Natur zu verbringen, senkt nicht nur den Blutdruck senkt, mindert Angst und Streßund steigert das Glücksgefühl, es reduziert auch AggressionenADHS – Symptomeverbessert die Schmerzkontrolledas Immunsystem, und –laut einer Zusammenfassung der Forschungsergebnisse zu den gesundheitlichen Vorteilen eines Aufhaltens in der Natur – gibt es noch viel, viel mehr, was wir nicht wissen und jeden Tag neu herausfinden.

 

 

In dem Buch „Landmarks“ beklagte der Schriftsteller Robert Macfarlane die Diskrepanz zwischen der Landschaft und den Wörtern, die benutzt wurden, um diese Landschaft zu beschreiben und sich mit ihr zu beschäftigen, ebenso wie all die gefühlte Trennung, die damit verbunden ist. Das Buch wagte den Versuch, als eine Art Sammelbecken für Bezeichnungen und Worte zu dienen, von denen Macfarlane fürchtet, dass sie verloren gehen könnten. Es gibt in dem Buch Wörter der Sprache auf Shetland, wie Grumma (eine Luftspiegelung durch Nebel oder Dunst aus dem Boden aufsteigend), flaa (ein Stück Rasen, verfilzt mit Wurzeln von Heidekraut und Gras, von Hand ohne Spaten aufgerissen und im Stroh verwendet, etwas ähnliches, wie im Deutschen „Grassoden“), Skumpi (klobiger, plumper Torf; äußerster Torf in jeder Reihe, wenn die Torfmoore aus der Bank herausgeschnitten werden), Dub (sehr tiefes Moor oder Moor), Yarf (Sumpf), Iset (Eisfarbe: Isetgrey, Isetblue) und andere, oft nur noch den Alten geläufige Wörter. Sie zeugen von einer genauen Beobachtung der Natur, dem Wissen und Fühlen und Kennen deren Beschaffenheit und von dem Umgang mit Naturmaterialien und deren Eigenschaften im täglichen Leben.

 

 

Vielleicht fängt man ja auch an, solche altmodischen Wörter wieder in seinen Wortschatz aufzunehmen, weil sie soviel beschreiben von dem, was wir neu entdecken, weil wir uns dann mehr mit der Welt draußen beschäftigen. Vielleicht wird jemand, der von seinem Arzt mehr Zeit in der Natur verschrieben bekommt, sich nicht nur besser fühlen  – er könnte in seinen Kalender schreiben, dass die Waldwege mit Harsch bedeckt waren (Harsch nennt man die dünne Eisschicht, die sich auf dem Schnee bildet, wenn er in der Sonne obendrauf schmilzt, das Schmelzwasser aber schnell wieder zu einer Kruste friert, sobald die Sonne wandert und der Schnee im Schatten liegt). Oder ist es Firn? (Firn entsteht, wenn Schnee über ein Jahr lang liegt und die feineren Schneekristalle durch wiederkehrendes Auftauen und Gefrieren zu größeren graupelartigen, körnigen Gebilden verschmelzen). Sie könnten die Schönheit von Rauhreif in der Morgensonne entdecken und wie das angefrorene Gras riecht. Denn wenn sie sich wieder mit der Natur verbinden, werden sie sich wieder mit der Sprache der Natur verbinden, einer Sprache, die oft auch regionsspezifisch ist und eine ruhige, eigene Erinnerung mit sich führt, ein Gedächtnis, an das man sich immer mit dem Duft, dem Gefühl und der Stimmung des Moments erinnert. Schon, wenn Sie das lesen – verspüren Sie nicht das Echo einer Erinnerung dessen, was sie schon einmal gerochen, erlebt, gefühlt haben? Bilder, die aus Ihrer eigenen Erinnerung nach oben, an die Oberfläche treiben?

Sie brauchen keine Verschreibung durch einen Arzt. Gehen Sie einfach hinaus in die Natur und erleben Sie mit allen Sinnen.

 

 

 

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