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Ein Söldnerführer betätigte sich als Arzt in Südafrika. Sein Ziel: Schwarzafrikaner durch Aids zu dezimieren. Und es gibt Verbindungen zum Mord an Dag Hammarskjöld. Ein Thriller, jetzt als Doku verfilmt. Bild Statue Dag Hammarsköld: Wikipedia, Bengt Oberger, Bildlizenz: CC BY-SA 3.0, Hintergrund: Gedenktafel an Hammarskjöld in Wien, Wikimedia Commons, Ewald Judt, Bildlizenz: CC BY 4.

Ex-Söldner: Söldnertruppe versuchte, Aids zu verbreiten, um Schwarzafrikaner auszurotten

5. Februar 2019 | Kriege | Revolutionen | Kultur | Kultur | Kunst | Musik | Medizin | connectiv.events

Alexander Jones, ein ehemaliger Söldner, der bei einer Söldnertruppe in Südafrika kämpfte, tritt nun mit dem ungeheuerlichen Vorwurf an die Medien heran: Die Söldnertruppe soll in den 1980er und 1990er Jahren vorsätzlich Aids im südlichen Afrika zu verbreiten versucht haben. In einer Film-Dokumentation, die am letzten Wochenende beim Sundance Filmfestival uraufgeführt wurde, behauptet dieser ehemalige Söldner Alexander Jones, er habe vor drei Jahrzehnten als Geheimdienstoffizier beim Südafrikanischen Institut für Meeresforschung (SAIMR) gearbeitet, in dem damals vor allem Staatsstreiche und andere Gewalttaten in ganz Afrika geplant und organisiert wurden. Der Film beleuchtet auch die Umstände des unerklärlichen Mordes an einem jungen SAIMR-Rekruten im Jahr 1990. dessen Familie wegen ihrer Arbeit an einem Aids-Projekt ebendieser Gruppe in Südafrika und Mosambik getötet wurde.

 

 

Keith Maxwell, der damalige Anführer der Söldertruppe war von einer rassistischen und geradezu apokalyptischen Besessenheit wegen HIV / Aids getrieben. Maxwell schrieb damals über Aids als eine  Seuche, die – wie der er hoffte – die schwarzen Bevölkerungen dezimieren würde, die weiße Vorherrschaft festigen und konservative, religiöse Sitten zurückbringen würde. Das belegen die von den Filmemachern gesammelten Unterlagen.

Maxwell hatte keinerlei medizinische Qualifikation, führte aber Kliniken in armen, meist schwarzen Gebieten in der Nähe von Johannesburg. Er behauptete, Arzt zu sein. Das verschaffte ihm Gelegenheiten zu unheimlichen Experimenten, sagt Jones in dem Film „Cold Case Hammarskjöld „. Die Filmemacher recherchierten das SAIMR, weil sie die Verantwortung für den mysteriösen Flugzeugabsturz von 1961 übernahm, der den damaligen UN-Generalsekretär Dag Hammarskjöld getötet hatte.

Der UN-Generalsekretär starb aber nicht direkt durch den Flugzeugabsturz. Den überlebte er sogar. Er wurde durch einen Kopfschuss regelrecht hingerichtet: Der norwegische Generalmajor Bjørn Egge, der als erster UN-Offizier die Leiche von Dag Hammarskjöld gesehen hatte, gab in einem Interview im Jahr 2005 mit der Zeitung Aftenposten zu, dass der Verstorbene ein Einschussloch in der Stirn hatte, dieses aber auf den folgenden Fotos wegretuschiert wurde.

Hier der offizielle Trailer zur Doku:

 

 

Screenshot aus dem Trailer: Die Leiche Dag Hammarskölds – der Crash war kein Unfall sondern Mord.

 

 

„Wo könnte es leichter sein, an Versuchskaninchen zu kommen, als in einem Apartheidsystem?“, fragt Jones im Film. „Schwarze Menschen haben keine Rechte, sie brauchen ärztliche Behandlung. Ein weißer „Philanthrop“ kommt herein und sagt: ‚Weißt du, ich werde diese Kliniken eröffnen und dich behandeln.‘ Und in Wirklichkeit ist er inzwischen der Wolf im Schafspelz.“

Ein Schild mit der Aufschrift „Dokotela Maxwell“ hängt noch immer an der Seite eines Büros in Putfontein, in dem sich die Einheimischen an einen angesehenen Mann erinnern, der ein de-facto- Monopol für die Gesundheitsfürsorge der Region hatte. Er bot seltsame Behandlungen an. Dazu gehörte unter anderem, Patienten durch „Schläuche“ zu stecken, die ihm angeblich erlaubten, in ihren Körper zu sehen. Er gab auch „falsche Spritzen“, sagte Ibrahim Karolia, der auf der anderen Straßenseite einen Laden führte.

 

 

Jedwedes Interesse, das Maxwell in der Öffentlichkeit an Aids zeigte, war wohlwollend. Claude Newbury, ein Anti-Abtreibungsarzt, der den Söldnerführer damals kannte, bestätigte, dass Maxwell keine medizinischen Qualifikationen hatte, beschrieb ihn aber als einen engagierten Menschenfreund. „Er war gegen Völkermord und versuchte, ein Heilmittel gegen HIV zu finden“, sagte Newbury den Filmemachern.

Ein bizarres Johannesburg Sunday Times- Interview mit Teenager-Fähnrich Debbie Campbell bei SAIMRs im August 1989 zeigt ein Foto eines Teenagers mit Lockenkopf, der Wasserverschmutzung-Messungen durchführt und in dem Artikel über die Suche nach einem Heilmittel für HIV / Aids spricht. Aber der fröhlich-gesunde Eindruck hinterlässt Zweifel. Sie erzählt, sie sei im Alter von 13 Jahren von der Schule weg für SAIMRs rekrutiert worden. Schwer vorstellbar, dass eine internationale Söldnergruppe ein wohlmeinendes Interesse an vorpubertären Mädchen als vertraglichen Mitarbeitern hat.

Die von den Filmemachern gesammelten Dokumente scheinen schlüssig zu belegen, dass sich Maxwells private Ansichten doch sehr von seiner „öffentlichen Persönlichkeit“ unterschieden. Die Zeitungsberichte deuten auf eine makabre Freude über das Auftreten einer Epidemie an. In einem Aufsatz schreibt er: „Südafrika kann durchaus bis 2000 eine weiße Mehrheit erreichen – bei einer Stimme pro Mann. Religion in ihrer konservativen, traditionellen Form wird wiederkehren. Abtreibung auf Abruf, Drogenmissbrauch und die anderen Exzesse der 1960er, 70er und 80er Jahre werden keinen Platz mehr in der Post-Aids-Welt haben.“

 

Interview der Zeitschrift „Sunday Times of South Afric“a mit der Jugendlichen Debbie Campbell im August 1989. Foto: The Sunday Times

 

Diese Zeitungsberichten lesen sich wie der Fiebertraum eines Mannes, der sich als der Josef Mengele Südafrikas sah. Es gibt detaillierte, wenn auch manchmal bruchstückhafte Berichte darüber, dass er plante, das HIV-Virus zu isolieren, zu verbreiten und so gegen Schwarzafrikaner eingesetzt werden. Weniger klar ist, ob er überhaupt die Sachkenntnis oder das Geld hatte, um seine albtraumhaften Visionen umzusetzen. Vielleicht aber doch: Alexander Jones, das ehemalige SAIMR-Mitglied, behauptet aber, genau getan zu haben. „Wir waren in Mosambik involviert und verbreiteten das Aids-Virus durch (absichtliche) Infektion bei unseren medizinischen Programmen“, sagt er.

Zumindest ein anderes SAIMR-Mitglied äußerte aber offenbar Bedenken hinsichtlich dieser angeblich medizinischen Programme der Gruppe geäußert. Dagmar Feil war eine Meeresbiologin, die von ihrem Freund angeworben wurde. 1990 wurde sie vor ihrem Haus in Johannesburg ermordet. Ihre Verwandten sind der Überzeugung, dass der Mord mit ihrer Arbeit am Aids-Programm der SAIMR zu tun hatte. „Meine Schwester kam zu mir und sie sagte, sie müsse sich mir anvertrauen“, sagte ihr Bruder Karl Feil den Filmemachern. „Sie saß bei mir und sagte, sie fürchte, man werde sie sie töten.“ Sie sagte, drei oder vier andere in ihrem Team seien bereits ermordet worden, aber als er sie fragte, welches Team sie meinte, sagte Dagmar, sie könne mir das nicht sagen. „Das Thema Aids-Forschung wurde mehrmals aufgegriffen, ziemlich locker in Gesprächen, aber ich habe nie zwei und zwei zusammengezählt“, sagt Feil im Film. Stattdessen bat Dagmar Karl, mit ihr in die Kirche zu gehen, damit sie „mit Gott im Reinen sei“. Wochen später war sie tot.

 

SAIMR-Mitglied Dagmar Feil, die 1990 in Johannesburg ermordet wurde.

 

Alexander Jones kannte Dagmar Feil. Ihr Tod geschah nach einer Reise nach Mosambik. Diese Reise beschreibt Jones als Grundlage für das medizinische Experiment der Gruppe. „Sie (Dagmar Feil) wurde für die medizinische Forschung rekrutiert“, erläutert er. „Sie kam gut voran und wurde Teil des inneren Kreises der Operationen. Sie ging nach Mosambik, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen, und … dann sprach sich herum, dass sie aussagen würde.“ Dagmar Feils Familie hat jahrelang versucht herauszufinden, was mit ihr passiert ist, aber die Polizei zeigte wenig Interesse an dem Fall, sagt ihr Bruder. Während dieser Zeit, so die Familie, Habe ein anderes SAIMR-Mitglied ihnen Unterlagen gegeben, die anscheinend Maxwells Memoiren sind und seinen Bericht über SAIMR. Später gaben sie den Filmemachern Einsicht in die Papiere.

Dagmar Feils Mutter wandte sich auch mehrere Male an Südafrikas Wahrheits- und Versöhnungskommission, sagte Karl Feil. Sie bat darum, die Ermordung ihrer Tochter als Teil einer größeren Verschwörung zu untersuchen, wurde aber abgewiesen. Obwohl diese Kommission zum ersten Mal die Existenz von SAIMR der Welt enthüllte, war das Team einfach überlastet und musste sich mit falschen Geständnissen auseinandersetzen. Die Familie hatte alle Hoffnung auf die Aufdeckung der Wahrheit durch diese Kommission gesetzt, aber diese Chance entglitt ihnen und schwand. „Sie wollten ihr nicht zuhören“, sagt Karl Feil. „Sie wollten dieses Thema überhaupt nicht diskutieren.“

 

Von , Andreas Rocksen and Mads Brügger
(Andreas Rocksen war Co-Produzent und Mads Brügger führte Regie bei Cold Case Hammarskjöld. Es wurde von DocSoc unterstützt)

 

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