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Sulfonamid-Braten oder wie wir uns, die Tiere und die Umwelt vergiften

13. Juni 2019 | Gesundheit | Ernährung | Medizin | Natur | Umwelt | Die Unbestechlichen

von Katja Kutza

Der viel zu hohe Einsatz von Antibiotika und Hormonen, vor allem in der Massentierhaltung, ist ja längst bekannt. Aber wussten Sie auch, dass zusätzlich Sulfonamide verabreicht werden?

Als Sulfonamide bezeichnet man eine Gruppe synthetischer chemischer Verbindungen mit antimikrobieller Wirkung – also ein chemisch hergestelltes Antibiotikum. Doch im Gegensatz zu diesem töten Sulfonamide die Bakterien nicht direkt ab, sondern hindern sie durch chemische Prozesse an der Vermehrung.

Jedoch verhindern sie nicht nur die Vermehrung von Bakterien und wirken somit entzündlichen Prozessen bzw. Infektionen entgegen, sondern blockieren die Zellen – ähnlich wie Kortison. Ein Nebeneffekt davon ist, dass die Tiere hierdurch Wasser im Gewebe ansammeln und somit viel schneller zunehmen und so ihr Schlachtgewicht in kürzester Zeit erreichen. Und so wird vom großen, rohen Sonntagsbraten am Ende des Schmorvorganges nur noch die Hälfte des Fleisches übrig bleiben …

 

https://misterwater.eu

 

Sie ahnen es? Genau! Das bleibt nicht ohne Folgen für den Menschen, der dieses Fleisch regelmäßig verzehrt. Man nimmt demnach mit dem Verzehr nicht nur Antibiotika, Hormone und Kortison auf, sondern eben auch reichlich Sulfonamide.

Wie ich bereits in meinem Buch Giftdeponie Mensch beschrieben habe, ist es wichtig, dass die körpereigene Entgiftung gut funktioniert, damit schon alleine die im Körper entstehenden Gifte bzw. Abfallprodukte, die völlig natürlich bei Stoffwechselprozessen entstehen, ausgeschieden werden können. Dazu kommen natürlich noch Gifte aus der Umwelt – zum Beispiel aus Amalgamvergiftungen, Impfungen und eben der Nahrung.

Wenn man nun dieses Fleisch verzehrt, bekommt man nicht nur Probleme mit beispielsweise dem Darm durch das Antibiotikum (wodurch wiederum eine Pilzbelastung entstehen kann), sondern auch durch die Sulfonamide, welche die Entgiftung immens blockieren können (durch das Dichtmachen der Zellen). Dadurch fühlt man sich aufgeschwemmt, müde, schlapp, leicht reizbar, und es können Schwindelgefühle, Migräne, Nackenprobleme, Kopfschmerzen (oft einseitig), depressive Verstimmungen, Hautprobleme, Konzentrationsschwierigkeiten sowie Heißhungerattacken (!) auftreten.

Langfristig gibt es hier nur eine Lösung: Nicht nur aus moralischen, sondern eben auch aus gesundheitlichen Gründen auf Fleisch aus Massentierhaltung vollständig zu verzichten!

 

 

 

Aber der viel zu hohe Einsatz von Sulfonamiden und Antibiotika hat nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch andere weitreichende Konsequenzen durch die damit immer resistenter werdenden Bakterien gegenüber Antibiotika. Es wird sogar angenommen, dass bis zum Jahr 2050 mehr Menschen infolge einer Infektion durch multiresistente Bakterien sterben als an Krebs.

Hierzu ein Auszug aus einem Bericht der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNWP):

„,Jährlich gelangen etwa 20.000 Tonnen Sulfonamide in die Umwelt‘, berichtet Philippe Corvini vom Institut für Ecopreneurship der HLS. Er erforscht federführend in mehreren Projekten Bakterien, die gegen Sulfonamide Resistenzen gebildet haben. Der Biotechnologe erklärt: ‚Der Weg in die Umwelt führt zuerst in die Kläranlage. Der dortige Klärschlamm besteht zu einem großen Teil aus Bakterien, die den organischen Schadstoffeintrag, also Kohlenwasserstoff, abbauen. Sulfonamide gelangen in Konzentrationen in die Kläranlage, in denen sie nicht wirksam, wohl aber vorhanden sind. Damit können sich Bakterien ideal auf diese Stoffe einstellen.‘ Das Forschungsteam um Corvini hat dies gezeigt, indem sie Bakterien aus Kläranlagen in einem Nährmedium kultiviert und mit verschiedenen Sulfonamiden versetzt haben. Bereits vor einigen Jahren konnten die Forschenden so Bakterienkulturen nachweisen, die gegen Sulfonamide resistent waren. Und mehr noch: Die Bakterien werden nicht nur widerstandfähig, sondern können sich von den Sulfonamiden sogar ernähren und diese vollständig zu Kohlendioxid verstoffwechseln. ‚Die Bakterien sind also gegen das Antibiotikum doppelt bewaffnet‘, bringt es Corvini auf den Punkt. ‚Wir sprechen in so einem Fall von Superresistenz.‘“

 

 

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https://dieunbestechlichen.com/2018/11/sulfonamide-und-die-unterschaetzte-gefaehr-von-chemisch-hergestellten-antibiotika-video/
Bildredakteur:

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Textredakteur:

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Quelle:

Die Unbestechlichen

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