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Technogötter: Vorzeitliche Hochtechnologie und verschollene Zivilisationen (Teil 1)

14. Dezember 2017 | Geschichte | Grenzwissenschaften | Wissenschaft | Forschung | Pravda TV

War die Entwicklung der menschlichen Kultur und Zivilisation ganz anders? Gab es vor der Menschheit bereits eine andere Menschheit? Die Geschichte unserer Zivilisation ist kein gradliniger und lückenlos geklärter Verlauf, wie es auf den ersten Blick den Anschein haben mag. Von der Vorzeit bis in die Gegenwart existieren Mythen, Funde, Überlieferungen, Monumente und Phänomene, die der wissenschaftliche Forscherdrang bis heute nicht vollständig klären konnte. Angefangen bei den frühesten Mythen und Monumenten der Menschheit bis in das moderne Zeitalter geben ungelöste Fragen der Wissenschaft Rätsel auf.

Nicht alle angeblichen Rätsel sind es bei näherem Hinsehen auch – doch unsere Vergangenheit ist bis auf den heutigen Tag eine rätselhafte Geschichte, mit bemerkenswert großen Lücken. Der bekannte Autor und Journalist Roland Roth begibt sich in diesem spannenden und aktuellen Sachbuch auf die Spuren vergangener High Tech Zivilisationen in der grauen Vorzeit und somit in unsere eigene, tiefgreifende Vergangenheit – oftmals mit verblüffenden Ergebnissen.

Vorwort

Versunkene Städte? Untergegangene Zivilisationen? Die angeblich aufgeklärte Welt von heute hat stets dazu geneigt, solche Berichte leichtfertig abzutun. Doch die Ereignisse des November 1963 hätten eigentlich wachrütteln müssen, wie unberechenbar die Natur sein kann. Damals erlebte man die unerbittlichen Kräfte, denen wohl auch so viele untergegangene Kulturen zum Opfer fielen. Der Kapitän eines Fischkutters funkte seine Position vor der isländischen Südküste durch, um eine große, schwarze Rauchwolke zu melden, die über dem Meer aufstieg. Man beobachtete mit Entsetzen, wie Explosion auf Explosion aus den Tiefen hervorbrach. Steinmassen wurden über 200 Meter in die Luft geschleudert und der Rauch stieg mehr als dreitausend Meter hoch auf.

Allmählich tauchte eine schwarze, massige Form aus dem Ozean auf. Es war die Spitze eines Vulkanberges, der aus den Tiefen emporwuchs. Innerhalb von nur 24 Stunden hatte das Eiland die Höhe eines Hauses. Innerhalb einer Woche erhob sich sein Gipfel bereits über siebzig Meter aus dem Wasser und bereits zwei Jahre später hatte das Eiland einen Durchmesser von mehr als eineinhalb Kilometern. Die Isländer gaben der neugeborenen Insel den Namen Surtsey, nach Sutur, dem Gott des Feuers in der altnordischen Mythologie. Surtsey steht heute unter Naturschutz und darf nur zu wissenschaftlichen Zwecken betreten werden. Sie ist von Vögeln, Insekten und Pflanzen bewohnt und beweist, dass ein Land ebenso schnell aus der Tiefe auftauchen kann wie ein altes in Feuer und Rauch untergehen kann.

Durch die Archäologie können wir uns heute interessante Einblicke in unsere eigene Vergangenheit bescheren, denn die menschliche Rasse war seit jeher begierig, ihren Ursprung kennenzulernen. Diese Wissbegier ist einer der vielen Wesenszüge, die uns von der Primitivität abhebt. Die Menschen haben nicht nur das Verlangen, sich ihrer Geschichte und ihres Anfangs bewusst zu werden, sondern es ist sozusagen eine Verpflichtung an uns und unseren Vorvätern gegenüber, das Wissen unserer Zivilisation zu bewahren.

Wir sind wissbegierige Lebewesen, stark daran interessiert, woher wir gekommen sind, und wenn wir unsere Vorfahren mit all ihren Sitten und Bräuchen, all ihren Errungenschaften kennenlernen, hilft uns das vielleicht, zu verstehen, wohin unser Weg führt. Denn nur wer Licht in das Dunkel der Vergangenheit bringt, kann bereit sein für die Zukunft. Versunkene und sagenhafte Städte wurden auf diese Weise wiederentdeckt und mit ihnen wieder ein Bruchstück mehr über die Geheimnisse der Geschichte.

Es gab viele archäologische Glanzpunkte in unserer heutigen Zeit, Ausgrabungen an den ägyptischen Pyramiden lassen einstmals prachtvolle Tempel zum Vorschein kommen, und bereits in die Welt der Sagen abgeschriebene Städte werden entdeckt, wie u.a. in Mesopotamien, wo uralte Orte vom Anbeginn unserer Zivilisation quasi emporgehoben wurden. Man fand Städte in den Wüsten Ägyptens, Israels, Jordaniens, des Iraks und in anderen Teilen des mittleren Ostens, teilweise bestanden diese alten Stätten bereits in biblischen oder vorbiblischen Zeiten, einige Reste alter Kulturen mögen gar noch weit vor der Sintflut existiert haben.

Im Laufe der archäologischen Forschung haben sich gerade in der Altersbestimmung mancher Relikte heiße Diskussionen ergeben. Als eines der aktuellsten und interessantesten Beispiele mögen die Pyramiden von Gizeh und die Sphinx dienen, deren Alter bisher auf lediglich 5.000 Jahre geschätzt wurden, was eine Entstehungszeit von ungefähr 3000 v.Chr. entsprechen würde. Doch hier summierten sich Zweifel bis in höchste akademische Kreise, da einige Forschungsergebnisse auf ein Alter von mehr als 10.000 Jahren verweisen. Stehen wir nun kurz davor, unsere zu sehr liebgewonnene Geschichtsschreibung in völlig neuen Maßstäben und Zeitdimensionen zu messen?

Doch sehen wir uns noch einige besonders interessante Kulturen an. Neben der ägyptischen Kultur, die für sich allein schon ein gewaltiges Beispiel menschlicher Entwicklung war, entstanden im heutigen Iran die großen Völker der Sumerer, später die der Babylonier und Assyrer. Nicht zuletzt der Bibel verdanken wir Informationen über diese Kulturen und deren wichtigsten Städte, wie Ur, Babylon, Assur, Ninive, Nimrud und Jericho, deren Lage in mühevoller Detektivarbeit ermittelt und erforscht werden konnten.

Jedoch gibt uns die Existenz dieser Städte auch viele Rätsel auf, beispielsweise die Frage, woher die doch relativ hohe Kultur der Sumerer stammt, die ohne klar erkennbare Entwicklungsstufen aus dem Boden „gestampft“ wurde.

Viele tausend Jahre schliefen die Stätten des Altertums tief unter der Erde, ihre einst so stolzen Mauern zerstört und zerfallen. Ihre Herrscher ruhten in goldenen und pompösen Grabstätten. Über ihren dunklen Grüften aber, im hellen Licht der Sonne, ging das Leben weiter. Völker zogen vorüber und mit ihnen ganze Zivilisationen. Die Zeit verging und die neuen Städte, die auf den Ruinen der vergangenen erbaut worden waren, wurden ebenfalls alt, zerbröckelten und versanken in der Vergessenheit. Und die Erde bedeckte alle menschlichen Werke.

Fast jeder von uns kennt die Sage vom Trojanischen Pferd: 10 Jahre lang hatten die Griechen vergeblich versucht, Troja zu erobern. Schließlich ersannen sie eine List und täuschten einen Rückzug vor, während sie ein riesiges hölzernes Pferd vor den Stadttoren zurückließen. Die Trojaner nahmen das Pferd als Geschenk und Siegestrophäe mit in die Stadt, worauf aus seinem Inneren die griechischen Krieger aus ihrem Versteck kamen und die Stadt eroberten.

Was lange Zeit als Fabel des Dichters Homer in seinem Epos „Ilia“ aus dem 8. Jh. v.Chr. galt, nahm der Geschäftsmann und Archäologe Heinrich Schliemann beim Wort und war sich sicher, dass Troja wirklich existierte. 1868 machte er sich auf die Suche nach dem ursprünglichen Standort und den Resten dieser sagenumwobenen Stadt und wurde schließlich auf dem Hügel Hisarlik (türk. kleine Burg) fündig.

Von 1871 bis 1890 fand er viele Hinweise auf Troja, entdeckte aber nicht nur eine Stadt, sondern mindestens neun! Immer, wenn der Ort über die Jahrtausende hinweg zerstört wurde, hatte man ihn nämlich wieder aufgebaut, sodass immer mehr Schichten entstanden. Heute werden sie Troja I bis Troja IX genannt. Die ältesten Spuren reichen dabei bis etwa 3.000 v.Chr. zurück. Im 5. Jh. n.Chr. vernichtete ein Erdbeben die Stadt endgültig. Auch wenn Homers Erzählungen in seinem Wahrheitsgehalt heute noch ein Streitpunkt ist, zeigt sich uns eine Jahrtausende alte Spur in die Vergangenheit.

Pompeji, Wandmalerei in einer römischen Villa der feinen Gesellschaft (Bild: Pixabay)

Auch römische Städte wie Pompeji und Herkulaneum vermitteln uns heute ein interessantes Bild aus der Vergangenheit, die durch einen urplötzlichen Vulkanausbruch unter Asche begraben wurden. Pompeji bei Neapel, zu Füßen des Vesuvs, wurde am 24. August 79 n.Chr. durch den verheerenden Vulkanausbruch in Schutt und Asche gelegt. Das genaue Datum weiß man, weil ein antiker Autor, Plinius der Jüngere, von dem Ausbruch berichtete. Er konnte vor den glühenden Massen fliehen. Ruinenreste wurden bereits Ende des 16. Jh. beim Bau einer Wasserleitung entdeckt, doch erst 1748 begannen die Forschungen.

Die systematische Ausgrabung begann sogar erst 1860, wobei die Stadtviertel nacheinander freigelegt wurden. Das Interessante an Pompeji ist die mehr als 6 Meter dicke Lavaschicht, die wie an kaum einem anderen Ort vieles konserviert hat. So geht man heute durch die Gebäude, gepflasterte Straßen und Gärten wie einst die Pompejaner. Man beschreitet den Marktplatz, das Forum, ein Theater und Thermen, die großen Badehäuser. Und sogar eine antike Imbissbude gab es in Form einer Garküche im Zentrum der Stadt.

Doch machen wir einen kontinentalen Sprung und betrachten uns die alten Städte der Anasazi – Indianer, die im Südwesten der USA auf dem Gebiet der heutigen Staaten Arizona und New Mexico lebten. Der Name Anasazi bedeutet so viel wie die „Uralten“, die „Vorfahren eines anderen Volkes“. Ihre Kultur entwickelte sich bereits zu Beginn des 1. Jh. n.Chr. Um etwa 700 begann die sogenannte Pueblo-Periode. Die Bezeichnung stammt von dem Spanischen Wort „pueblo“ (Dorf) ab.

Die Anasazi, die Ahnen der heutigen Pueblo-Indianer, lebten seit dieser Zeit in oberirdischen Dörfern zusammen. Im Chaco Canyon beispielsweise lebten sie fast ausschließlich von der Landwirtschaft. Eines der größten Dörfer, die man dort entdeckte, war der Pueblo Bonito (span. das hübsche Dorf) mit einer Bevölkerungszahl von etwa 1000 Menschen. Mehr als 600 rechteckige Räume waren terrassenförmig auf vier Stockwerke angelegt. Die einzigartige Bauweise spendete im Sommer frische, wohltemperierte Luft und im Winter hielt sie die Kälte ab.

Warum die Anasazi im 12. Jh. ihre Pueblos verließen, ist eines der größten archäologischen Rätsel. Lag es an der Dürreperiode um 1130? Aber hätten sie dann Felsensiedlungen wie jene im heutigen Mesa Verde Nationalpark gegründet, die sie um 1300 abermals aufgaben? Bis heute ist unklar, ob Seuchen, Hunger oder andere Einflüsse eine Rolle spielten.

Besonderen Augenmerk verdienen auch die Städte im mittel- und südamerikanischen Dschungel. Ohne rege Verbindung mit den Menschen aus Europa und Asien entwickelten sich ebenfalls große Zivilisationen wie die Mayas, Teotihuacanos, Olmeken oder Azteken. Diese Kulturen scheinen aus verwandten Ursprüngen entstanden zu sein, entwickelten sich aber zu verschiedenen, epochalen Zeiten. Doch der hohe kulturelle Standard dieser alten Völker ist bemerkenswert.

(Teil 2 folgt)

Pompeji, Säulen im Innenhof einer römischen Villa (Bild: Pixabay)

 

 

 

 

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Bildredakteur:

Niki Vogt

Textredakteur:

Niki Vogt

Quelle:

Pravda TV

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