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Bild: Webseite RAF Berlin

Tri-Tra-Trullalla, die RAF ist wieder da?

21. Februar 2018 | Kriege | Revolutionen | Politik | Geo-Politik | Psychologie | Gesellschaft | Die Unbestechlichen

von Niki Vogt

Kennt einer von unseren unter vierzigjährigen Lesern noch die RAF? Nein? Das war eine extrem linksstehende Truppe von Terroristen, die genau vor 40 Jahren den Höhepunkt ihrer Wirkung entfaltete. Bei der „Offensive 77“ verübte die RAF (Rote Armee Fraktion) den Mordanschlag auf Generalbundesstaatsanwalt Siegfried Buback. Der Dresdner Bank Chef Jürgen Ponto wurde bei einem misslungenen Entführungsversuch von der RAF erschossen und Anfang September gelang die Entführung des Arbeitgeberpräsidenten Hanns-Martin Schleyer, der ebenfalls nach anderthalb Monaten Gefangenschaft und Hin- und Her-Verhandelns ermordet wurde. Insgesamt gehen 34 Morde auf das Konto der 1970 gegründeten Terrororganisation. Sie löste sich 1998 selbst auf. Die Opfer der Anschläge stammten aus den oberen Etagen der Politik, Wirtschaft und Verwaltung und deren zur Tatzeit anwesendem Personal wie Fahrer, Polizisten oder auch Soldaten. Dazu kamen noch Banküberfälle, Geiselnahmen von Anwesenden und Sprengstoffattentate. Über 200 unbeteiligte Verletzte verbreiterten die Blutspur der RAF.

Die Geschichte der Organisation liest sich wie ein Thriller. Alle Medien betonen immer wieder, dass diese – nicht einmal zahlenmäßig starke Truppe – die Bundesrepublik Deutschland 28 Jahre lang in Atem halten konnte. In den zwanzig Jahren ihrer Hoch-Zeit betrug die Anzahl der zum terroristischen Kern gehörenden Personen nur zwischen 60 und 80 Personen, und bis auf wenige Showdowns wie Bad Kleinen konnte die Truppe all die Jahre die Geschehnisse diktieren und aus dem Untergrund heraus handeln. Sie hatte gute Verbindungen zu französischen, italienischen, belgischen und palästinensischen Terroristen.

1993 verübte die RAF ihren letzten Anschlag. 1998 erklärte sie die Selbstauflösung. Im Juni 2011 verließ das letzte RAF-Mitglied nach verbüßter Strafe das Gefängnis. Drei Mitglieder der ehemaligen Raf konnten sich bis heute dem Zugriff der Behörden entziehen und werden immer noch per Haftbefehl gesucht. Die RAF war Geschichte und man hörte nichts mehr davon. Es gibt viele Filme und Bücher über diese Zeit.

Seit Januar 2017 gibt es aber eine Webseite, die sich mit leicht verändertem RAF-Logo als immer noch existierende Rote Armee Fraktion geriert und sich ganz offensichtlich aus dem „harten Kern“ der Antifa rekrutiert. Der erste Eintrag vom 31. Januar 2017 gilt einem Marsch von Potsdam nach Berlin für den Kurdenführer Abdullah Öcalan (PKK). Der neueste vom 15. Februar 2018 dem Frauenmarsch in Berlin.

Noch interessanter ist eine öffentliche RAF-Erklärung vom 12. Februar 2018, die auf der Webseite von Daniela Klette und Raymund Martini mit dem Namen „telavivpress.org“ erschienen ist. Auf der Homepage prangt das Original-Logo der RAF, der fünfzackige, rote Stern mit Maschinenpistole (Die RAF-Berlin-Seite lässt die Maschinenpistole weg).

In dieser öffentlichen Erklärung werden vier Forderungen gestellt:

„Unsere Anliegen wären:
Einstellung der Fahndung und Ermittlungen sowie Rehabilitierung in Sachen Daniela Klette sowie Zusicherung auf freien Abzug in ein Land unserer Wahl.
Einstellung der Fahndung und Ermittlungen in Sachen Ingeborg Barz und Friederike Krabbe.
Aufhebung der Verbote gegen PKK (ggf. auch kurdische Parteien und Gruppen) und KPD und angeblich sympathisierte Gruppen sowie Rehabilitierung inhaftierter bzw. verfolgter Personen.
Eine förmliche Entschuldigung der Deutschen Regierung gegenüber dem jüdischen und kurdischen Volk.“

Da stellen sich einige Fragen.
Daniela Klette ist eine der immer noch gesuchten RAF-Terroristinnen. Sie wird dieses Jahr 60 Jahre alt. Sie ist Mitverfasserin dieser Erklärung und betreibt mit Raymund Martini die Telaviv-RAF-Seite, auf der die Erklärung erschien. Beide wollen anscheinend nur noch ihre Ruhe und freien Abzug in ein Land, wo sie in Frieden alt werden können.
Das ist menschlich verständlich. Aber dazu eine RAF-Erklärung? Und glauben die zwei alten Leute allen Ernstes, dass, selbst wenn sie eine solche Zusage bekämen, die Bundesrepublik diese auch einhalten würde? Sollte es tatsächlich immer noch (oder plötzlich wieder?) einen so heftigen Fahndungsdruck geben, dann hat das auch seine sehr dringenden Gründe und wird nicht nur aus Nostalgie oder Rechtssicherheitsgründen so gemacht. Wir alle wissen, dass Straftaten nur dann verfolgt werden, wenn das dem Staat angebracht erscheint. Man könnte vermuten, dass die noch in Freiheit lebenden RAF.Terroristen über Hintergrundwissen verfügen, das für die Bundesrepublik von großer Bedeutung ist. Oder dass aus irgendeinem tieferliegenden Grund Druck auf diese Leute ausgeübt werden muss.  Hier auf ein Einlenken des Staates und Worttreue zu vertrauen wirkt seltsam gutgläubig von ehemaligen Terroristen.

Beachtenswert ist die als selbstverständlich vorgetragene Nähe und das Bekenntnis zum Zusammenwirken der RAF-Veteranen zur Antifa Hier finden wir auch ein PDF mit einer Stellungnahme zur Zusammenarbeit mit der Antifa:

 

Ingeborg Bartz würde, falls sie noch lebt, im Juli 70 Jahre alt. Die gilt lediglich als „mutmaßliches Mitglied“ der RAF. Seit 1972 gilt sie als vermisst. Es existiert eine Aussage des ehemaligen RAF-Mitglieds Gerhard Müller, dass sie 1972 von Andreas Baader, einem Terroristen des harten RAF-Kerns, ermordet worden sei.
Warum ist es wichtig, dass eine so alte Frau, sollte sie denn noch leben, immer noch von den Behörden gesucht und gegen sie ermittelt wird. Und warum wird diese Forderung öffentlich gestellt?

Dasselbe gilt für Friederike Krabbe, für die man ebenfalls ein Ende der Fahndungen und Ermittlungen fordert. Auch Frau Krabbe ist im vorgerückten Alter von 68 Jahren. Ihr Name ist allerdings schon seit 2012 von den Fahnungslisten der BKA gestrichen.

Diese Forderungen lesen sich eigentlich mehr wie eine Kapitulation und eine Sehnsucht nach einem Lebensabend in Frieden, als nach einem kriegerischen Manifest. Nur, warum melden sich diese Leute jetzt in der Öffentlichkeit damit? Was ist eingetreten, dass sie sich aus ihrem offenbar unauffindbaren Versteck überhaupt melden?
Die letzten zwei Forderungen sind politischer Art und dermaßen unrealistisch, dass man sie entweder als martialische Camouflage für die leise Bitte nach einem ruhigen Lebensabend auffassen kann, oder als Ankündigung eines neuen Auftaktes von Terror … den aber die jüngere Antifa-Generation dann auszutragen hätte. Angesichts der prominent fettgedruckten Versicherung, man rufe nicht zu Straftaten auf und der Betonung, man habe sich deeskalierend verhalten und der öffentlichen Verkündung, bei Razzien sei ja nichts Verbotenes gefunden worden entsteht der Eindruck, dass sich tatsächlich seit einiger Zeit auf der linken Antifa- und RAF-Veteranen-Szene irgendetwas ganz Neues tut.
Seit Anfang 2017 gibt es die Antifa-gestützte Neu-RAF-Seite, seit Januar 2018 erst die Telaviv-RAF Seite. Was geht da vor?

Eine weitere, von der Telaviv-RAF-Seite verbreitete Erklärung der RAF-Veteranen enthält einen dezenten Hinweis, in welche Richtung das gehen könnte:

 

Noch einmal eine Beteuerung, die Deeskalation zu begrüßen und keinesfalls zu Straftaten aufzurufen. Und die verdeckte Drohung, die RAF sei zwar aufgelöst worden, das sei aber noch nicht das Ende der RAF, sondern habe mit internen Problemen zu tun, die man aufgearbeitet hat.

Der Satz: „Anderslautende Angaben sind falsch und werden womöglich im Rahmen von Repressionen verbreitet.“, gibt zu denken. Wenn jemand falsche Informationen über die RAF verbreitet, welche Repressionen sind denkbar? Wozu gräbt man den totgeschlagenen Hund wieder aus? Warum sollte das Thema plötzlich wieder aufgewärmt werden? Wozu könnte der Staat möglicherweise das Thema RAF in Neuauflage brauchen?

In diesem Zusammenhang sollte man sich mit den Hintergründen der Ermordung des Generalbundesanwaltes Siegfried Buback und Alfred Herrhausens beschäftigen.

Alfred Herrhausen war Vorstandssprecher der Deutschen Bank und eine Ausnahmeerscheinung unter den Spitzenmanagern. Er forderte einen Schuldenerlass für die unter der Zins- und Schuldenlast ächzenden Drittweltländer. Ein Vorstoß, den die RAF hätte gutheißen müssen. Die globale Finanzwelt dagegen war außer sich über diesen Vorschlag. Alfred Herrhausen wurde durch eine Bombe getötet.

Diese Bombe von der Größe einer Tasche war auf den Gepäckträger eines Fahrrads installiert worden, eine militärische Hohlladungsmine aus der Technologie panzerbrechender Waffen. Als das Fahrzeug Herrhausens durch eine vorher installierte Lichtschranke fuhr, explodierte die TNT-Ladung, deren exakt ausgerichtete Druckwelle genau die hintere Seitentür des gepanzerten Mercedes S-Klasse und damit Alfred Herrhausen traf. Ein abgesprengtes Teil der Autotürverkleidung durchschnitt den Oberschenkel Herrhausens. Das dahinter fahrende Begleitfahrzeug mit seinen Personenschützern blieb unbeschädigt. Doch dort stieg niemand aus, um Erste Hilfe zu leisten, was – neben dem Schutz des Zielobjekts mittels des eigenen Körpers – die Kernaufgabe von Personenschützern ist. Herrhausen blieb bewusstlos in dem Autowrack liegen und starb innerhalb weniger Minuten an starkem Blutverlust.

Die Vorgehensweise des Attentats war völlig untypisch für die RAF. Die Kabel für die Lichtschranke wurden durch eine als Baustelle getarnte Stelle verlegt. Die Baustelle bestand nur sehr kurz, die Stelle wurde schnell wieder zugemacht und das Baustellenschild stand wochenlang am Straßenrand herum.

Die Täter für das Attentat konnten nie ermittelt werden. Es gibt nur ein Bekennerschreiben der RAF. Der einzige Kronzeuge war ein V-Mann Siegfried Nonn, der sich und andere RAF-Mitglieder belastete. Später widerrief er seine Aussage und behauptete, sie unter Drohung durch den hessischen Verfassungsschutz gemacht zu haben. Ein von ihm Beschuldigter präsentierte der Polizei ein wasserdichtes Alibi für die Tat und konnte nachweisen, dass er kein Mitglied der RAF war.

Es blieb ein Rätsel, wie die RAF überhaupt an die Bombe und deren Technik gekommen war. Auch die auffällig präzisen Vorbereitungen des Attentats erforderten Experten, die die RAF nicht hatte. Zudem war genau an diesem Tag, dass das normalerweise begleitende, vorausfahrende Erstfahrzeug mit Personenschützern zu anderen Zwecken abgezogen worden. Es hätte die Lichtschranke zuerst passiert und ausgelöst und damit die Explosion auf sich gelenkt.

Seine Idee vom Schuldenerlass für Entwicklungsländer brachte Alfred Herrhausen wütenden Gegenwind der Bankenwelt ein. Viele Geldinstitute wären möglicherweise darüber bankrott gegangen. Als Alfred Herrhausen auf der Weltbankkonferenz über diese Pläne sprach, wurde er so massiv bedroht, dass er auf der Konferenz eine schusssichere Weste trug. Stellt man die Frage aller Fragen des Ermittlers: „Cui bono?“, liegt die Antwort auf der Hand und wird durch den Tatablauf unterstützt.

Auch die Hintergründe des Mordes an Bundesgeneralstaatsanwalt Siegfried Buback sind sehr eigenartig.

Hier könnte ein Ansatz zur Erklärung der seltsamen Verlautbarungen der RAF-Veteranen liegen. Seit die Stimmung in Deutschland wegen der Flüchtlingskrise hochkocht, das Vertrauen der Menschen in die Politik und deren Darsteller am Boden liegt und die durch den Volkszorn entstehenden Strukturen sich immer weiter bilden, aufbauen, und konsolidieren, herrscht in Berlin Alarmstimmung.

Wäre es möglich, dass die Beschwörungen der Alt-RAF zur Deeskalation und Nicht-Strafbarkeit so zu interpretieren sein könnten, dass man dort die Befürchtung hegt, der tiefe Staat könnte die RAF wieder benutzen wollen, um bestimmte Operationen vorzunehmen, die der „neuen und alten Generation RAF“ in die Schuhe geschoben werden sollen? Ist die verwunderliche Tatsache, dass die Antifa sich auf die Seite der CDU-Kanzlerin Merkel stellt und eine „Merkel-muss-weg!“-Demonstration verhindert, ein Hinweis? Es ist doch mittlerweile bekannt, dass der Staat die Antifa bezahlt. Sollen dem System unangenehme, aufsteigende Politiker von einer system-kooperativen, linksextremen Antifa-RAF ermordet werden? Wird die Polizei, die in weiten Teilen noch den Bürger schützen will, in der Front zwischen Protestlern, und der Antifa und den gewalttätigen Marodeuren unter den Flüchtlingen restlos aufgerieben werden?

Kann es sein, dass die alten Hasen, diesen Braten riechend, nicht (wieder) in solche Dinge verstrickt werden wollen und verklausuliert eine Botschaft absetzen?
Das würde diese Äußerungen erklären und auch, dass sie jetzt plötzlich und ohne erkennbaren Grund wieder an die Öffentlichkeit damit gehen.

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Quelle:

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