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Über Wodan/Nikolaus und die Vorbereitung auf die Rauhnächte

6. Dezember 2019 | Allgemein | Bewusstsein | Spiritualität | Familie | Soziales | Geschichte | Kultur | Kunst | Musik | Natur | Umwelt | Psychologie | Gesellschaft | connectiv.events

Wenn es draußen schneller dunkel wird, ist die Zeit gekommen, um Kerzen anzuzünden und besinnlich zur Ruhe zu kommen. Die Natur, Mutter Erde, alle Bäume und Pflanzen machen es jetzt auch so. Sie wenden ihre Aktivität nach innen, um sich in fünf, sechs Monaten wieder in voller Pracht strahlend zu zeigen.

Auf den Spuren unserer Ahnen haben wir Weihnachten für Sie erforscht und senden Ihnen dazu in dieser Serie kleine Geschichten.

Lassen Sie uns also auf eine kleine Reise zu unseren Wurzeln gehen. Vielleicht verstehen wir einige Bräuche aus der Vergangenheit besser, bringen sie wieder in Erinnerung und lassen sie eventuell neu und bewusst aufleben.

Weihnachten, das Fest der Liebe, wird rund um den Globus gefeiert. Familie und Freunde kommen zum gemeinsamen Essen zusammen und tauschen Geschenke aus. Ein solches Fest kann lebenslang als wunderschöne Erinnerung erhalten bleiben.

Deshalb werden Traditionen und Bräuche vielleicht so gerne an die Nachkommen weiter gegeben.

Das ist sicherlich ein positiver Aspekt, da in der heutigen Zeit die Familie oft zu kurz kommt.

Nutzen wir also diese Zeit für etwas mehr Ruhe und Besinnlichkeit und tauchen für eine Woche in fast vergessene Weihnachtsbräuche ein.

Öffnen wir unser Herz und verbinden uns mit der Erde und der Sonne, um bewusst das himmlische Fest vorzubereiten.

Weihnachten ist zwar ein religiöses Fest, aber seine Ursprünge finden sich nicht im Christentum.

Viele der uns heute bekannten weihnachtlichen Bräuche, können auf Traditionen zurückgeführt werden, die weder mit dem Leben Jesu Christi noch mit den Praktiken der frühen Kirche oder wenig mit dem Inhalt der Bibel zu tun haben.

Das Einzige, was Weihnachten mit der Bibel gemeinsam hat, ist die Tatsache, daß Jesus Christus geboren wurde.

Weihnachten geht ursprünglich auf die Heidnischen Bräuche zurück, die von der Kirche verboten wurden. Aufgrund des Widerstandes im Volke, sah die Kirche jedoch keinen anderen Ausweg, als einige Bräuche „christlich umzuwandeln“.

Es wurde deshalb statt der Neugeburt der Sonne die Geburt Jesu erfunden.

In alten deutschen Urkunden über Ratsverordnungen finden wir Verbote für den Weihnachtsbaum, das Ausputzen der Stuben mit Tannengrün und Bäumen. Auch die Weihnachts-Kekse sollten verboten werden, da die Formen des Gebäcks die alten heidnischen Götter darstellten.

Nach ca. 300 Jahren und vielen Kämpfen zwischen Volk und Kirche etablierte sich jedoch das Weihnachtsfest mit vielen heidnischen Elementen ungehindert in Europa und ersetzte in den meisten Ländern den Namen und die Bedeutung des heidnischen Julfestes.

Nach dem 21. Dezember, fanden die 12 Rauh-Nächte statt. In dieser Zeit stand das Haus für Gäste offen, die mit feinen Köstlichkeiten reich bewirtet wurden.

Es war die einzige Zeit im Jahr, in der (fast) nicht gearbeitet wurde, sondern ganz und gar die Familie im Mittelpunkt stand. Man holte sich ein paar Tannenzweige ins Haus, und schmückte alles damit und räucherte mit getrocknetem Wachholder die Räume aus.

Mit einem brennenden Ast, der am Jul-Feuer entzündet wurde, wurde zu Hause das eigene vor der Feier verlöschte Herdfeuer, wieder entzündet.

Ein heiliger, symbolischer Akt für das niemals verlöschende Feuer und der Sonne.

Die Asche des Jul-Feuers war ebenso heilig und wurde im Frühjahr auf den Feldern ausgebracht.

Für die Germanen hatten die zwölf Rauh-Nächte eine große Bedeutung. Sie standen symbolisch für je einen Monat des folgenden Jahres.

Sie galten als eine magische, bedrohliche und besonders wilde Zeit. Allerlei Dämonen und Geister sollten sich herum treiben. Odin/Wodan und sein Gefolge rauschten als „wilde Jagd“ durch die Lüfte.

Für die Germanen blieben das Jahresrad und damit auch die Zeit während der Wintersonnenwende zwölf Tage lang stehen. Die Kräfte, die das Rad des Jahres antreiben, manifestierten sich in dieser Zeit neu.

Altes ist noch nicht ganz gegangen, das Neue ist noch nicht stark genug.
Alles wird durcheinander gewirbelt.
In den Rauh-Nächten sind die Nächte am längsten und hoch im Norden herrscht sogar die Polarnacht mit völliger Dunkelheit.

Symbolisch nehmen die „Geister“ der Rauh-Nächte alles mit, was die Menschen „über Bord“ geworfen haben. In dieser Zeit wurden deshalb gute Vorsätze für das nächste Jahr gemacht.

Erst danach, am 3. Januar, begann für unsere Ahnen das neue Jahr.

Die christliche Auffassung lässt die Rauh-Nächte nach dem Heiligen Abend am 25. Dezember beginnen und am 6. Januar, zum Dreikönigstag enden.

Mit dem 6ten Jul am 6.Dezember begann die eigentliche Vorbereitungszeit auf das Jul-Fest.

Wodan zog durch die Orte und brachte den Kindern Geschenke, um die Wartezeit auf das Wiederkommen des Lichtes zu versüßen. Jedoch bekammen nur die Kinder Geschenke, die alte Äpfel für sein Pferd vor die Tür stellten.

 

Wodan, der Herr der wilden Jagt, der Anführer der Armee aus Toten, beschenkte plötzlich die Kinder – widerspricht sich das nicht?

Aber auch Wodan hat, wie alles in unserer Welt, seine zwei Seiten:

  • eine wütende brausende als Totengott
  • eine besinnliche als Gott der Dichtkunst und Herr über die Runen

Jedes Kind erhielt zu seiner Geburt und Namensgebung einen Jul-Teller. Das sollte ein alter Zinnteller, ein Holzteller oder ein Teller mit Lebensbaum und Umschrift sein. Alle Mitglieder der Familie stellten dann ihren Jul-Teller am Wodanstag vor den Kamin und legten alte Äpfel vor die Tür.

Da die Kirche trotz vieler Bemühungen über Jahrhunderte die jährliche Einkehr des Göttervaters mit dem weißen Bart, dem Einauge und Pelzmantel nicht verhindern konnte, trat bald einer ihrer Heiligen, nämlich Nikolaus an seine Stelle.

Aber in vielen Gegenden Deutschlands ist er immer noch der Schimmelreiter oder der Ruprecht.
Hruodpercht bedeutete damals „der vor Ruhm Strahlende“ und war der Beinamen Wodans.

Viele Symbole von Nikolaus/Weihnachtsmann und Wodan sind bis heute noch gleich und belegen damit den eigentlichen Ursprung des Nikolaus-/Weihnachtsfestes:

  • das weiße Ross
  • der rote lange Mantel
  • der lange weiße Bart
  • der Stab (Odin hatte einen Speer)
  • das Reiten durch die Luft
  • die Geschenke, die durch den Schornstein kommen (Wodan bringt Wärme und Licht ins Haus)
  • Das Buch der Weisheit (Wodan gilt als allwissend)
  • die Nüsse gelten als eine Frucht Wodans

Vielleicht erinnern Sie sich auch noch an den Brauch, zum Nikolaustag die eigenen Stiefel blank zu putzen und vor die Tür zu stellen. Ob Sie ihre Kinder heute noch dafür begeistern können?

 

Wie kam der Weihnachtsmann, auch Santa Claus genannt, als zentrale Figur in unser Weihnachtsfest?

„Santa Claus“ stammt von dem Namen St. Nikolaus ab, einem Bischof der Stadt Myra im südlichen Kleinasien. Es war ein katholischer Heiliger, der von den Griechen und Römern am 6. Dezember verehrt wurde.

Er bekleidete sein Bischofsamt zur Zeit des römischen Kaisers Diokletian, wurde verfolgt und für seinen katholischen Glauben gefoltert. Bis zur toleranteren Herrschaft von Konstantin war er im Gefängnis eingesperrt.

Verschiedene Geschichten verbinden Weihnachten mit St. Nikolaus.  Eine davon ist der Austausch von Geschenken am Abend des St. Nikolaus, welcher später auf den Weihnachtstag verlegt wurde.

Es sollte uns nun nicht überraschen, daß auch der Weihnachtsmann nichts anderes als eine wiederverwendete Figur aus dem Heidentum ist.

So wurde ein Bischof aus dem sonnigen Mittelmeerraum zu einem Mann mit rotem Mantel, der am Nordpol lebt und einen Schlitten fährt, der von einem fliegenden Elch gezogen wird.

Die pelzbesetzte Garderobe des Weihnachtsmanns, sein Schlitten und der Elch führen seine Herkunft auf das kalte Klima des Nordens und den Gott Wodan zurück, der zum Wodans-Tag die Kinder beschenkte.

Zu einem der beliebtesten Symbolen der Weihnachtszeit zählt der Weihnachtsmann mit seinem Rentierschlitten. Aber warum ziehen ausgerechnet Rentiere den Schlitten des Mannes im roten Mantel?

Schon früh nutzten die Nomaden Rentiere als Zugtiere, um ihre Habe zu transportieren. Die ersten Nachweise dazu stammen aus dem 3. Jahrhundert u Chr.

Über viele Generationen hinweg haben die Menschen bevorzugt Rentiere weiter vermehrt, die bestimmte Körpermerkmale und Charaktereigenschaften besaßen. Rentiere sind sehr gutmütig und haben einen gering ausgeprägten Fluchtinstinkt. Dagegen behalten die nordischen Rothirsche ihre Wildtiereigenschaften, selbst wenn sie an den Menschen gewöhnt sind. Das macht sie schwer beherrschbar.

Das Rentier passt sich perfekt den dunklen Wintermonaten an, indem es seine Augenfarbe im Winter zu blau wechseln kann. Das macht es ihnen leichter, jeden noch so schwachen Lichtstrahl einzufangen.

Der extremen Kälte von minus -10 Grad trotzen die Tiere mit speziellem Fell. Die dichte Unterwolle wärmt sie gut.

Damit dem Rentier, das bis zu 70 Stundenkilometer schnell werden kann, bei der Anstrengung aber nicht zu heiß wird, fängt es wie ein Hund an zu hecheln, um sich zu kühlen. Die Geweihe werden auch als ,,Schneeschaufel“ bezeichnet. Die Formen sind sehr unregelmäßig, asymmetrisch und bei jedem Tier unterschiedlich.

Als einzige Hirschart trägt beim Rentier auch das Weibchen ein Geweih. Auch ihre Hufe passen sich Schnee und Eis an, indem sie sich verhärten und vorne eine Kante bilden. Damit können die Paarhufer bei der Futtersuche nach Gräsern, Moos, Pilzen und Blättern, Schnee und Eis wegkratzen. Gleichzeitig ermöglichen die spreizbaren Hufe einen festen und sicheren Tritt und können auch schwere Lasten im Schlitten über den Schnee ziehen.

Mit diesen typischen Eigenschaften der Nutztiere des Nordens avancierten die Rentiere dann schließlich zum Helfer des Weihnachtsmanns. Von seinem Hauptquartier am Nordpol aus, ziehen sie den dicken Mann samt Geschenkefracht durch die ganze Welt. Ob das Rentier allerdings – wie in den Weihnachtsgeschichten – auch sprechen und fliegen kann, ist bisher wissenschaftlich nicht erwiesen.

Fortsetzung folg….

 

 

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