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Landschaftsplaner verhängen Bäume mit Netzen, damit keine Vögel darin nisten und ein Abholzender Bäume unmöglich machen. Doch in der Bevölkerung regt sich vehementer Widerstand gegen diese herzlose und tierfeindliche Praxis.

UK: Stadtplaner wickeln Bäume ein, damit Vögel nicht nisten können

23. März 2019 | Natur | Umwelt | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | connectiv.events

 

In Großbritannien, in Guildford, Surrey, bietet eine Stadt einen traurigen Anblick: Mehrere, mit Netzen bedeckte Bäume, die die Vögel daran zu hindern, darin Nester zu bauen. Auf einer Baustelle wurden 11 Bäume vom Stadt-Entwickler „Sladen Estates“ mit großen Netzen eingehüllt. Dem „Wildlife and Countryside Act“ zufolge ist es absolut rechtswidrig, Nester von Wildvögeln zu zerstören, während sie von den Vögeln benutzt werden. Das ist ein Problem, das die Firma für Garten- und Landschaftsbau nun versucht zu umgehen, indem sie die Vögel einfach daran hindern, in die Bäume hineinzukommen. „Vögel im Frühling nicht nisten und brüten zu lassen ist so kleinlich, so unmenschlich, so dürftig!“, twitterte die Autorin und Naturschriftstellerin Melissa Harrison, als sie die Netze sah. „Ich kann einfach nicht glauben, dass wir die Art von Leuten sein wollen, die so etwas tun, oder eine Nation, die so etwas erlaubt. Ich finde, dass die meisten von uns das sehr schlecht finden.“ In einem anderen Tweet schrieb sie: „Nur um das klar zu machen, hier geht es nicht darum, Vögel vor Schaden zu schützen, sondern um die Landschaftsbauer vor kostspieligen Verzögerungen zu schützen.“

Das Guildford Borough Council reagierte sofort und gab dern Entwicklern Bescheid: „Derzeit gibt es keine Baugenehmigung für den Standort“.  Daraufhin bekam die Firma „Sladen Estates“ 48 Stunden Zeit, um die Netze zu entfernen. Die Firma räumte auch ein, dass es keine sofortigen Pläne für die Arbeit auf dem Gelände gibt – das Vernetzen der Bäume war daher ohnehin sinnlos – und man versprach, die Netze „so bald wie möglich“ zu entfernen. An einer anderen Stelle war Anfang des Monats schon eine ganze Hecke unter Netzen verschwunden. Das stieß auch schon auf großen Unwillen bei den Leuten. „Es ist nicht einmal eine Hecke – es sind ein kahle Pfähle und Stümpfe. Keine Beeren, keine Zweige, auf denen Vögel sitzen und singen, keine neuen Heckenpflanzen – es ist eine beschämende Anklage eines Missmanagements und zeigt eine furchtbare Unwissenheit, wie man sich eigentlich um die Landschaft kümmer müsste. Das macht einen krank.“

 

 

In dem Ort Ely, in Cambridgeshire, wurden auf dem Gelände der Highfield Academy School Netze über Bäume gestülpt, bis die Bauarbeiten anstehen und die Bäume gefällt werden können. Damit Vogelnester in den Bäumen nicht das Abholzen verhindern, sollen die Netze die Vögel fern halten. Der dort heimische, bekannte Maler Lee Madgwick sagte: „Wie wäre es denn, wenn Sie überhaupt keine Bäume fällen würden? Warum können wir nicht mit der Natur umgehen? Möglicherweise sind die Bäume den Planungen der Entwickler einfach nur im Weg.“

Seine Tweets riefen zahlreiche Unterstützer auf den Plan, die ebenfalls Botschaften tweeteten. Lee Madwick freute sich sehr darüber: „Es ist schön zu sehen, dass viele von uns das sehr mißbilligen. Vielleicht sieht es aus, als seien das unbedeutende Probleme, aber wenn uns solche Methoden nicht stören, worum geht es denn dann? Die Arroganz der Menschheit kann mich wirklich sauer machen.“ Der Grafschaftsrat von Cambridgeshire gab zu, dass – obwohl die Netze schon ausgebracht worden waren – noch gar keine Baugenehmigung für die geplante Erweiterung an der Schule vorliegt. Der Stadtrat habe lediglich einen Planungsantrag eingereicht, die Bäume im Rahmen eines Programms zur Erweiterung der Highfield Ely Special School zu entfernen und Kindern und Jugendlichen eine deutlich bessere Unterkunft zu bieten. „Die Bäume wurden deshalb mit Netzen eingehüllt, um sicherzustellen, dass während der Festlegung des Planungsantrags keine Vögel darin beginnen zu nisten.“ Dies sei mit dem Baumeister des Bezirksrates besprochen und auch unterstützt worden.

„Wenn der Antrag genehmigt wird, sollen die Bäume gefällt werden, damit im Sommer die erforderlichen Erweiterungsarbeiten durchgeführt werden können. Als Entschädigung für den Verlust der Bäume werden Verbesserungen im Außenbereich vorgenommen, wozu auch ein Landschaftsplan gehört.” hieß es.

 

 

Ein Twitter- Benutzer, ein Wanderer und Camper in der freien Natur beschreibt, hat ein Bild gepostet, das einen toten Vogel zeigt, der sich in einem Netzgeflecht in Morpeth, Northumberland, verfangen hat. „Diese widerliche Praxis muss aufhören“, schrieb er. „Ein toter Vogel im Netz auf der Whinney Hill Farm in der Nähe von Morpeth auf einer neuen Entwicklungsstätte. Zwei Goldfinken waren auch im Netz gefangen.“ Die Royal Society for Bird of Birds kommentierte dazu: „Dies ist nur ein weiteres Beispiel für den Versuch, die Natur in immer kleinere Räume zu zwängen. Wir fordern die Landschaftbauer auf, diese Baum- und Heckenentfernungsarbeiten außerhalb der Brutzeit durchzuführen, so dass ein Vernetzen nie erforderlich ist. Es ist aber legal, und wenn es absolut notwendig ist, muss es richtig gemacht werden. Das heißt, dass beim Aufbringen des Netzes nach Vögeln und anderen Tieren gesucht wird und das Netz dann regelmäßig überprüft wird. Denn Vögel finden häufig einen Weg, unter den Netzrand zu kommen und sind dann im Netz gefangen.“

Auch der Woodland Trust hat die Vernetzung von Bäumen und Hecken durch Garten- und Landbaufirmen verurteilt. „Dieses Vorgehen zeigt eine alarmierende Missachtung des Wohlergehens der Wildtiere, insbesondere während der Brutsaison, da Vögel am Nestbau und Brüten gehindert werden und auch andere Wildtiere, die auf den Lebensraum der Hecken angewiesensind, wie etwa Wiesel, Wühlmäuse und im Igel im Winterschlaf, könnten in den Netzen eingeschlossen werden.“, warnte Jack Taylor, ein Sprecher von Ancient Woodland.

 

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