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Schon in der Steinzeit bejagte der Mensch die Mammuts und trug viel zu ihrem Aussterben bei. Heute sind Tiger auf der roten Liste. Es ist der Mensch, der um einer Jagdtrophäe willen, diese starke, prachtvolle Raubkatze an den Rand der Ausrottung gebracht hat. (Bild: pixabay, Michi Nordlicht)

Schon in der Steinzeit bejagte der Mensch die Mammuts und trug viel zu ihrem Aussterben bei. Heute sind Tiger auf der roten Liste. Es ist der Mensch, der um einer Jagdtrophäe willen, diese starke, prachtvolle Raubkatze an den Rand der Ausrottung gebracht hat. (Bild: pixabay, Michi Nordlicht)

UN-Artensterben-Bericht: Eine Million Arten bedroht

9. Mai 2019 | Autarkie | Freies Leben | Natur | Umwelt | Politik | Geo-Politik | connectiv.events

Fünf Mal gab es in den vergangenen 540 Millionen Jahren gewaltiges Artensterben, zeigen Fossilienfunde. Forscher sehen eine aktuelle, menschengemachte, sechste Welle in vollem Gange.

Das letzte Mega-Artensterben kostete die Welt die Dinosaurier. Damals gab es natürlich noch keine Menschen. Die Wissenschaft geht heute von der Asteroiden-Einschlagsthese aus, die die Erde über viele Jahre stark in Mitleidenschaft zog und den Dinosauriern die Lebensgrundlage entzog.

Seitdem verschwanden immer Tier- und Pflanzenarten, oft aus klimatischen Gründen, die der Mensch nicht zu verantworten hatte, bisweilen durch Vulkanausbrüche, Absacken ganzer Kontinentalplatten oder anderer Naturkatastrophen. Der Mensch im Anthropozän hat auf die Artenvielfalt also langfristig eine „ähnlich verheerende“ Wirkung wie der große Meteor-Einschlag vor 65 Millionen Jahren. Ob es die Steinzeitmenschen waren, die das Aussterben des Mammuts förderten, wird diskutiert. Dass der Säbelzahntiger oder der Höhlenbär verschwand, könnte auch sehr wohl teilweise dem Menschen zuzuschreiben sein, der sich seiner Feinde entledigen wollte.

Allein seit dem Jahr 1500 sollen mehr als 320 Land-Wirbeltierarten ausgestorben sein, die Bestände der verbliebenen wildlebenden Wirbeltiere seien im Schnitt um ein Viertel geschrumpft, schreiben Wissenschaftler um Rodolfo Dirzo von der Stanford University in „Science“. Nach einem Bericht der Vereinten Nationen zur Artenvielfalt sterben bis zu 130 Tier- und Pflanzenarten täglich aus.

Das Artensterben geht schneller, als bisher angenommen, konstatieren die Wissenschaftler. Am Montag hat der Weltbiodiversitätsrat (IPBES) einen Bericht vorgestellt, der den Zustand der Welt zusammenfasst.

 

https://www.lebenskraftpur.de/Schlaf-Elixier?produkt=91

 

Ziel der UN – IPBES-Studie war es, eine solide wissenschaftliche Grundlage zu schaffen, auf der knapp 200 Regierungen in den kommenden eineinhalb Jahren über ein neues UNO-Rahmenabkommen zur Bewahrung der biologischen Vielfalt verhandeln. Das Abkommen soll, falls es zustande kommt, im Oktober 2020 beim Weltnaturschutzgipfel im chinesischen Kunming beschlossen werden.

Hier einige Aussagen des UN-Berichts:

  • 85 Prozent der Feuchtgebiete sind bereits zerstört
  • Seit dem späten 19. Jahrhundert sind rund die Hälfte aller Korallenriffe verschwunden
  • Neun Prozent aller Nutztierrassen sind ausgestorben
  • Zwischen 1980 und dem Jahr 2000 wurden 100 Millionen Hektar tropischer Regenwald abgeholzt – weitere 32 Millionen Hektar allein zwischen 2010 und 2015
  • 23 Prozent der Landfläche des Planeten gelten als ökologisch heruntergewirtschaftet und können nicht mehr genutzt werden
  • Der Verlust von Bestäuberinsekten bedroht die Nahrungsmittelproduktion im Wert von 235 bis 577 Milliarden Dollar pro Jahr
  • Durch die Zerstörung von Küstengebieten wie Mangrovenwäldern ist die Lebensgrundlage von bis zu 300 Millionen Menschen gefährdet
  • Allein die vom Menschen verursachte Erderhitzung könnte rund fünf Prozent der Arten auslöschen, wenn der Schwellenwert von zwei Grad Celsius globaler Temperaturerhöhung überschritten werde
  • Die globale Rate des Artensterbens ist mindestens um den Faktor zehn bis Hundert Mal höher als im Durchschnitt der vergangenen zehn Millionen Jahre, und sie steigt weiter.

 

Laut Bericht sind eine Millionen Tier-und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Das sind ein Viertel aller bekannten Arten. Seit der Zeit der Dinosaurier hat es kein Artensterben dieses Ausmaßes mehr gegeben. Doch zwischen dem letzten und diesem Sterben gibt es einen klaren Unterschied: Der UN-Bericht zeigt, die derzeitige Situation ist menschengemacht.

Auch das Bienensterben ist im Bericht thematisiert. Es wird weltweit vermutlich Kosten im dreistelligen Milliardenbereich verursachen. Bereits jetzt können 23 Prozent der Landfläche der Erde nicht mehr genutzt werden. Sie gilt als heruntergewirtschaftet. Darüber hinaus geht dieses Artensterben zehn bis hundertmal schneller voran als das letzte, erklärt Marten Winter.

Darum wird die Studie jetzt den 200 Regierungen der Vereinten Nationen vorgelegt. Die sollen auf ihrer Grundlage eine Rahmenvereinbarung verhandeln, die die biologische Vielfalt umfassend schützt.

„Man muss die Intensivierung der Landnutzung zurückfahren bzw. Flächen erlauben, sich entwickeln zu können. – Dr. Marten Winter“

Ein wichtiges Thema, das der Bericht ebenfalls thematisiert, ist das aktuelle Insektensterben und seine Ursachen.

Die Gründe des massiven Insektensterbens sind vielfältig. Es gibt Hauptgründe und Nebengründe für den massiven Rückgang der Arten und es gibt ein massives ökonomisches Interesse der Agrochemielobby und ihrer PR-Agenturen dieses Thema gezielt nur in den kleinen Nischen und Randbereichen zu diskutieren.

Die Hauptursache für das Sterben von Insekten wie Schmetterlingen und Bienen ist die industrielle Landwirtschaft mit ihren Giften (Neonicotinoide …), Herbiziden (Glyphosat …), Überdüngung und die „pflegeleichte“ ausgeräumte, monotone Agrar-Landschaft. Ein besonders bedrückendes Phänomen ist die Fernwirkung der Gifte und Düngemittel selbst in weit entfernten Naturschutzgebieten.

 

https://www.lebenskraftpur.de/Bio-7-Kraeuter-nach-Bertrand-Heidelberger?produkt=91

 

Zu den weiteren Ursachen des Rückgangs zählen Biotopverluste bei Pflanzen aufgrund erhöhten Stickstoffgehalts im Boden. Aus zweimal gemähten artenreichen Wiesen wurden stark gedüngte artenarme Produktionsflächen für Biogasanlagen und Hochleistungskühe. Die Giftorgien in Privatgärten, aktuell bei der Bekämpfung des Buchsbaumzünslers, dürfen bei der Ursachenanalyse nicht außer Acht gelassen werden. Als weitere mögliche Ursachen gelten Klimawandel, Flächenverbrauch und Bebauung, der zunehmend beschleunigte Verkehr, Lichtverschmutzung und die massenhafte Tötung von Insekten an Lichtquellen.

Ein weiterer Hauptgrund des Insektensterbens wird von Naturschützern gerne übersehen. Unsere Landwirtschaft konkurriert auf einem globalisierten Agrarmarkt im Rahmen des Freihandels mit Ländern wie Kanada. Eine immer noch erfreulich kleinräumige Landwirtschaft z.B. in Südbaden, verkauft auf dem gleichen Markt wie die giftdominierte großindustrielle Landwirtschaft in den USA. Wenn nur noch der Preis und die Ideologie des „freien Marktes“ zählen, haben Insekten, Vögel, Hecken aber auch die Mehrzahl der Landwirte selber keine Chancen.

Die Naturschutzbewegung ist nicht der Feind der Landwirtschaft, sondern der potentiell Verbündete einer naturnäheren, giftärmeren, nachhaltigen und somit auch moderneren und zukunftsorientierten Landwirtschaft. Das Insektensterben kann nicht losgelöst vom generellen, globalen Artensterben gesehen werden. Doch Monotonie breitet sich nicht nur in der Natur aus. So gibt es (um nur ein Beispiel zu nennen) weltweit noch 6.500 Sprachen, doch die Hälfte ist vom Aussterben bedroht. Was wir erleben ist die logische Folge unbegrenzten Wirtschaftswachstums im begrenzten System Erde. Und in den schnell wuchernden Metastasen unseres Industriesystems, in Asien und Afrika, laufen die Zerstörungsprozesse noch schneller ab.

Während das Insektensterben als solches nur noch von industrienahen Insektensterbenleugnern bestritten wird, gibt es bei der Ursachenforschung, insbesondere bei der Fernwirkung der Gifte noch einen großen Forschungsbedarf. Wir sehen dies, sind aber gebrannte Kinder. Bei Themen wie Klimawandel, Holzschutzmittelgifte, Contergan und Asbest waren die Ursachen teilweise jahrzehntelang bekannt und eine industriegelenkte Ursachenforschung, verbunden mit Verharmlosungs-Kampagnen hat Maßnahmen zur Schadensbegrenzung jahrelang verzögert und verhindert. Dies hat bei Holzschutzmittelgiften, Contergan und Asbest zu Krankheit und Tod vieler Menschen geführt. Der organisierte Kampf der Klimawandelleugner wird weltweit noch größere Opfer fordern.

Die Forderung nach einer industrieunabhängigen Erforschung der Ursachen des Insektensterbens und der Fernwirkung der Gifte, erscheint angesichts der Macht von Bayer, Monsanto und Syngenta und Co. beinahe unrealistisch, muss aber angegangen werden und darf nicht zu einer Verzögerung bei der Bekämpfung des Insektensterbens führen.

Quelle: http://www.bund-rvso.de/artensterben-ursachen-fakten-mensch.html

 

https://baden.jungbrunnen.tips

 

 

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Bildredakteur:

Niki Vogt

Textredakteur:

Niki Vogt

Quelle:

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