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Bild von Frauke Riether auf Pixabay

Ursprung des Weihnachtsfestes: Über Wodan, den Weihnachtsmann, traditionelle Speisen & Getränke (mit Musik)

24. Dezember 2019 | Allgemein | Bewusstsein | Spiritualität | Familie | Soziales | Geschichte | Kultur | Kunst | Musik | Psychologie | Gesellschaft | connectiv.events

Wodan, der Herr der wilden Jagt, der Anführer der Armee aus Toten, beschenkte plötzlich die Kinder – widerspricht sich das nicht?

Wodan hat, wie alles in unserer Welt, seine zwei Seiten:

  • eine wütende brausende als Totengott
  • eine besinnliche als Gott der Dichtkunst und Herr über die Runen

Jedes Kind erhielt zu seiner Geburt und Namensgebung einen Jul-Teller. Das sollte ein alter Zinnteller, ein Holzteller oder ein Teller mit Lebensbaum und Umschrift sein. Alle Mitglieder der Familie stellten dann ihren Jul-Teller am Wodanstag vor den Kamin und legten alte Äpfel vor die Tür.

Da die Kirche trotz vieler Bemühungen über Jahrhunderte die jährliche Einkehr des Göttervaters mit dem weißen Bart, dem Einauge und Pelzmantel nicht verhindern konnte, trat bald einer ihrer Heiligen, nämlich Nikolaus an seine Stelle.

Aber in vielen Gegenden Deutschlands ist er immer noch der Schimmelreiter oder der Ruprecht.
Hruodpercht bedeutete damals „der vor Ruhm Strahlende“ und war der Beinamen Wodans.

 

Viele Symbole von Nikolaus/Weihnachtsmann und Wodan sind bis heute noch gleich und belegen damit den eigentlichen Ursprung des Nikolaus-/Weihnachtsfestes:

 

  • das weiße Ross
  • der rote lange Mantel
  • der lange weiße Bart
  • der Stab (Odin hatte einen Speer)
  • das Reiten durch die Luft
  • die Geschenke, die durch den Schornstein kommen (Wodan bringt Wärme und Licht ins Haus)
  • Das Buch der Weisheit (Wodan gilt als allwissend)
  • die Nüsse gelten als eine Frucht Wodans

Vielleicht erinnern Sie sich auch noch an den Brauch, zum Nikolaustag die eigenen Stiefel blank zu putzen und vor die Tür zu stellen. Ob Sie ihre Kinder heute noch dafür begeistern können?

 

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Wie kam der Weihnachtsmann, auch Santa Claus genannt, als zentrale Figur in unser Weihnachtsfest?

„Santa Claus“ stammt von dem Namen St. Nikolaus ab, einem Bischof der Stadt Myra im südlichen Kleinasien. Es war ein katholischer Heiliger, der von den Griechen und Römern am 6. Dezember verehrt wurde.

Er bekleidete sein Bischofsamt zur Zeit des römischen Kaisers Diokletian, wurde verfolgt und für seinen katholischen Glauben gefoltert. Bis zur toleranteren Herrschaft von Konstantin war er im Gefängnis eingesperrt.

Verschiedene Geschichten verbinden Weihnachten mit St. Nikolaus.  Eine davon ist der Austausch von Geschenken am Abend des St. Nikolaus, welcher später auf den Weihnachtstag verlegt wurde.

Es sollte uns nun nicht überraschen, daß auch der Weihnachtsmann nichts anderes als eine wiederverwendete Figur aus dem Heidentum ist.

So wurde ein Bischof aus dem sonnigen Mittelmeerraum zu einem Mann mit rotem Mantel, der am Nordpol lebt und einen Schlitten fährt, der von einem fliegenden Elch gezogen wird.

Die pelzbesetzte Garderobe des Weihnachtsmanns, sein Schlitten und der Elch führen seine Herkunft auf das kalte Klima des Nordens und den Gott Wodan zurück, der zum Wodans-Tag die Kinder beschenkte.

Zu einem der beliebtesten Symbolen der Weihnachtszeit zählt der Weihnachtsmann mit seinem Rentierschlitten. Aber warum ziehen ausgerechnet Rentiere den Schlitten des Mannes im roten Mantel?

Schon früh nutzten die Nomaden Rentiere als Zugtiere, um ihre Habe zu transportieren. Die ersten Nachweise dazu stammen aus dem 3. Jahrhundert u Chr.

Über viele Generationen hinweg haben die Menschen bevorzugt Rentiere weiter vermehrt, die bestimmte Körpermerkmale und Charaktereigenschaften besaßen. Rentiere sind sehr gutmütig und haben einen gering ausgeprägten Fluchtinstinkt. Dagegen behalten die nordischen Rothirsche ihre Wildtiereigenschaften, selbst wenn sie an den Menschen gewöhnt sind. Das macht sie schwer beherrschbar.

Das Rentier passt sich perfekt den dunklen Wintermonaten an, indem es seine Augenfarbe im Winter zu blau wechseln kann. Das macht es ihnen leichter, jeden noch so schwachen Lichtstrahl einzufangen.

Der extremen Kälte von minus -10 Grad trotzen die Tiere mit speziellem Fell. Die dichte Unterwolle wärmt sie gut.

Damit dem Rentier, das bis zu 70 Stundenkilometer schnell werden kann, bei der Anstrengung aber nicht zu heiß wird, fängt es wie ein Hund an zu hecheln, um sich zu kühlen. Die Geweihe werden auch als ,,Schneeschaufel“ bezeichnet. Die Formen sind sehr unregelmäßig, asymmetrisch und bei jedem Tier unterschiedlich.

Als einzige Hirschart trägt beim Rentier auch das Weibchen ein Geweih. Auch ihre Hufe passen sich Schnee und Eis an, indem sie sich verhärten und vorne eine Kante bilden. Damit können die Paarhufer bei der Futtersuche nach Gräsern, Moos, Pilzen und Blättern, Schnee und Eis wegkratzen. Gleichzeitig ermöglichen die spreizbaren Hufe einen festen und sicheren Tritt und können auch schwere Lasten im Schlitten über den Schnee ziehen.

Mit diesen typischen Eigenschaften der Nutztiere des Nordens avancierten die Rentiere dann schließlich zum Helfer des Weihnachtsmanns. Von seinem Hauptquartier am Nordpol aus, ziehen sie den dicken Mann samt Geschenkefracht durch die ganze Welt. Ob das Rentier allerdings – wie in den Weihnachtsgeschichten – auch sprechen und fliegen kann, ist bisher wissenschaftlich nicht erwiesen.

 

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Immergrün symbolisiert Unsterblichkeit und die Fortsetzung des Lebens.

Zur auffälligsten Kleinpflanzen des Weihnachtsfestes gehört die Mistel. Historisch gesehen wird der Mistel Magie und Fruchtbarkeit zugeschrieben.

Es wird allgemein davon ausgegangen, daß der Weihnachtsbaum aus der nordeuropäischen Tradition stammt. Tatsächlich liegen seine Ursprünge noch viel früher bei den alten Ägyptern. Sie sahen den immergrünen Baum ebenfalls als Fruchtbarkeitssymbol an. Zur Wintersonnenwende dekorierten sie ihre Häuser mit Palmenzweigen. Auch die Römer schmückten ihre Häuser und öffentlichen Plätze zur Zeit der Sonnenwende im Winter mit Immergrün.

Der Austausch von Geschenken gehört zum Weihnachtsfest fest dazu. Die christliche Legende geht davon aus, daß diese Tradition mit den drei Weisen begann, als sie dem Baby Jesus Geschenke brachten. Doch lange vor der Zeit des Neuen Testamentes beschenkten sich schon die Römer. Und wie wir nun wissen, beschenkte auch Wodan die Kinder.

Durch Räuchern und durch geweihte „Maulgaben“ für das Vieh sollte Unheil von Haus und Hof abgewehrt werden. Die erscheinenden wiederkehrenden Seelen und Geister (Überbleibsel der „wilden Jagd“) wurden bewirtet oder durch Räuchern, Lärmen oder Kreuzeszeichen abgewehrt.

Persönliche Orakel, wie Blei oder Wachsgießen erfreuten sich großer Beliebtheit und haben sich bis in die heutige Zeit gehalten. Man lässt geschmolzenes Blei oder Wachs ins Wasser tropfen und beobachtet, welche Formen entstehen. Eine gerade Linie soll ein ruhiges, ausgeglichenes neues Lebensjahr bedeuten, eine kurvige mehr Abenteuer und eine unterbrochene Linie könnte auch Krankheit anzeigen.

 

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Überlieferte Speisen und Getränke

Soll das kommende Jahr positiv verlaufen, so sind Weihnachten und Silvester bestimmte Speisen und Getränke ein „Muss“.

An erster Stelle steht zu Silvester Fisch! Er ist wichtig, um im neuen Jahr von Unglück verschont zu bleiben.

Als beliebtester Fisch gilt der Karpfen. Einige seiner Schuppen legt man in die Geldbörse, dann soll sie im nächsten Jahr immer prall gefüllt sein. Auch Schweinefleisch war zu Silvester erlaubt. Damit sollte einem im nächsten Jahr das Glück treu bleiben.

Deshalb schenken sich Menschen zum Jahreswechsel als Glücksbringer auch kleine Schweinchen aus Marzipan, Metall oder Porzellan. Häufig backt die Hausfrau ein Schwein aus Kuchenteig. Es wird zu Silvester zusammen mit brennenden Kerzen auf den Tisch gestellt und dann verzehrt. In einigen Regionen Deutschlands gehört zum Silvester-Schweinebraten Grünkohl.

Auch Mohnspeisen sind beliebt, z. B. die Mohnklöße in Schlesien und der Steiermark. In Dresden gibt es zum Silvester-Abend Hirsebrei, in Holstein Reisbrei, in Thüringen mit Heringen gemischtes „Fleischgemengsel“ und in Württemberg Heringssalat.

Manche Speisen, wie zum Beispiel Erbsen und andere Hülsenfrüchte sind zu Silvester dagegen verpönt. Und Äpfel soll man ganz meiden. So glaubt man in Hessen, dass Äpfel, zu Silvester gegessen, zu bösen Geschwüren führen.

Bei den Getränken ist der Silvester-Punsch Pflicht, vor allem, um damit das neue Jahr zu begrüßen. Das Wort „Punsch“ kommt aus dem Hindostanischen und bedeutet „Fünf“. Deshalb musste ein guter Punsch früher aus fünf Zutaten bestehen: Arrak oder Rum, Wasser, Tee, Zucker und Zitronensaft.

 

 

 

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