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„Uwe Barschel hat mit der CIA zusammengearbeitet“

11. Oktober 2017 | Politik | Geo-Politik | nachdenkseiten

Was verbindet die Fälle Uwe Barschel, Olof Palme und William Colby miteinander? 
Ihr Tod führt direkt oder indirekt zu den Netzwerken der ehemaligen Stay-behind-Strukturen der Nato. Davon gehen der NDR-Redakteur Patrik Baab und der US-amerikanische Politikwissenschaftler Robert E. Harkavy nach langjährigen und aufwendigen Recherchen aus. In dem gerade veröffentlichten Buch „Im Spinnennetz der Geheimdienste“ präsentieren sie nun die Ergebnisse ihrer Recherchen. Gut 8 Jahre haben die beiden Autoren gemeinsam für das Buch recherchiert, Harkavy fing mit seinen Recherchen bereits unmittelbar nach dem Mord an Olof Palme an. Ihr Recherchen, die sich auf bisher nicht bekannte Dokumente beziehen, haben es in sich und führen hinein in die Schattenwelt der Tiefenpolitik. Im NachDenkSeiten-Interview verdeutlicht Baab: Auch wenn die Fälle lange zurückliegen, so ist die Auseinandersetzung mit ihnen dringend angebracht. Grundlegende Vorgehensweisen und Strukturen, die in ihnen zu erkennen sind, spielen möglicherweise auch heute noch eine Rolle. Das Interview führte Marcus Klöckner.

Herr Baab, Sie haben sich damit auseinandergesetzt, wie Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby gestorben sind. Was haben Sie herausgefunden?

Wir kommen zu dem Ergebnis: Nicht nur im Falle Palme handelt es sich um Mord. Auch in den Fällen Barschel und Colby deuten die Indizien am Tatort, der Tathergang, die Obduktionsergebnisse, aber auch ihre Verstrickung in die verdeckten Operationen der CIA auf Mord.

Im Fall Palme weiß man ja, dass es ein Mord war. Aber auch Barschel und Colby wurden ermordet?

Im Fall Barschel gab es immer Hinweise auf einen Mord. Aber hier fehlen Glieder in der Indizienkette, jahrelang dominierte die Selbstmord-Theorie. Doch die Spuren am Tatort, die im Körper gefundenen Gifte, insbesondere die Spuren von Dimethylsulfoxid, weisen in Richtung Mord. Auch die Motivlage – seine Verstrickung in Waffengeschäfte, seine Kontakte zur CIA – deuten in diese Richtung. William Colbys angeblicher Bootsunfall kann keiner gewesen sein: Der Leichnam wurde Tage später in einem bereits durchkämmten Abschnitt gefunden, er hätte gegen die Strömung dorthin treiben müssen, er war nicht aufgedunsen.

 

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Quelle:

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