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Vom Mainstream verschwiegen: Unter Gaddafi war Libyen Afrikas wohlhabendste Demokratie!

10. Februar 2020 | Allgemein | Geschichte | Kriege | Revolutionen | Kultur | Kunst | Musik | Politik | Geo-Politik | Wirtschaft | Finanzen | connectiv.events

von Guido Grandt

Schon seit Wochen rückt der nordafrikanische Staat Libyen wieder in den Fokus der Weltöffentlichkeit. Seit ein verheerender Bürgerkrieg den einstigen Machthaber Muammar al-Gaddafi hinweggefegt hat und der Westen Demokratie und Menschenrechte bringen wollte, ist aus dem einst blühenden Land ein Scherbenhaufen geworden.

Nun melden weitere „Player“ ihre Interessen an dem reichen Land an. Neben den Großmächten nun auch die Türkei und selbst die Europäische Union.

Tatsächlich aber werden der Öffentlichkeit wichtige Fakten verschwiegen.

 

Reiches Land Libyen

Libyen verfügt über die größten Erdölreserven in Afrika. Dies ermöglichte den sechs Millionen Einwohnern innerhalb kürzester Zeit von einem der weltweit am wenigsten entwickelten Ländern zum reichsten Staat Afrikas aufzusteigen. Seit 1955 ist das Land Mitglied der UNO.

In den mehr als vierzig Jahren, in denen der Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi (1969 – 2011) das Land beherrschte, kam es wiederholt zu Machtmissbrauch, Terrorvorwürfen, Folter und schweren Menschenrechtsverletzungen. Aber auch zur Blüte des Landes. Doch das wird vom Mainstream verschwiegen.

 

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Gaddafis soziale Reformen

Trotz der vorangegangenen Missstände verbesserte Gaddafi – laut verschiedenen UNO-Berichten – durch soziale Reformen die Menschenrechtslage in Libyen. Aufgrund des Erdöls gab es praktisch keine Obdachlosen, dafür jedoch Wohnraum für die ganze Bevölkerung.

Sozialleistungen für Familien wurden gestärkt. Mütter, die „Stützen der Gesellschaft“, erhielten beispielsweise Bargeld für Kinder, freie Kindertagesstätten, freie Gesundheitszentren und Pensionen mit 55 Jahren. Die Libyer kamen in den Genuss einer kostenlosen Krankenversorgung und Erziehung, sowie kostenlosem Strom und Wasser.

Aber auch die Rechte der Frauen – im Gegensatz vielen anderen arabischen Ländern – wurden gestärkt. Sie hatten in Libyen das Recht auf Erziehung, Arbeit, Scheidung, Eigentum und Einkommen. Die Anzahl der studierenden Frauen nahm stark zu. Außerdem mussten sie sich nicht verhüllen.

Kurzum: Libyen hatte das höchste Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf und die höchste Lebenserwartung in Afrika. Es lebten dort weniger Menschen unter der Armutsgrenze als etwa in Holland, wie das Du Bois Institute für Afrikaforschung der Harvard-Universität erklärte. Und: „Weit entfernt, eine Militärdiktatur zu sein, war Libyen unter Gaddafi Afrikas wohlhabendste Demokratie.“

Der Publizist Maximilian Forte kommt in seinem Aufklärungsbuch Slouching Towards Sirte: NATO’s War on Libya and Africa (S. 73) zu folgendem Resümee:

„Tatsächlich war Gaddafi eine bemerkenswerte und einmalige Ausnahme unter allen modernen und arabischen Führern: weil er hartnäckig einen nationalen Altruismus praktizierte, weil er Entwicklungsprogramme in Dutzenden bedürftiger Länder finanzierte, weil er nationale Befreiungsbewegungen unterstützte, die nichts mit dem Islam oder der arabischen Welt zu tun hatten, weil er eine Ideologie verfolgte, die originär und nicht einfach das Produkt überkommener Tradition oder des Nachäffens äußerer Einflüsse war, und weil er Libyen zu einer Präsenz auf der Weltbühne verhalf, die in keinem Verhältnis zu seiner Einwohnerzahl stand.“

 

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Und: „Man konnte ein scharfer Kritiker Gaddafis sein und doch die ehrliche Fähigkeit haben, diese objektiven Tatsachen anzuerkennen oder zumindest, wenn einem die übliche dämonisierende Darstellung lieber war, ‚dem Teufel das Seinige zuzugestehen …“

Doch alle diese Fakten wurden und werden auch im neuen Konflikt von den westlichen Politikern und Fake-News-Medien unterdrückt. Heute ist Libyen ein desaströser Trümmerhaufen!

 

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