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Wachsende Zahl von Mehrfachbeschäftigten: „Ein Job reicht nicht“

14. Oktober 2017 | Familie | Soziales | Wirtschaft | Finanzen | Telepolis

Innerhalb eines Jahrzehnts ist sie um rund eine Million gestiegen. Nach letztem Stand sind es 2017 laut Bundesagentur für Arbeit 3,2 Millionen

Rund 3,2 Millionen Personen, genau 3.178.133, führt die Bundesagentur für Arbeit in ihrer Statistik für den März 2017 als Mehrfachbeschäftigte. Das ist eine Steigerung von gerundet 122.000 gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt, bzw. von 4 Prozent.

Den mit 91,1 Prozent weitaus überwiegenden Anteil der Mehrfachbeschäftigten macht die Variante „sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit mindestens 1 zusätzlichen geringfügig entlohnten Beschäftigung“ aus. Es sind in absoluten Zahlen 2.656.428. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist dies ebenfalls eine Steigerung von 4 Prozent (ein Plus von 102.000). Die Zahl derjenigen, deren mindestens zweite Beschäftigung wie die erste ebenfalls sozialversicherungspflichtig ist, wird mit 311.000 angegeben (hier liegt die Steigerung bei 10 Prozent).

Fürs Gesamtbild: Fast 5 Millionen Personen, genau 4.723.089 Personen, zählten im März dieses Jahres als „ausschließlich geringfügig entlohnte Beschäftigte“ (1,3 Prozent weniger als im Vorjahr). Insgesamt weist die März-Statistik knapp 32 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus (plus 2,4 Prozent).

Seit der März-Statistik, so die Auskunft der Bundesagentur, liegt noch keine neuere, veröffentlichte Statistik vor, die den Stand der Mehrfachbeschäftigung angibt.

Wie viele Personen genau zwei oder genau drei weitere Beschäftigungen haben, lässt sich dem Zahlenmaterial leider nicht entnehmen. Man kann den Blick vertiefen mit regionaler Aufschlüsselung oder nach Berufsfeldern, wo etwa bei den „geringfügigen Beschäftigungen“ unter den ausgeübten Tätigkeiten die Reinigungsberufe mit einem Anteil von 15,5 Prozent auffallen.

Eine ebenfalls höheren Anteil haben die Verkaufsberufe mit 11%, die Tourismus/Hotel/Gaststätten-Berufe mit 10,3%. Die „Berufe Unternehmensführung, -organisation“ stechen mit einem 12,1-prozentigem Anteil ebenfalls hervor und Tätigkeiten im „Büro-und Sekretariat“ kommen auch auf einen zweistelligen Anteil (10,7).

Der Spiegel und andere Medien, wie zum Beispiel die Rheinische Post machten heute auf die Zahl der Mehrfachbeschäftigten aufmerksam. Dass mehr als drei Millionen in Deutschland mehrere Jobs haben, wird in den beiden genannten Berichten mit der Formel „Arm trotz Arbeit“ verbunden.

„Ein Job bzw. eine Arbeit reicht oft nicht zum Leben“, heißt es in beiden Berichten. Grundlage dafür sind die Zahlen, mit der die Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Bundestagsfraktion der Linken geantwortet hat. Es sind die Zahlen der oben genannten und verlinkten Statistik (das Hauptmenü für die Suche findet sich hier).

Für die Linken-Fraktionsvizevorsitzende Sabine Zimmermann, die die Anfrage wie schon im vergangenen Jahr gestellt hatte, sind die Zahlen ein eindeutiges Armutszeugnis für die scheidende Regierung, die hier auf der ganzen Linie versagt habe.

 

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https://www.heise.de/tp/features/Wachsende-Zahl-von-Mehrfachbeschaeftigten-Ein-Job-reicht-nicht-3861213.html
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Quelle:

Telepolis

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