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Waffenrecht: Und täglich schießt das Murmeltier

23. September 2017 | Politik | Geo-Politik | Psychologie | Gesellschaft | Vergessene Kriege | YouTube

Es ist schon bemerkenswert, wie tief die Debatte im Bereich der Inneren Sicherheit an manchen Stellen gesunken ist. Die Forderung nach einem liberalen Waffenrecht ist ein Beispiel dafür, sie findet sich jedoch sogar im Bundestagswahlkampf wieder: „Generell kann man sagen, dass die AfD das Waffenrecht lockern will, dass die FDP die Regelungsdichte verringern will und beide sich ausdrücklich gegen weitere Verschärfungen stark machen.“ Dabei werden immer wieder die gleichen – zum Großteil umfassend widerlegten – Argumente gebraucht und gefühlte (Un-)Sicherheitslagen, falsche Zahlen und angebliche Bürgerrechte in einen Topf geworfen und wieder aufgewärmt.
 
Die Aktivistin (Blog, Youtube-Channel zum Thema, aber auch Teilnehmerin an Germanys Next Top Model, was sie selbst auf ihrem Blog vermischt – sie selbst nennt sich Model, Autorin, Influencerin) Carolin Matthie tritt für einen liberaleren Umgang ein und kann sich dabei einer großen öffentlichen Aufmerksamkeit sicher sein. Dabei vertritt sie aber (egal ob bewusst oder unbewusst) eine Reihe von Argumenten, die eigentlich eine Halbwertszeit von wenigen Sekunden haben sollten (so wie die meisten Beiträge dieser Debatt, zum Beispiel einer auf The European, der Israel als Beispiel für einen anderen Umgang mit Waffen heranzieht, was so lächerlich (und unsensibel gegenüber der dortigen Situation ist), dass dies keiner weiteren Kommentierung bedarf.
 
Waffe kein Tötungswerkzeug – Studien widerlegen solche Thesen
 
Eine Waffe sei an sich erst mal kein Tötungswerkzeug, sagt Matthie. Sie sei ein Werkzeug – wie jemand das einsetze, bleibe ihm selbst überlassen. – die Mechanismen mögen vielfältiger und komplexer sein, warum und wie Waffen gebraucht werden. Doch das warnende Beispiel USA ist nicht nur so dahergesagt. In den Vereinigten Staaten wurden vermutlich mehr Menschen durch Schusswaffen, zu Hause, auf amerikanischem Boden, ohne jegliche Kriegseinwirkung getötet als im Krieg. Nämlich mehr als 1,5 Millionen Menschen. Durch Kriege waren es etwa 1,4 Millionen. Wissenschaftlich ausgedrückt: „Die aktuellen Daten deuten darauf hin, dass die Zahl der Feuerwaffen pro Einwohner stark mit den Todesopfern durch deren Gebrauch zusammenhängt und ein unabhängiger Prognosefaktor dafür ist.“ 

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http://vergessene-kriege.blogspot.com/2017/09/quelle-screenshot-deutschlandfunk-nova.html
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