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Wahnsinn wegen Überproduktion: Europa vernichtet Berge von Gurken+Tomaten, Mexiko 11 Millionen Kilo Bananen, Australien tonnenweise Ananas

18. Januar 2018 | Gesundheit | Ernährung | Natur | Umwelt | Psychologie | Gesellschaft | Wirtschaft | Finanzen | Netzfrauen

Britische Haushalte werfen jeden Tag 1,4 Millionen essbare Bananen weg. Auf den Kanarischen Inseln wurden 9000 Tonnen Bananen vernichtet. Schuld war die dramatisch sinkende Nachfrage auf der spanischen Halbinsel. Die Konkurrenz aus dem Ausland ließ die Preise sinken. In Coahuayana, Mexiko warfen Bananenproduzenten  11 Millionen Kilo Bananen auf den Müll, um die Preise zu regulieren.

Es ist alles verkorkst – die Bananen verschwinden wegen eines Virus. In Spanien bleiben die Bananen liegen, weil die EU sie preiswerter importiert. In Lateinamerika landen Tonnen Bananen auf dem Müll, um den Preis hoch zu treiben, und Australien baut jetzt genmanipulierte Bananen an, weil die Banane verschwindet.

Doch nicht nur Bananen landen tonnenweise im Müll, in Australien landen dort zurzeit auch Berge von Ananas:

NQ Paradise Pines (Facebook)

 

Die Ananas-Züchter in Nord-Queensland sagen jetzt, dass es an der Zeit ist, australische Ananas zu konsumieren. Schuld daran ist das riesige Überangebot. Außerdem wurde die Konservenfabrik Golden Circle in Brisbane vorübergehend geschlossen.

Etwa 90 Millionen Tonnen Lebensmittel für den menschlichen Verzehr gehen nach Schätzungen der Europäischen Kommission entlang der Lieferkette in der EU oder etwa 180 kg pro Person verloren. Diese Lebensmittelverschwendung ereignet sich zu Hause und bei jedem Schritt entlang der Lebensmittelproduktions- und Lieferkette – vom Bauernhof bis zum Einzelhandel.

Die EU-Richtlinie zum Krümmungsgrad der Gurke wurde zwar 2009 abgeschafft, stark gekrümmte Gurken haben es aber trotzdem nicht in den Handel geschafft. Einer der Gründe: Der Einfluss der Medien und Marketingagenturen, die dem Verbraucher ein Idealbild der Lebensmittel vorgeben. Dazu auch: WAHNSINN auf höchstem Niveau! Füttert nicht die Mülltonnen!

Warum wandern krumme Gurken in den Müll?

Aufsehen erregte ein Video im Juni 2017: Ein Landwirt aus Segnitz im Landkreis Kitzingen hatte einen Teil der Ernte untergepflügt. Hunderte Kilos Minigurken wurden vernichtet,  weil Supermärkte nur noch Verpacktes wollten. Der Großhandel hatte nämlich plötzlich entschieden, nur noch abgepackte Ware anzunehmen. Ja, sie sind zurück, Gurken aus heimischem Anbau füllen wieder die Regale, wäre da nicht der Plastikwahn! Nicht nur, dass krumme Gurken nicht verkauft werden, sondern jetzt kam auch noch die Verpackung hinzu. Siehe: Verrückt! Einen Schaden von 100.000 Euro! Hunderte Kilo Minigurken vernichtet , weil Supermärkte nur noch Verpacktes wollen, und was wollen die Verbraucher?

Jonathan Bloom, Autor von American Wasteland, weist auf die Verpackungsprobleme hin: „Gurken kommen verpackt in eine Kiste, wenn du eine gekrümmte Gurke hast, wird sie weggeworfen, denn sie passt nicht in diese Kiste. Als Ergebnis wird eine Krümmung von 20 oder 30 Grad gerechnet. Diese werden als vollkommen, gesunde und essbare Gurke verkauft. Die nicht der Norm entsprechen, werden zu einem Haufen gebracht und untergepflügt.“ Insgesamt werden geschätzte 40 Prozent des Essens in den Vereinigten Staaten verschwendet, so Jonathan Bloom,

Was auf den ersten Blick bunt und fröhlich aussieht, ist Früchtevernichtung im großen Stil.

 

Damit die Preise bei den Bananen wieder steigen, warfen in  Coahuayana, Mexiko  Bananenproduzenten  11 Millionen Kilo Bananen auf den Müll.

 In Spanien werden laut UNO jedes Jahr 7,6 Millionen Tonnen Lebensmittel verschwendet, in Italien 8,8 Millionen Tonnen und in Frankreich 9 Millionen.

Craig Reucassel enthüllt die schockierende Wahrheit über unsere Bananen –  Heutzutage ist es wirklich schwer, eine Banane zu sein.

Craig Reucussel fotografierte einen Berg von Bananen, die an nur einem Tag weggeworfen wurden.

In seiner neuen Doku – SeriKrieg gegen den Abfall , zeigt Reucassel , dass bis zu 40 Prozent der Bananen von den Landwirten  weggeworfen werden, weil sie nicht den Normen entsprechen. Supermärkte setzen Maßstäbe. Grundsätzlich sind sie zu gebogen, zu gerade, zu lang, zu kurz, zu dick oder zu dünn.

„Ich war schockiert über die Verschwendung“, sagte Reucassel gegenüber news.au.  „Diese Bananen sind sehr essbar, passen aber nicht zum kosmetischen Look. Wenn sie zu gekrümmt sind, werden sie hinausgeworfen, wenn sie nicht kurvig genug sind, werden sie hinausgeworfen. Heutzutage ist es wirklich schwer, eine Banane zu sein.“

Es ist eine Schande, denn auf der andren Seite werden Menschen für kargen Lohn und unter unmenschlichen Bedingungen ausgebeutet, die Umwelt wird vernichtet und vieles mehr….für eine Überproduktion, die dann vernichtet wird, damit der Preis künstlich nachreguliert wird. Oder die Sachen landen auf den Müll, weil sie den sogenannten Normen nicht entsprechen.

 

 

 

Weiter lesen auf:

https://netzfrauen.org/2018/01/17/waste/
Quelle:

netzfrauen

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