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Warum ist unser Idealbild die Hauptursache von Stress?

15. Dezember 2017 | Bewusstsein | Spiritualität | Gesundheit | Ernährung | balancebeautytime

Der größte Teil der Menschen ist davon überzeugt, dass ein glückliches und erfolgreiches Leben von ganz bestimmten Faktoren abhängig ist. Wir haben eine Idealvorstellung davon, wie man sein und was man alles haben muss. Wie dieses Ideal auszusehen hat (perfekter Traum-Job, perfekte Partnerschaft, viel Geld, perfekte Gesundheit, perfektes Aussehen etc.) wird uns täglich von überall her suggeriert und auch indoktriniert. Irgendwann sogar von uns selbst. Sobald wir gewisse Glaubenssätze von anderen übernommen haben und sie glauben, werden diese zu unserer Wahrheit.

Inhalt:

  • Wir rennen und rennen und wundern uns…
  • Standpunkt Änderung
  • Wie können wir die Selbsttäuschung durchschauen?
  • Du bist mutig!

Meist werden diese Glaubenssätze oder Überzeugungen nicht hinterfragt und freiwillig ein Leben lang geglaubt und aufrechterhalten. Zu glauben, dass man sich nur dann glücklich und erfolgreich fühlen kann, wenn im Außen ganz bestimmte Umstände herrschen, man dies oder jenes ist oder besitzt und man allen entspricht, führt jedoch in die totale Abhängigkeit und Unfreiheit. Dennoch halten die meisten Menschen an diesem Glauben fest, weil sie einem – ihrem Idealbild – um jeden Preis entsprechen wollen. Sie sind davon überzeugt, dass wenn sie das alles erreichen, sie sich glücklich und erfolgreich fühlen werden. Alles muss genauso sein, wie sie es sich in ihren Vorstellungen ausmalen. Ansonsten können sie nicht zufrieden, geschweige denn glücklich sein, glauben sie.

Wir rennen und rennen und wundern uns…

Ein Leben lang rennen wir dann solchen Vorstellungen hinterher mit dem Ziel nach Glück und Erfolg. Aber es endet meist in Frustration und Stress, was meiner Meinung nach auch die extreme Zunahme von Depression und Burnout in unserer Gesellschaft erklärt. Wir rennen und rennen und am Ende wundern wir uns, warum wir ausgepowert sind.

Speziell dann, wenn wir uns ausgebrannt in einem Burnout wiederfinden, glauben wir, dass wenn nur weniger von uns verlangt würde, wir kein Burnout erleiden würden. So gehen wir – einmal mehr im Außen – auf die Suche nach der Ursache. Wir glauben, dass wenn die Welt da draußen anders mit uns umgehen würde, wir uns besser oder anders fühlen würden.

Genau diesen Trugschluss gilt es zu durchschauen um nachhaltig aus diesem Hamsterrad auszusteigen, um echtes Glück und echten Erfolg erleben zu können. Aber wir müssen das Ruder unseres Lebens wieder selbst in die Hand nehmen und nach unseren eigenen Werten handeln! Das heißt, wir müssen entscheiden, freiwillig aus dem Hamsterrad auszusteigen und zwar bevor wir von dem sich bereits auf Hochtouren drehenden Hamsterrad hinaus katapultiert werden. Das ist nämlich genau das was passiert, wenn wir vor lauter Rennen zusammenbrechen und erschöpft hinfallen. Das Hamsterrad wird sich trotzdem noch ein Weilchen weiter drehen und schwups werden wir rausgeschleudert.

Gut, auch das ist ein möglicher Weg raus aus dem Hamsterrad, allerdings die ungemütliche Variante. Aber immerhin hätte man in diesem Fall eine schöne Rechtfertigung sich als Opfer zu fühlen, sozusagen die einsichtslose Burnout-Variante. Man liegt plötzlich im eigenen goldenen Käfig ausgespuckt vom eigenen Hamsterrad. Logisch, dass es dann schwierig ist, sich als kreativer Macher dieser Situation anzuerkennen. Aber auch das ist möglich, wenn man weiß, dass es viel einfacher und erfolgsversprechender ist, sich als Regisseur seines Leben wertzuschätzen, als sich ein Leben lang als Statist auszugeben, nur um die Verantwortung an die Umstände abgeben zu können.

Standpunkt Änderung

Es gibt aber auch die Möglichkeit aus dem eigenen Hamsterrad bewusst und ohne dass man aus ihm herausgeschleudert wird, auszusteigen. Wie? Ganz einfach dadurch, dass man sich wieder seiner Selbst besinnt! Das Tolle dabei ist, dass man dies ganz jenseits von äußerlichen Abhängigkeiten tun kann. Ja, man kann sich auch während dem Rennen im Hamsterrad besinnen, weil es sich dabei um eine Standpunktänderung handelt und die findet ja bekanntlich in unserem Innern statt.

Dazu stellen wir uns einfach folgende Frage: Wer ist eigentlich derjenige, der von uns verlangt unserem Idealbild entsprechen zu müssen? Sind das wirklich die anderen, die Gesellschaft da draußen, oder sind es am Ende doch wir selbst die irgendwann entschieden haben, diesem Bild nacheifern zu wollen oder zu müssen?

Wenn wir ganz neutral in uns hineinfühlen, erkennen wir, dass wir es gewesen sind, die entschieden haben, unserem Idealbild entsprechen zu wollen. Wenn wir dies erkennen können, dass wir es sind, die dieses Bild aufrecht erhalten und im hinterher rennen, dann haben wir uns mit dem Teil in uns identifiziert der das alles möglich macht. Das ist ein wichtiger Schritt! Es ist die Re-Identifikation mit dem schöpferischen Aspekt in uns. Von diesem Standpunkt aus haben wir plötzlich wieder die Möglichkeit uns auch anders entscheiden zu können. Dann, wenn wir erkennen, dass wir es sind, die entscheiden.

Wie können wir die Selbsttäuschung durchschauen?

Im Moment haben wir uns dafür entschieden, ein Idealbild zu verfolgen. Dieses Bild ist ja eigentlich nur ein Konstrukt, eine Idee, der wir gerecht werden wollen. Warum? Weil wir persönliche Vorteile darin sehen, welche leider niemals eintreten. Zumindest nicht so, wie wir uns das vorstellen. Wie oft haben wir uns schon verbogen und verstellt in der Hoffnung auf irgendwelche Vorteile? Wie oft haben wir am Schluss ganz schön blöd drein geschaut, weil wir bemerken mussten, dass wir trotzdem, oder eben gerade deshalb, zu kurz gekommen sind! Ja, schlussendlich geht es um Selbstverleugnung und diese ist sehr schmerzhaft, wenn man am Ende erkennt, dass man nicht sein eigenes Leben gelebt hat.

Besser als einem Idealbild hinterher zu rennen wäre es, in sich zu gehen und zu fühlen, was für echte Sehnsüchte und Visionen in uns schlummern und diese genialen, originellen Geschenke in die Welt hinauszutragen und die Menschen damit zu bereichern.

Du bist mutig!

Ich weiß, es benötigt etwas Mut, aber dieser Mut existiert bereits in uns. Denn schau mal, kein Mensch wird mit einem Idealbild geboren. Kein Kleinkind eifert einem Idealbild hinterher und doch sind sie weitaus glücklicher und auch erfolgreicher als es die meisten Erwachsenen sind, weil sie authentisch sind.

Und, warst Du auch mal ein Kind? Warst Du auch mal erfüllt, glücklich, neugierig, einfach lebendig? Ja? Super, dann gibt es also keine Ausreden mehr! Dein innerster Kern ist mutig. So simpel ist es, wenn wir einfach entscheiden würden, es nicht – wie es Erwachsene eben so tun – zu verkomplizieren. Man kann über alles nachgrübeln und alles analysieren, bist nichts mehr von der ursprünglichen Inspiration übrig ist. Man könnte aber auch entscheiden, seinen innern Impulsen, seinen Gefühlen wieder mehr zu vertrauen und ihnen zu folgen und dann zu staunen. Dies würde uns ein Leben jenseits von Selbstverleugnung bescheren und echtes Glücklich- und Erfolgreich-Sein erlebbar machen.

Das ist es, was ich mir für alle Menschen von Herzen wünsche: …

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Bildredakteur:

Niki Vogt

Textredakteur:

Niki Vogt

Quelle:

balancebeautytime

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