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Eine Hyalomma, eine Art tropischer Großzecken ist dieses Jahr mehrfach in Deutschland gesehen worden. Bild: Wikimedia Commons, Acarologiste

Wegen Hitze und Trockenheit: Invasion tropischer Riesenzecken?

22. August 2018 | Gesundheit | Ernährung | Medizin | Natur | Umwelt | connectiv.events

Der heiße, trockene Sommer bot Tieren aus tropischen Gegenden die Möglichkeit, sich in Europa fortzupflanzen. Tropische Riesenzecken wurden mehrfach festgestellt, bei einer davon fanden die Mediziner sogar Fleckfieber-Erreger. Wie sie hierhergekommen sind ist nicht eindeutig geklärt. Wahrscheinlich haben Zugvögel aus dem Süden sie mitgebracht. In weniger heißen und trockenen Sommern sterben diese Tiere ab und die Eier können sich nicht entwickeln. Dieses Jahr aber stimmten die Bedingungen für diese Tiere.

 

 

Die absolute Zahl der festgestellten Fälle klingt gering aber die Mediziner sind besorgt. Noch ein paar so heiße Sommer und die Blutsauger könnten sich hier gemütlich verbreiten. Insbesondere, dass in einer dieser Invasoren-Zecken mit dem Bakterium „Rickettsia aeschlimannii“, ein in den Tropen verbreiteter Erreger des Zecken-Fleckfiebers, infiziert war, macht den Epidemiologen Sorge. Vier der eingereichten und untersuchten Zecken stammen von einem Pferdebesitzer, der die Tiere von seinen Pferden entfernte und über die Größe der Zecken sehr verblüfft war.

 

 

 

Hier in einem Video die verhältnismäßige Größe der Zecke:

 

Fünf der sieben untersuchten Zecken konnten eindeutig bestimmt werden. Davon sind vier Vertreter der Art „Hyalomma marginatum“ und ein Exemplar der Art „Hyalomma rufipes“ bestimmt worden.  Dr. Lidia Chitimia-Dobler, Zeckenexpertin am IMB sagt: „Hyalomma-Zecken haben wir hier in Deutschland zu diesem Zeitpunkt noch nicht erwartet. Bisher gab es lediglich zwei Einzelfunde in den Jahren 2015 bis 2017.“

Die auffallen großen Zecken sind recht gut zu erkennen. Sie haben etwa die vier- bis sechsfache Körpergröße der einheimischen Zecken und ihr Beine sind  abwechselnd hell und dunkel gefärbt. Bisher wurden einzelne Exemplare im Raum Hannover, in Osnabrück und in der Wetterau gefunden.  Prof. Dr. Ute Mackenstedt, Parasitologin an der Universität Hohenheim hält das trotz der geringen Zahl an gefundenen Tieren nicht für harmlos. Manche Arten können auch das Krim-Kongo-Fieber übertragen. „Diese Zeckenarten könnten in Deutschland Einzug halten“, befürchtet sie. „Wir werden sie in diesem Jahr verstärkt im Auge behalten und bereiten uns darauf vor, ihr in den nächsten Monaten womöglich noch öfters zu begegnen.“

 

 

Manche Wissenschaftler sehen das diesjährige Vorkommen tropischer Zecken als Vorboten des Klimawandels  „Wegen der Klimaerwärmung ist bei uns grundsätzlich mit immer mehr wärmeliebenden Zecken zu rechnen. Ixodes inopinatus aus dem Mittelmeerraum beispielsweise hat sich inzwischen bis Dänemark ausgebreitet.“ Die Expertin führt das Auftreten von Hyalomma-Zecken in Deutschland 2018 auf den heißen, trockenen Sommer zurück. „Diese Zecken bevorzugen eine geringere Luftfeuchtigkeit als die bei uns vorkommenden Zeckenarten. In diesem Jahr kommt die hiesige Witterung den Lebensbedingungen dieser Zecken daher sehr entgegen.“

Die nächsten Jahre werden entscheiden, ob durch einen außergewöhnlich warmen und trockenen Sommer einzelne, eingeschleppte Exemplare sich ausnahmsweise am Leben halten konnten oder ob sich die Arten hier etablieren konnten. Beides ist möglich. Prof. Dr. Mackenstedt nennt ein Beispiel: „Bei einer anderen Art, der ursprünglich in Afrika beheimateten „Braunen Hundezecke“ (Rhipicephalus sanguineus), sind solche Zecken an Hunden gefunden worden, die ihren Hof nie verlassen hatten. Damit konnten sie kein unbeabsichtigtes Urlaubsmitbringsel sein – ein Hinweis darauf, dass sich die Art hier möglicherweise bereits entwickeln kann.“

 

 

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