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Die Verbraucherzentrale Hamburg rät, keinen Weichspüler zu benutzen. Sie können für die Gesundheit ein ziemlich hohes Risiko sein. Viele Inhaltsstoffe sollen zudem in Verdacht, stehen karzinogen, also krebserregend zu sein. (Bild: pixabay, Pasja1000)

Weichspüler: Kuscheliges, duftendes Gift auf unserer Haut

13. April 2019 | Familie | Soziales | Gesundheit | Ernährung | Natur | Umwelt | connectiv.events

Wie glücklich sich die hübsche Frau in der Werbung doch in ihr fluffiges, duftendes Duschhandtuch kuschelt und wie begeistert sich ihre kleinen Kinder in die Bademäntelchen wickeln. Was für eine wunderbare Familie man doch mit weichgespülten Textilien sein kann, nicht wahr? Strahlende Sonne, Weichheit, Geborgenheit, Frische Duft und eine Familie – die sich gerade von Kopf bis Fuß eine giftige Schicht auf der Haut verteilt.

Die Haut, unser größtes Organ, ist nicht ganz drei Quadratmeter groß und wiegt etwa ein Kilo. Sie schützt uns vor der Außenwelt, entsorgt Giftstoffe aus dem Körper. Ihr Fettfilm hält chemische Reize von außen fern sowie Mikroorganismen und verhindert, dass wir austrocknen oder auskühlen. Aber auch, das wir überhitzen, indem die durch Schwitzen Verdunstungskälte erzeugt. Die Haut ist auch am Stoffaustausch des Organismus mit der Umgebung beteiligt. Sie kann bestimmte Moleküle resorbieren, sie nimmt auch gern Fett an und saugt sich mit Feuchtigkeit voll. Und das ist genau das, was bei Weichspülern in Stoffen, die uns umhüllen, so fatal ist.

Denn Weichspüler enthalten eine Menge Stoffe, die wir ganz und gar nicht flächendeckend auf unserer Haut auftragen sollten. Dass prozessierte Rinderfette die Fasern weichmachen, ist noch das harmloseste. Auf die Duftstoffe, Farb- und Konservierungsstoffe reagiert die Haut leicht mit Hautrötungen, Juckreiz und allergischen Reaktionen – und Schlimmerem. Der Fachbereich Umwelt der Verbraucherzentrale Hamburg e.V. (VZHH) rät, keinen Weichspüler zu benutzen. Sie können für die Gesundheit ein ziemlich hohes Risiko sein. Viele Inhaltsstoffe sollen zudem in Verdacht, stehen karzinogen, also krebserregend zu sein.

Totes Tier macht weiche Wäsche

Das erwähnte Rinderfett steht natürlich als solches nicht so drauf, auf der Flasche, sondern versteckt sich hinter dem Begriff „Dihydrogenated Tallowoylethyl Hydroxyethylmonium Methosulfate“. Es ist auch nicht immer Rinderfett. Die Abfallprodukte, die beim Schlachten anfallen, sind halt günstig zu bekommen, das macht sie zu attraktiven „Rohstoffen“ für die Waschmittel- und Weichspülerhersteller. Der chemisch aufbereitete Tiertalg legt sich wie ein Film um die Gewebefasern und beschert das weiche Hautgefühl. Für Nicht-Chemiker ist es schwer, die Zutatenliste zu verstehen und ob und wenn ja, welche tierischen Bestandteile enthalten sind. Man müsste jedes dieser Bandwurmwörter nachschauen und aufgrund der Buchstabenschlangen, die dem Normalmenschen Garnichts sagen, sind sie auch schwer einzutippen ohne Fehler. Nur wenig Kunden geben sich diese Mühe. Laut der VZHH Verlassen sich die Hersteller auch darauf. Wer sicher gehen möchte, dass keine tierischen Inhaltsstoffe verwendet werden, achtet am besten auf das Vegan-Siegel mit der Blume.

 

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Ein Eldorado für Bakterien

Und noch einen weiteren Ekelfaktor hat Weichspüler: Laut den Hamburger Verbraucherschützern können auf den vom Weichspüler verklebten Fasern auch Bakterien leichter gedeihen. Darüber hinaus kann das Wasser bei der nächsten Wäsche schlechter in die Fasern eindringen, weil der Weichspüler einen fettigen Schutzfilm auf der Wäsche bildet. Das erschwert die Reinigung. Das tut der Weichspüler aber nicht nur auf der Wäsche, sondern auch auf unserer Haut. In der Waschmaschine können die fettigen Weichspülerreste Rückstände ablagern, die in dem feucht-warmen Milieu Mikroorganismen eine ideale Brutstätte bieten.

Die kuschelige Giftküche

Die Chemikalien in Weichspülern sollen unter anderem elektrostatische Aufladung verhindern, sowie einen bestimmten Duft verbreiten, um sowohl den Geruch anderer Chemikalien als auch jenen des synthetischen Gewebes zu überdecken. Doch hinter dieser wunderbaren Fassade der Weichspüler verstecken sich leider gefährliche Inhaltsstoffe.

Weichspüler enthalten so genannte kationische Tenside. Diese kationischen Tenside verhindern das Steifwerden der Wäsche und machen sie so geschmeidig und weich. Doch kationische Tenside sind zudem dafür bekannt, dass sie die Hautfunktion stören und Hauterkrankungen auslösen können. Sowohl kationische als auch nicht ionische Tenside stellen außerdem eine Belastung für die Umwelt dar, wenn sie ins Abwasser gelangen.

Der frische Duft, den Weichspüler der Wäsche verleihen, wird oft durch künstliche und allergene Duftstoffe wie Amylcinnamal, Amylcinnamylalkohol, Benzylalkohol, Benzylsalicylate, Cinnamylalkohol, Cinnamal, Citral, Coumarin, Eugenol, Geraniol, Hydroxycitronellal, Isoeugenol oder Lyral erzeugt. Die Duftstoffe Benzylalkohol, Benzylacetat oder Linalool sind häufig in Weichspülern zu finden, und das, obwohl sie zu Störungen des zentralen Nervensystems beitragen können. Häufig werden in Weichspülern auch polyzyklische Moschus-Verbindungen verwendet, welche dafür bekannt sind, dass sie sich im Fettgewebe oder in der Muttermilch anreichern können. Des Weiteren stehen diese polyzyklischen Moschus-Verbindungen in Verdacht, Leberschäden zu verursachen.

Formaldehyd oder Formaldehydabspalter wurden ebenfalls in Weichspülern gefunden. Sie werden als Desinfektions- oder Konservierungsmittel eingesetzt. Formaldehyd kann ebenfalls Allergien auslösen, die Schleimhäute reizen und steht seit Jahren im Verdacht, krebserregend zu sein.

Halogenorganische Verbindungen stellen eine Gruppe von zahlreichen Stoffen dar, die – wie der Name schon sagt – Halogene wie Brom, Chlor oder Jod enthalten. Verschiedene Stoffe dieser Gruppe sind auch in Weichspülern zu finden. Vor allem die Verwendung künstlicher, halogenorganischer Verbindungen ist sehr umstritten, denn viele dieser Stoffe können Allergien auslösen oder sind sogar krebserregend.

 

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Fazit: Besser keine Weichspüler – aber wie bekommt man weiche Wäsche?

Wer herkömmliche Weichspüler verwendet, setzt sich täglich vielen giftigen Chemikalien aus. Die Inhaltsstoffe des Weichspülers dringen beim Waschen in Handtüchern, Bettlaken und Kleidung ein und setzen sich dort zunächst einmal fest. Weichspüler sind so zusammengesetzt, dass sie über einen langen Zeitraum in der Wäsche verbleiben, wobei sie nach und nach in die Umgebung abgegeben werden.

Wer jedoch nicht auf weiche und frisch duftende Wäsche verzichten möchte, kann zu Alternativen greifen:

  • Wenn man die Wäsche an der Luft (zum Beispiel im Garten) trocknen lässt, entsteht einerseits keine elektrostatische Aufladung – was auch ein Weichspüler verhindern soll – und außerdem kann frische Luft der Wäsche ebenfalls einen angenehmen, natürlichen Duft verleihen.
  • Durch die Beigabe von Backpulver in die Waschmaschinenladung kann man viele Kleidungsgerüche ganz einfach beseitigen. Man sollte nur darauf achten, dass das Backpulver vollständig im Wasser gelöst ist, bevor man die Maschine anstellt.
  • Da der unangenehme Geruch in der Wäsche meist von Bakterien stammt, kann auch die Beigabe von kolloidalem Silber diesem entgegenwirken. Kolloidales Silber wirkt antibakteriell und ist zudem sehr hautverträglich.
  • Manche Menschen benutzen auch Essig oder Zitronensaft als Weichspüler-Ersatz. Viele schwören auf diese Methode. Der Essigduft soll offenbar nach dem Trocknen völlig verschwinden und die Wäsche dennoch weich machen.
  • Wer ohne Weichspüler wäscht und dennoch weiche Handtücher haben möchte, kann auch so genannter Trocknerbälle zur Wäsche in den Trockner geben. Bälle, die aus Gummi sind, stellen nicht unbedingt die umweltfreundlichste Lösung dar, weil sie unter Umständen abgasen können. Stattdessen kann man auch Trocknerbälle aus verfilzter Wolle verwenden.

 

Quellen:

Zentrum der Gesundheit

codecheck

t-online

Maria Herzger

netzfrauen

 

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