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Wie der Vatikan während des Zweiten Weltkriegs Nazi-Größen zur Flucht ins Ausland verhalf

18. Oktober 2019 | Allgemein | Geschichte | Kriege | Revolutionen | Politik | Geo-Politik | connectiv.events

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von Daniel Prinz

Als am 3. Mai 1945 Hitler „offiziell“ verstarb, verlautbarte die von Diktator Franco kontrollierte spanische Presse folgendes: „Adolf Hitler, ein Sohn der katholischen Kirche, starb als Verteidiger des Christentums. Es ist verständlich, dass keine Trauerworte über seinen Tod gefunden werden können, weil es viele gibt, die sein Leben verherrlichen. Über seinen sterblichen Überresten steigt seine siegreiche moralische Figur auf. Mit der Krone der Märtyrer überreicht Gott Hitler den Sieger-Lorbeerkranz.“ (Edmond Paris, „The Vatican against Europe“ S. 118)

Wie mittlerweile bekannt ist, flohen jede Menge andere NS-Größen ins Ausland, und Argentinien war eines der begehrtesten Ziele für das Exil. Für diesen „Massenexodus“ wurden auf beiden Seiten – der Regierung Argentiniens auf der einen und des Vatikans auf der anderen Seite – größtmögliche Anstrengungen unternommen und Gelder bereitgestellt. Der Autor Uki Goni enthüllte in seinem Werk „Odessa – Die wahre Geschichte: Fluchthilfe für NS-Kriegsverbrecher“ viele Details und der Allgemeinheit unbekannte Hintergründe zur vermutlich größten Fluchthilfeoperation, die bis zu diesem Zeitpunkt in der Geschichte stattgefunden hat. Der Hamburger Journalist Theo Bruns übersetzte mit einer Kollegin Gonis Buch ins Deutsche. Im Folgenden finden wir eine komprimierte Version mit den wichtigsten Informationen aus Theo Bruns’ Zusammenfassungen (Quelle ila-web.de):

Auf der argentinischen Seite errichtete Präsident Juan Perón einen eigenen Geheimdienst, um die Fluchtoperationen zu koordinieren. Geleitet wurde dieser Dienst von einem Rodolfo Freude, dem Sohn des deutsch-argentinischen Unternehmers Ludwig Freude, welcher wiederum der oberste Nazifunktionär in Argentinien war. Freudes wichtiger Helfer war ein Carlos Horst Fuldner, der als Agent beim Auslandsgeheimdienst der SS tätig war und auf Weisung von Walter Schellenberg (dem Chef des SD) Fluchtmöglichkeiten erkunden sollte. Diese Aufgabe setzte er dann in Peróns Geheimdienst um. Bei der ersten Fluchtwelle handelte es sich großteils um führende Persönlichkeiten der europäischen Regime, die mit den Nationalsozialisten kollaborierten. In erster Linie also kroatische Ustascha-Größen, belgische NS-Größen, französische Kollaborateure sowie Mitglieder der slowakischen Hlinka-Garde und der rumänischen Eisernen Garde.

 

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Aus all diesen Leuten wurden dann jene Köpfe rekrutiert, die im Rahmen der Organisation Odessa später den weiteren Massenexodus durchführen würden. In Europa wurde zudem die Fluchtroute Nord etabliert, um über Skandinavien hochrangige NS-Wissenschaftler und -techniker hinaus zu schmuggeln. Geleitet wurde dieses Unternehmen von dem Deutsch-Argentinier Carlos Schulz und den argentinischen Konsuln Pineyro und Mouret in Kopenhagen, Dänemark.

Auf der argentinischen Seite wurde zudem eine Organisation mit dem Namen SARE gegründet, die Argentinische Gesellschaft zum Empfang von Europäern. Ihre Aufgabe war es, für die Neuankömmlinge aus Europa Visa und Mittel für die Einwanderung zu beschaffen. Sitz dieser Organisation war in einem Gebäude in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires, welches, so Gottes Zufall es schon wieder will, dem Erzbistum von Buenos Aires gehörte, dessen Oberhaupt Kardinalprimas Santiago Luis Copello, der auch päpstlicher Gesandter beim Vatikan war.

Aber auch in der ach so neutralen Schweiz war man keineswegs tatenlos. In der Hauptstadt Bern wurde die Argentinische Auswanderungszentrale gegründet, die als Schlepperbüro fungierte und die Einwanderung nach Argentinien koordinieren sollte. In der Zwischenstation Schweiz wurden Ankömmlinge, denen noch wichtige Papiere fehlten (Ausweise etc.), dementsprechend ausgestattet und entweder mit dem Flugzeug ausgeflogen oder über den Seeweg über Genua nach Argentinien ausgereist. Notwendige Passdokumente, die auf falsche Namen lauteten, wurden im Sinne der christlichen Nächstenliebe freundlicherweise vom Internationalen Roten Kreuz und vom Malteserorden ausgestellt (Quelle).

 

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Die Ustascha und der Vatikan

Im ganzen Fluchthilfenetzwerk war ein wichtiger Bündnispartner natürlich der Vatikan. Der „erfolgreichste Nazischlepper des Vatikans“ war der kroatische Priester Krunoslav Draganovic, der als Geistlicher auch Oberst bei der Ustascha war und in Verbindung mit der Verwaltung des Ustascha-Schatzes gebracht wurde (was man den Opfern im Krieg geraubt hatte). Deshalb war er auch als der „Goldene Priester“ bekannt. 1943 ging er nach Rom in ein kroatisches Kloster, welches vom Vatikan als kroatische Sektion der Päpstlichen Hilfskommission (PCA) anerkannt war. In diesem Kloster wohnten zeitweise viele Ustascha-Größen und Kriegsverbrecher, bevor sie ihre Weiterreise nach Argentinien antraten. Über die Hilfskommission und ihre Unterkomitees sowie durch die internationale Caritas wurde die Fluchthilfe des Vatikans geplant und gesteuert. Ein Rundum-Sorglos-Paket, denn für nötige Visa, Pässe sowie Unterkunft und Verpflegung usw. wurde bestens gesorgt.

In Argentinien wiederum gründete der ehemalige kroatische Präsident Ante Pavelic die kroatische Exilregierung und wurde Sicherheitsberater vom Präsidenten Perón, dessen persönliche Leibgarde aus Ustascha-Faschisten bestand. Wie auch die Kroaten sind die Argentinier erzkatholisch bis ins Knochenmark und beide verbindet daher der „Anti-Kommunismus“ sowie der nationale katholische Faschismus. Die österreichische Sektion der PCA wurde vom Bischof Alois Hudal geleitet, der für die Ausschleusung von deutschen NS-Größen zuständig und somit neben Draganovic die nächste wichtige Person der vatikanischen Fluchthilfe war. Er verhalf Leuten wie Adolf Eichmann, Josef Mengele, Erich Priebke, Josef Schwammberger, Eduard Roschmann („Henker von Riga“), Franz Stangl oder Hans-Ulrich Rudel sowie hunderten anderen zur Flucht.

 

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Draganovic arbeitete auch mit dem US-amerikanischen Militärgeheimdienst Counter
Intelligence Corps (CIC) zusammen, der sich ebenfalls der Rattenlinie des Vatikans bediente. Viele deutsche als auch osteuropäische Kollaborateure der Nationalsozialisten gelangten dadurch in die USA, um wichtige Posten in Wissenschaft, Militär, Raumfahrttechnik, Geheimdienstwesen und anderen wichtigen Bereichen einzunehmen (siehe auch Project Paperclip). Der öffentlich bekannteste Fall war der des SS-Obersturmführers Klaus Barbie („Schlächter von Lyon“), der vom CIC als „antikommunistischer Experte“ rekrutiert wurde. Auch wenn der Vatikan und die katholische Kirche noch bis zum heutigen Tage ihr Engagement in Sachen der Fluchthilfe leugnen oder totschweigen, die Beweise lassen sich nicht unterdrücken. Theo Bruns erklärt uns dazu:

„Es ist bis heute Gegenstand einer hitzig geführten Kontroverse, ob Papst Pius XII. in das
Nazifluchthilfenetzwerk involviert war. Unstrittig ist, dass er sich persönlich bei den Alliierten für die von Draganovic protegierten kroatischen Kriegsverbrecher einsetzte, um sie vor der Auslieferung an Jugoslawien zu retten. Er attestierte den Ustascha-Generälen Vladimir Kren und Ante Moskov, ,standhaft für die Anwendung humanitärer Prinzipien eingetreten zu sein’. Pius XII. verwandte sich zudem für zum Tode verurteilte Massenmörder wie Otto Ohlendorf, der als Führer der Einsatzgruppe D die Ermordung von 90 000 Juden befahl, oder Oswald Pohl, der als Chef des SS-Wirtschaftsverwaltungshauptamtes für die Verwaltung der Konzentrationslager verantwortlich war. (…) Und Uki Goñi kommt auf dem Hintergrund seiner Recherchen zu dem Schluss: ,Für den Vatikan und die alliierten Geheimdienste war die Rettung von Nazi-Kollaborateuren und SSMördern Teil ihrer gemeinsamen antikommunistischen Agenda.’ Die Archivquellen belegen: ,Kardinäle wie Montini … waren das Hirn des Fluchthilfeunternehmens. Bischöfe und Erzbischöfe wie Hudal, Siri und Barrere brachten die notwendigen bürokratischen Verfahren auf den Weg. Priester wie Draganovic, Heinemann und Dömöter unterschrieben die Passanträge. Angesichts dieser nicht zu widerlegenden Beweise ist die Frage, ob Papst Pius XII. über diese Vorgänge Bescheid wusste oder nicht, völlig naiv.’“
(siehe „Der Vatikan und die Rattenlinie“)

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In meinem Werk „Wenn das die Menschheit wüsste…“ habe ich eine ganze Serie an belegbaren Quellen zusammengetragen, die sowohl den Vatikan als auch den militärischen Jesuitenorden eindeutig und ohne jedwede Zweifel als Hauptdrahtzieher der beiden Weltkriege dingfest machen. Dass diese gerade NS- und SS-Größen außer Landes verbrachten, wird mittlerweile auch verständlich, denn schließlich genießt die Inquisitionsarmee stets päpstliche Immunität und wird für die Errichtung des römischen „Vierten Reiches“ – der Neuen Weltordnung – gebraucht. Alle schockierenden Hintergründe dazu im Buch.

Vom Autor Daniel Prinz sind bisher zwei Bücher erschienen, 2014 der Bestseller „Wenn das die Deutschen wüssten…“ und Ende 2017 „Wenn das die Menschheit wüsste… wir stehen vor den größten Enthüllungen aller Zeiten!“ (drei Bände in einem). Beide Bücher – vor allem sein neueres Werk – sorgen für kontroverse Diskussionen und haben auch Stimmen aus bestimmten Kreisen auf den Plan gerufen, die die Verbreitung dieser Art von Enthüllungen am liebsten verhindern wollen. Auch beim Kopp-Verlag erhältlich.

 

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