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Wie die Sucht nach Junk-Food funktioniert – und was man dagegen tun kann

30. August 2018 | Gesundheit | Ernährung | Wissenschaft | Forschung | connectiv.events

Ess-Sucht nach Junk Food

Wer an Junk Food gewöhnt ist und als guten Vorsatz versucht, diese ungesunde Ernährung abzustellen, merkt, dass das alles andere als einfach ist. Es ist einfach so, dass man diesem Zeug nicht widerstehen kann, wenn das Hunger- und Esslust-Zentrum im Gehirn anfängt, laut danach zu fordern. Obwohl der rationale, bewusste Verstand “weiß”, dass sie ungesund sind, scheint ein anderer Teil des Gehirns völlig anderer Meinung zu sein.

Nicht jeder hat dieses Problem und manche können leicht steuern, was sie wirklich vernünftigerweise essen. Andere können sich nicht bremsen, wenn der Heißhunger auf Fritten, Hamburger, Currywurst oder Chips erwacht. Wenn Du einer von denen bist, wirst Du trotz bester Vorsätze immer wieder Junk Food in Dich hineinstopfen, auch wenn Du Dir geschworen hast, das nie wieder zu essen.

Warum ist das so? Bist Du einfach unbeherrscht? Nein. Es ist so, dass Junk Food das Belohnungssystem im Gehirn auf dieselbe Weise stimuliert wie  Kokain oder andere Drogen. Wer dafür anfällig ist, für den kann der Verzehr von Junk Food zu einer vollwertigen Sucht werden, weil sie die gleiche biologische Grundlage, wie die Sucht nach Drogen hat. Das hat eine Studie über die Neurobiologie von Junk Food herausgefunden. (1)

 

 

Neurobiologie und Pommes?

Unser Gehirn steuert unser Verhalten durch ein Belohnungssystem. Dieses System entstand in unserer Entwicklung, um Verhaltensweisen und Aktionen zu “belohnen”, die das Überleben fördern. Dazu gehören Basis-Verhaltensweisen wie das Essen. (2) Das Gehirn setzt dazu eine Reihe von Wohlfühlchemikalien im Belohnungssystem frei. Zu diesen Chemikalien gehört der Neurotransmitter Dopamin, den das Gehirn als Vergnügen interpretiert. Das Gehirn ist so „verdrahtet“, dass es Verhaltensweisen fördert, die Dopamin im Belohnungssystem freisetzen. Das Problem mit dem Junk-Foods ist, dass sie eine viel stärkere  „Belohnung“ verursachen können, als zum Beispiel Vollwertkost. (3)

Während das Essen eines Apfels oder Steaks eine mäßige Freisetzung von Dopamin verursacht, ist das Essen von Eiscreme so unglaublich belohnend, dass es eine enorme Menge Dopamin freisetzt.

 

 

Eigentlich werden wir Dopamin-Junkies

Wenn Du immer wieder Dopamin im Belohnungssystem freisetzt, wie z.B. eine Zigarette rauchen oder einen Snickers-Riegel essen, führt das auf Dauer dazu, dass Deine Dopamin-Rezeptoren sich herunterregulieren. Bemerkt das Gehirn, dass der Dopaminpegel lange oder wiederholt zu hoch ist, baut es einfach Dopaminrezeptoren ab, um auf seine „Normal-Soll-Menge“ zu kommen.

Mit weniger Rezeptoren brauchen wir mehr Dopamin, um wieder so zufrieden und glücklich zu sein, wie vorher. Also essen wir mehr Junk Food, um das gleiche Belohnungsniveau wie vorher zu erreichen. Das nennt man Toleranz. Weniger Dopaminrezeptoren bedeutet, weniger glücklich, wenn Du Deinen Junk Food “fix” nicht bekommst. Dies wird als Entzug bezeichnet. Toleranz und Entzug sind die Kennzeichen der körperlichen Sucht. Mehrere Studien an Ratten zeigen, dass sie körperlich abhängig von Junk-Food werden können, so wie sie von Drogen abhängig werden. (4)

 

 

„Ich brauch jetzt unbedingt …“

Das dringende Verlangen, jetzt unbedingt dies oder das essen zu müssen sollte nicht mit echtem Hunger verwechselt werden. Das Verlangen nach so etwas wie Kartoffelchips oder Knusperriegel taucht oft plötzlich auf, und man will es jetzt unbedingt haben. Auch wenn die Sehnsüchte manchmal aus dem Nichts zu kommen scheinen, können sie auch durch bestimmte Auslöser, so genannte Signale, ausgelöst werden: An einer Eisdiele vorbeizugehen oder eine Pizza zu riechen reicht schon. Aber auch emotionale Zustände wie Depressionen oder Einsamkeit können diese Verlangen triggern. Ein Verhalten, das als emotionales Essen bekannt ist. Aber eigentlich geht es gar nicht um die Süßigkeiten oder das Junk-Food-Essen. In Wirklichkeit willst Du das Bedürfnis des Gehirns nach Dopamin befriedigen. Das hat gar nichts mit dem Energie- und Nährstoffbedarf des Körpers zu tun. Für Ess-Süchtige können diese Sehnsüchte so stark sein, dass sie jeden Schwur, jeden guten Vorsatz hinwegfegen. Ess-Süchtige wissen, dass sie sich schädigen, aber sie können nicht anders. Das ist das Merkmal einer Sucht, und wer das an sich feststellt, sollte etwas dagegen unternehmen.

Menschen mit Ess-Sucht bekommen ihren “Fix”, indem sie eine bestimmte Nahrung essen, bis ihr Gehirn das gesamte Dopamin erhalten hat, das es verlangt. Je öfter dieser Zyklus von Verlangens und der Belohnung wiederholt wird, desto stärker wird er und desto mehr von dem Suchtzeug brauchen sie jedes Mal. (5) 

Man kann es irgendwann nicht mehr steuern, und wird meistens immer fetter. Manche werden zu Bulimikern, die erst ihre Sucht befriedigen, indem sie all das in sich hineinstopfen, was die Sucht verlangt, um dann alles wieder zu erbrechen, damit sie nicht fett werden.

 

 

Was tun?

Zuerst einmal muss man sich eingestehen, dass man süchtig ist. Das ist bei Ess-Sucht genauso, wie beim Rauchen oder bei Alkoholikern. Leider gibt es keine einfache Lösung für Süchte. Es gibt keinen Trick oder ein magisches Heilmittel. Eine professionelle Beratung ist meistens sinnvoll, um die individuell angepasste Methode zu finden. Die einen können unter Anleitung lernen, wie sie ihren Konsum kontrollieren. Für andere kommt nur „cold Turkey“ in Betracht, nämlich schlagartig die Sucht-Lebensmittel vollständig zu vermeiden. Das ist sehr schwer und erfordert möglicherweise, in eine kontrollierte Umgebung zu gehen, wo man auch keine Chance hat, an seine Droge „Essen“ heranzukommen und wo man auch ständig Unterstützung und Hilfe bekommt.

Wenn man unter „Hilfe bei Essstörungen“ googelt, findet man Beratungsstellen in der Umgebung, Spezialkliniken und Selbsthilfegruppen. Dort kann man den Betroffenen helfen, den richtigen Weg und die individuell richtige Methode zu finden.

 

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