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Wie wir die Mainstream-Medien auf’s Abstellgleis schieben

5. März 2018 | Familie | Soziales | Psychologie | Gesellschaft | Schlüsselkindblog

Von Ron Regen

Medien sind wichtig. Wichtiger noch als die Politik. Andrew Breitbart sagte einmal, dass die Politik das Ergebnis der Kultur ist. Wäre die heutige fehlgeleitete deutsche Politik denkbar ohne die irrationale und oft auch naive Hippie-Moral, die von vielen Deutschen leider völlig kritiklos verinnerlicht wurde?

Das ist in der Tat schwer vorstellbar.

Was aber formt die Kultur? In unserem Zeitalter sind das ohne Frage zu einem sehr großen Teil die Massenmedien.

Und genau deshalb reicht es nicht darauf zu hoffen, dass eine konservative Partei in Zukunft noch mehr Stimmen bekommt und vielleicht auch noch ein oder zwei andere Parteien wieder zur Vernunft kommen und so eine konservative parlamentarische Mehrheit entsteht, die alles wieder ins Lot bringt.

Wenn Politik und Gesellschaft dauerhaft wieder normal werden sollen, dann müssen wir die Macht der Mainstream-Medien brechen. Wir müssen ihnen reichweitenstarke konservative Medien entgegenstellen, die für einen Ausgleich in der Medienlandschaft sorgen. Und wenn ich Reichweite sage, dann denke ich an Fox News und Breitbart.

Nur so können wir die Gesellschaft dauerhaft verändern und damit die Ursache des heutigen Politalptraums beseitigen.

Das Internet ist nicht alles

Wenn wir heute in Deutschland von alternativen Medien und der Vergrößerung ihrer Reichweite sprechen, dann drehen sich die Diskussionen meist um soziale Medien und die ausufernde Zensur auf Twitter, YouTube und Facebook. Und ja das ist ein Problem. Durch die Zensur auf diesen Medien soll die Macht der Mainstream-Medien über die Meinungsbildung innerhalb unserer Gesellschaft erhalten werden – leider nicht ganz ohne Erfolg.

Doch zusehends habe ich den Eindruck, dass es sich hierbei mehr um einen Nebenkriegsschauplatz handelt und uns gar nicht klar ist, dass wir anderswo eine viel größere Macht entfalten könnten.

Selbstverständlich kann man mit YouTube und Facebook große Reichweiten erzielen (Twitter wird in Deutschland von der breiten Masse eher verschmäht). Das will ich hier nicht grundsätzlich in Abrede stellen.

Aber werden diese Medien am Ende nicht vielleicht heillos überschätzt?

Es gibt noch eine Welt außerhalb des Internets

Allein die Tagesschau erreicht täglich im Durchschnitt knapp 10 Millionen Zuschauer. Und seien wir mal ehrlich: Die meisten dieser Leute interessieren sich nicht für Twitter und Facebook. Nicht wenige dieser Zuschauer haben nicht mal einen Facebook-Account. Und wieviele der Facebook-Nutzer sind dort oft genug unterwegs, als dass man sie über dieses Medium tatsächlich erreichen könnte?

Bei YouTube mag es anders aussehen, doch auch YouTube wird hauptsächlich von einem jüngeren Publikum intensiv genutzt. Und auch wenn auf YouTube eine Reichweite im Bereich von mehr als einer Million Follower möglich ist (gewisse deutsche YouTuber machen es vor), so wird die Zensur niemals zulassen, dass jemand mit einer Meinung, die nicht dem Mainstream entspricht, ungehindert eine solche Reichweite aufbaut.

Während der Mainstream also den Großteil der Leute abholt, beackern alternative Medien in ihrer kleinen und von der Zensur begrenzten Internetnische nur eine Untergruppe der eigentlichen Öffentlichkeit. Und irgendwie habe ich das Gefühl, dass das dem Establishment auch ganz recht ist.

Das Internet ist ein großartiges, weil demokratisches Medium. Es gibt jedem die Möglichkeit, Inhalte zu veröffentlichen und sie der ganzen Welt zugänglich zu machen. Wenn man nicht über größere zweistellige Millionensummen verfügt, dann gibt es kein besseres Medium, um der Öffentlichkeit seine Inhalte zugänglich zu machen.

Aber ist das Internet auch das beste Medium, um diese Inhalte bekannt zu machen? Die Antwort lautet: Nicht unbedingt.

Wir müssen hinaus in die Welt gehen

Natürlich ist es eine gute Idee, die Möglichkeiten des Netzes auszuschöpfen, um Reichweite aufzubauen. Viele Alternative Medien und Blogs (red.) sind ja auch überaus erfolgreich. Und es gibt großartige alternative YouTube-Kanäle und Facebook-Gruppen.

Doch noch immer informieren sich viel zu viele Menschen ausschließlich über die Mainstream-Presse.

Wie können wir das ändern?

Die Antwort ist einfach: Wir müssen das tun, was das Establishment am meisten fürchtet. Wir müssen in die reale Welt hinaus gehen und dort Werbung für alternative Medien machen.

Jetzt kann man sich natürlich fragen, welches die beste Werbemethode ist. Muss man große Plakatwände mieten oder Stände in der Fußgängerzone aufbauen? Ich habe da einen anderen Favoriten.

Subversion mit Turnschuhen und Rucksack

Vor wenigen Jahren habe ich ein sehr interessantes Interview mit Jörg Meuthen, einem der heutigen Parteivorsitzenden der AfD, gesehen. In diesem Interview erzählte er – nicht ohne eine geradezu schelmische Freude – wie er seine Parteikarriere mit dem Austragen von Wahlkampf-Flyern begonnen hatte.

Unerkannt versorgte er die gesamte Nachbarschaft mit Flyern und machte so in seinem direkten Umfeld Werbung für die von den Medien schon damals äußerst kritisch beäugte Partei, ohne dass irgendjemand wusste, dass er dahinter steckt.

Doch nicht sie entscheiden, ob die Nachricht ankommt. Diese Entscheidung trifft stattdessen ein namenloser Bürger mit einem Paar Turnschuhen und einem Rucksack voller Flyer – und niemand anders.

Wir können die Welt um uns herum verändern

Nun stellen wir uns einmal vor, all die Menschen, die unzufrieden sind und etwas tun wollen, aber nicht wissen was und das tägliche Elend in diesem Land kaum aushalten, die würden plötzlich überall in Deutschland loslaufen und die Briefkästen ihres Stadtteils, ihrer Stadt oder ihres Dorfs mit Flyern über alternative Medien versorgen.

Wir könnten gar nichts besseres tun, um die Medienlandschaft in Deutschland nachhaltig zu verändern. Natürlich würde nicht jeder darauf anspringen. Aber der Werbeeffekt wäre enorm und vor allem wäre er lokal, d.h. jeder Austräger hätte in seinem direkten Umfeld einen Unterschied gemacht.

Wer bisher noch nicht mit alternativen Medien in Berührung gekommen war, der hat jetzt die Wahl, sich einmal etwas anderes anzusehen. Die Gutmenschen hingegen wären geschockt und empört und ihre Empörung wäre nichts als ein zusätzlicher Werbeeffekt.

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