0 Wikipedia – Online-Lexikon oder Propagandainstrument? | connectiv.events
Seite auswählen

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Wikipedia – Online-Lexikon oder Propagandainstrument?

12. Dezember 2019 | Allgemein | Politik | Geo-Politik | Psychologie | Gesellschaft | Wissenschaft | Forschung | Anti Spiegel

von Thomas Röper

Wikipedia ist eine der meist besuchten Webseiten der Welt. Diese Woche werde ich in einer Sonderreihe beleuchten, was Wikipedia tatsächlich ist. Denn eines ist es nicht: Es ist kein Online-Lexikon.

Als ich 2015 mein Buch über die Ukraine-Krise geschrieben habe (für das ich erst 2019 einen Verleger gefunden habe), da habe ich viel mit Wikipedia gearbeitet. Dass Wikipedia keine wissenschaftliche Quelle ist, war mir klar. Auf Wikipedia gab es aber viele Artikel über den Maidan, die Ukraine-Krise, die Krim und so weiter. Interessant war dabei, wie sich Wikipedia in den verschiedenen Sprachen unterscheidet, denn ich habe Wikipedia-Artikel auf Deutsch, Englisch, Russisch und Ukrainisch analysiert.

Man muss wissen, dass es in jedem Land eine eigene Wikipedia-„Redaktion“ gibt, die Artikel sind also sehr unterschiedlich, ja nach dem, in welcher Sprache man sie liest. Und das war bei der Arbeit an meinem Ukraine-Buch sehr lehrreich, denn ich konnte sehen, dass in den deutschen Wikipedia-Artikeln viele Informationen fehlten und auch viele Unwahrheiten in den Artikeln waren.

 

https://genesis-pro-life.idevaffiliate.com/81.html

 

Dennoch war Wikipedia – ungewollt – sehr hilfreich, denn ich habe mir damals angewöhnt, nichts zu glauben, was in den Artikeln steht, sondern immer die angegebenen Quellen zu lesen. Und siehe da: Im deutschen Wikipedia war man besonders dreist, denn teilweise stand in den Quellen das Gegenteil von dem, was in dem Wikipedia-Artikel unter Bezug auf die Quelle zu lesen war.

Was ich damals schon verstanden habe war, dass das deutsche Wikipedia nicht objektiv über Ereignisse berichtet, sondern sie nach Lesart der transatlantischen Propaganda darstellt, auch wenn man dafür die Wahrheit stark verbiegen muss. Etwas später bin ich auf den Film „Die dunkle Seite der Wikipedia“ gestoßen, den Markus Fiedler gemacht hat. Der Grund, den Film zu machen, war der Wikipedia-Artikel über Dr. Daniele Ganser. Ganser ist Friedensforscher und ich war damals schon ein Fan seiner Vorträge, die man auf YouTube anschauen kann. In seinen Vorträgen zu verschiedenen Themen geht Ganser sehr korrekt vor und nennt transparent seine Quellen, was er erzählt ist also nachprüfbar. Aber er stellt unbequeme Fragen zu 9/11, zu den Kriegen der Nato und zu der Berichterstattung der Medien über diese Themen.

 

 

In seinem Wikipedia-Artikel wird Ganser daher als „Verschwörungstheoretiker“ bezeichnet und sogar in die Nähe von Holocaust-Leugnern gestellt und wer das ändern möchte, der wird bei Wikipedia kommentarlos auf Lebenszeit gesperrt. Das war Fiedler aufgefallen und daher hat er angefangen zu recherchieren. Das Ergebnis war der verlinkte Film, in dem er aufgedeckt hat, wie die Wikipedia in Deutschland funktioniert und wer dort das Narrativ vorgibt.

Heute macht Fiedler zusammen mit Dirk Pohlmann die Sendereihe Neues aus Wikihausen„, in der sie die Wikipedia weiter analysieren und kritisieren. Dabei hat sich herausgestellt, dass es keineswegs nur ein „deutsches Phänomen“ ist, was in der Wikipedia abläuft, sondern dass das international System hat. In den USA sind ebenfalls Journalisten dabei, über die Wikipedia zu recherchieren und sie sind – völlig unabhängig von Fiedler und Pohlmann – zu den gleichen Ergebnissen gekommen: In der Wikipedia herrscht ein System, bei dem einige wenige User fast alle Artikel bearbeiten und „beherrschen“. Die wichtigste Gemeinsamkeit ist, dass dabei konsequent die transatlantische und die pro-israelische Linie vertreten wird und jeder, der Fakten in Artikel einarbeiten möchte, die dem widersprechen, wird verwarnt oder sogar gesperrt. Und natürlich werden solche Änderungen in den entsprechenden Artikeln nicht zugelassen.

Dass das nicht nur auf die deutsche und englische Wikipedia beschränkt ist, habe ich vor kurzem erlebt, als ich auf einer Konferenz über Pressefreiheit war. Dort hat auch Dirk Pohlmann einen Vortrag gehalten und den versammelten internationalen Journalisten über seine Arbeit berichtet. Er erzählte mit Beispielen, wie Journalisten, Kabarettisten, Autoren und so weiter, die sich gegen das Narrativ der Wikipedia stellen, systematisch verleumdet werden. In den Wikipedia-Artikeln über sie werden sie in die „rechte Ecke“ gestellt, als Spinner dargestellt und so weiter. Für einen Kabarettisten kann das den Ruin bedeuten, denn selbst Veranstalter weigern sich oft, jemandem einen Saal zu vermieten, wenn bei Wikipedia derartiges über sie steht.

 

https://aquarius-prolife.com/de/

 

Nach seinem Vortrag wurde Pohlmann von dutzenden Journalisten aus verschiedenen Ländern bestürmt, denen es in ihren Ländern genauso ging: In ihren Artikeln werden sie verleumdet und wenn sie etwas richtig stellen wollen, wird das nicht zugelassen. Sie alle haben gedacht, dass sie Einzelfälle wären, aber die Traube von Menschen, die da um Pohlmann stand, war der beste Beweis dafür, dass es sich dabei um systematische Arbeit handelt.

Diese Woche werde ich jeden Tag einen Artikel über die Ergebnisse der Recherchen von Fiedler und Pohlmann schreiben und an Beispielen aufzeigen, wie die Wikipedia funktioniert. Der Grund ist, dass am Freitag eine neue Folge von „Neues aus Wikihausen“ veröffentlicht wird, die ich schon anschauen konnte und in der Fiedler und Pohlmann ein Gespräch mit der amerikanischen Journalistin Helen Buyniski geführt haben. So viel kann ich schon sagen, das Video hat Sprengstoff, denn es zeigt völlig neue Hintergründe über die Art und Weise, wie Wikipedia international gesteuert wird.

Damit diese Hintergründe auch für diejenigen unter Ihnen verständlich werden, die von dem Thema noch nicht viel gehört haben, habe ich beschlossen, in dieser Woche diese Sonderreihe über Wikipedia zu veröffentlichen und über die Arbeitsweise von Wikipedia zu informieren.

 

https://www.j-k-fischer-verlag.de/J-K-Fischer-Verlag/Vladimir-Putin-Seht-Ihr-was-Ihr-angerichtet-habt--8103.htmlEure Spenden helfen mir, Euch noch bessere Artikel zu bieten, sie sind wichtig, damit ich Autoren, Graphiker, Cutter u.v.m. bezahlen kann. Ich habe keine Sponsoren oder Investoren. 

via Überweisung:

Konto Inhaber: CONNECTIV EVENTS S.L.
IBAN: ES95 001901 82564 01001 4565
BIC: DEUTESBBXXX

Bitte immer Spende als Zweck angeben!
DANKE!

________________________________________________________________________

Die Plattform von connectiv.events bietet Dir vielfältige und effektive Möglichkeiten, Dich, Deine Arbeit und/oder Dein Unternehmen bei einem thematisch breitgefächerten Publikum vorzustellen. Die Bekanntheit und auch die Beliebtheit von connectiv.events wächst von Tag zu Tag.

Im digitalen Zeitalter ist es besonders wichtig, einander real zu begegnen. Die Gelegenheit dazu hast Du bei unseren Events. Eine Termin-Übersicht findest Du im Event-Kalender.
Abonniere doch gleich unseren Youtube-Kanal. Damit unterstützt Du unseren Bekanntheitsgrad und verpasst keine neuen Produktionen mit spannenden Themen und Gästen.
Verpasse auch keine Informationen über kommende Events, sowie interessante Artikel, Beiträge und Menschen und melde Dich ebenfalls für unseren Newsletter an.
Wir entwickeln unsere Plattform ständig weiter und wünschen Dir viel Freude beim Stöbern auf connectiv.events

________________________________________________________________________

Weiter lesen auf:

https://www.anti-spiegel.ru/2019/wikipedia-online-lexikon-oder-propagandainstrument/
Bildredakteur:

connectiv.event

Textredakteur:

Thomas Röper

Quelle:

WP Twitter Auto Publish Powered By : XYZScripts.com

Pin It on Pinterest

Share This