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Wird Syriens Schicksal von Russland, Türkei und Iran bestimmt?

27. November 2017 | Politik | Geo-Politik | Telepolis

Die syrischen Kurden und Syrien nach dem IS: Ein föderales, demokratisches Syrien wird nicht mal als Option in die Gespräche und Verhandlungen eingebracht

Am vergangenen Mittwoch trafen sich die Präsidenten Russlands, der Türkei und Irans (G3-TIR) im russischen Sotschi, um über Syrien zu beraten. Die USA und die UN sind mit ihren Genfer Treffen zur gleichen Frage zeitlich im Verzug. Die Konkurrenz der beiden Kontrahenten USA und Russland um geopolitischen Einfluss ist einer demokratischen Lösung nicht gerade förderlich.

Es besteht die Gefahr, dass die Kurden und ihre Verbündeten auf der Strecke bleiben. Die Türkei, der neue Satellit Russlands bereitet einen Angriff auf den nordsyrischen Kanton Afrin vor, um durch außenpolitische Erfolge vom innenpolitischen Niedergang ablenken zu können. Ob diese Rechnung aufgeht?

Das deutschsprachige, russlandfreundliche Medium Sputniknews feierte die Geburt der „G3 TIR“ als historisches Ereignis. Russland hätte entgegen allen Prognosen der syrischen Regierung geholfen, einen Großteil Syriens wieder unter ihre Kontrolle zu bekommen und dadurch seinen eigenen geopolitischen Einfluss in der Region gestärkt.

Dabei geht es allen drei Akteuren einerseits um den Zugriff auf die Ressourcen im Irak wie in Syrien und um die politische Kontrolle in Syrien; andererseits will man auch den Einfluss des Westens und den USA im Nahen Osten schwächen.

Iran ist direkter Gewinner der Verhandlungen. Man hat nun freie Bahn für Handelsgeschäfte von Teheran über Syrien bis ans Mittelmeer. Eine schiitische Achse von Iran über den Irak und Syrien bis zur Hisbollah im Libanon ist greifbar nahe. Die zunehmende Islamisierung der Türkei kann Iran nur Recht sein.

Dabei ist es zweitrangig, dass die Türkei mehrheitlich sunnitisch geprägt ist. Iran geht es vor allem darum, auf der Weltbühne mehr Gewicht zu haben und seine internationalen Beziehungen auszubauen.

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https://www.heise.de/tp/features/Wird-Syriens-Schicksal-von-Russland-Tuerkei-und-Iran-bestimmt-3901743.html
Bildredakteur:

Niki Vogt

Textredakteur:

Niki Vogt

Quelle:

Telepolis

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