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Wonnemonat Mai – zartes Baumblattgemüse als schmackhafte Vitaminbomben

13. Mai 2018 | Autarkie | Freies Leben | Gesundheit | Ernährung | Natur | Umwelt | connectiv.events

Von Niki Vogt

Es ist Mai und die Bäume tragen dieses wunderschöne, zarte, frische vor Leben platzende Maigrün. Wenn dann noch die Sonne durch diese jungen Blätter scheint, dann leuchtet dieses junge Grün so wunderschön frisch, dass man die Freude über den Wonnemonat Mai direkt im Herzen spürt.

Wer weiß schon, dass diese – nur kurze – Zeit eine wunderbare Gelegenheit ist, die jungen, zarten Baumblätter zu essen. Man kann die jungen Blatttriebe oder zarten Blätter als Rohkost gleich frisch vom Baum naschen. Man kann sie aber auch sammeln und als Vitaminbomben mit in den Salat oder in einen grünen Smoothie geben. Wer etwas ambitionierter ist, wagt sich an ein Pesto von zarten Maiblättern mit Cashewkernen oder Pinienkernen – oder stellt Brotaufstrich aus jungen Baumblättern mit (Ziegen)Frischkäse her. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Tipps: 
1) Unbedingt sollte man darauf achten, dass man sich wirklich sicher ist, welchen Baum man vor sich hat. Es gibt auch giftige Bäume, wie die schwach giftige Eiche und die richtig giftige Eibe. Insbesondere die Eibe wird leicht mit der Tanne oder Kiefer verwechselt. Wer keinerlei Ahnung hat, muss sich mit jemandem zusammentun, der sicher in der Bestimmung der verschiedenen Bäume ist. Hilfreich sind hier auch Pflanzenbestimmungsbücher.
2) Nicht gerade in der Nähe von stark befahrenen Straßen oder bei gedüngten Feldern oder anderen belasteten Flächen sammeln. Am besten und saubersten sind Baumblätter aus einem Wald.
3) Nimm entweder feuchte Tücher mit oder eine Plastiktüte, um die „Ausbeute“ darin eingeschlagen mit nach Hause zu nehmen. Ansonsten sind die zarten Blättchen schon welk und schlaff, bevor sie zu Hause ankommen.
4) Rupfe niemals einem Baum zuviele seiner jungen Blätter ab.  Pflücke am besten immer nur immer nur ein paar Blätter pro Baum. Und nimm nur so viel. wie Du wirklich auch verwendest.

Bedanke Dich doch freundlich bei dem Lebewesen Baum, das Dir seine Blätter gibt.

Die Buche

Die jungen Buchenblätter von Mitte April bis Anfang Mai am frischesten und zartesten. Dann schmecken sie fein und leicht säuerlich. Sie geben dem Salat eine leichte Sauerampfernote. Und sie verleihen eine zitronige Kopfnote in Smoothies.  Auch bei Pesto und Brotaufstrichen oder in Kräuterquark ersetzen sie den Zitronensaft. Solange sie noch ganz weich und hellgrün sind, kann man sie in den Salat geben. Später im Frühjahr, wenn sie etwas dunkler geworden sind, geben sie einem Pesto etwas mehr Geschmack. Buchenblätter bleiben noch eine Weile geschmacklich recht mild, mit dem Eisetzen des Sommers aber werden sie zu hart und bitter.

Buchenpesto:
Etwa 100g junge, frische Buchenblätter, 100g Cashewnüsse, 60g geriebener Pecorino oder Parmesan, 150 ml Sonnenblumenöl, 1 Teelöffel Salz, 1/2 Teelöffel Honig (oder Zucker), je nach Geschmack eine halbe Zehe fein zerkleinerter Knoblauch.
Die Buchenblättchen und die Cashewnüsse (und den Knoblauch) mit dem Wiegemesser (oder Stabmixer) fein zerkleinern, das Sonnenblumenöl, Salz und Honig hineinrühren, an Ende den geriebenen Käse unterrühren, abschmecken und über Nudeln oder Reis geben.

Die Birke

Birkenblätter sind die ersten Blättchen, die bereits im März gepflückt werden können. Sie enthalten Bitterstoffe und  Gerbstoffe, die für Magen und Verdauung gut sind, ätherische Öle und Vitamin C, die gegen Infektionen wappnen. Bevor sich noch im Vofrühling die jungen Blätter enfalten und als winzige, dunkle Knospen an den dünnen Birkenzweigen sitzen, kann man diese Knospen ernten und wie Leinsamen in Müslis oder im Brot benutzen. Sie enthalten viele Vitamine und Spurenelemente und schmecken mild-nussig.
Birkenblätter werden als Tee seit Alters her für Frühjahrskuren verwendet, sie unterstützen unseren Körper bei der Reinigung und Entgiftung. Die Birke liefert gesunden, köstlichen Birkenzucker, das Xylit, man muss aber sehr vorsichtig sein, den süßen Birkensirup abzuzapfen, dass man den Baum nicht zu sehr ausbeutet. Birkenpech diente früher als Dichtungsmittel und Klebstoff (bei den Wikingern dichtete man die Planken der Drachenboote mit Teer oder Birkenpech ab) und Birkenrinde erfüllte früher die Aufgaben, die heute die Dachpappe aus dem Baumarkt verrichtet. Die Indianer Nordamerikas fertigen traditionell Dosen und Kanus aus Birkenrinde.
Birkenblätter schmecken sehr gut im Salat, aber sehr jung auch direkt vom Baum und in Smoothies.

Birken-Frühlingsbutter:
Ein 250g Päckchen Butter, 2 Handvoll junge Birkenblätter, 1 Knoblauchzehe, 1 Teelöffel Zitronensaft, 1 gestrichenen Teelöffel Salz.
Die Butter zimmerwarm und weich werden lassen. Die Birkenblätter zusammen mit der Knoblauchzehe mit einem Wiegemesser fein wiegen und zusammen mit dem Zitronensaft und dem Salz gut mit der Butter verrühren. Passt gut zu Baguette und kräftigem Brot oder zu Ofenkartoffeln.

Die Linde

Die Linde ist der heilige Baum unserer Vorfahren. Unter seinen Zweigen wurde Gericht gehalten und sie schützte Recht, Gesetz und Leben. Sie hat starke Heilkräfte und das Wort „Linderung“ und „gelinde“ stammt von ihrem Namen. Sie war der höchsten Göttin der Germanen, der Freya geweiht. Sie wurde als die Göttin der Liebe, des Glücks und der Fruchtbarkeit verehrt. Lindenblütentee wird heute noch in den Apotheken gegen grippale Infekte, Erkältungen und Schnupfen angeboten. Er wirkt hustenreizlindernd und fördert das Abhusten des Schleims. Lindenblütentee ist stark schweißtreibend und fördert die Genesung bei fiebrigen Infekten. Bäder mit Lindenblättern und -blüten wirken nervenberuhigend.
Es gibt Sommerlinden und Winterlinden. Die Sommerlinden haben größere und weichere Blätter, die zarter schmecken und zum Essen besser geeignet sind. Lindenblätter isst man am besten ab April bis Juni oder Juli, solange sie noch schön zart sind. Ihr milder, feiner Geschmack rundet Salate und Smoothies ab. Man kann sie direkt vom Baum essen, und aufgrund ihres milden Geschmacks wie Spinat zubereiten. Lindenblätter schmecken ausgezeichnet und aromatisch mild, fast etwas lieblich-süßlich und können daher gut mit etwas herberen Baumblättern oder Wildkräutern kombiniert werden.

Die Fichte

Von April bis in den Juni leuchten die hellgrünen, weichen und jungen Fichtennadelbüschelchen an den Zweigenden der dunklen Fichten. Solange sie hell und weich sind, schmecken die Fichtenspitzen erfrischend zitronig und das ätherische Öl ist noch zart und aromatisch in der Geschmacksausprägung. Später, wenn die Fichtenspitzen dunkler werden, treten diese ätherischen Öle, die Terpene, sehr dominant in den Vordergrund und die Nadeln werden hart und zäh. Junge Fichtenspitzen bieten sehr viel Vitamin C. Direkt vom Baum genascht, sind sie eine köstliche, gesunde Erfrischung bei Waldspaziergängen. Man kann auch den leckeren Fichtenspitzenhonig aus ihnen herstellen, der übrigens ein hervorragender Hustensaft ist. Fichtenspitzenhonig kann man wirklich ganz einfach selber herstellen:

 

Achtung: Achte sehr genau darauf, dass Du die Kiefer nicht mit ener Eibe verwechselst. Die Eibe ist sehr giftig! Man kann die beiden Nadelbäume jedoch gut unterscheiden. Während die Fichte ihre harten, saftgrünen Nadeln wie bei einer Flaschenbürste locker rund um den Zweig angeordnet trägt (Bild oben), sind die weichen, blaugrünen, platten Nadeln der Eibe nur flach nebeneinender auf beiden Seiten des Zweiges angeordnet (Bild unten). Finden sich rote Früchte oder deren bläuliche Samenkapseln an den Zweigen, kann es keine Fichte sein. Wenn man nicht wirklich ganz sicher ist gilt immer: Finger weg!

Die Weide

Die Weide mit ihren langen, dünnen und biegsamen Zweigen ist ein Freund der Menschen. Die Zweige werden auch heute noch zum Flechten von Korbwaren aller Art benutzt. Die Weidenblüten – auch Weidenkätzchen genannt, weil sie wie kleine, weiche Pelztierchen aussehen – sind im Frühjahr mit die erste Nahrungsquelle für die nach der Winterruhe ausschwärmenden Bienen. Schon in der Antike setzte man einen Sud aus der Weidenrinde gegen Schmerzen und Fieber und gegen die Folgen von durchzechten Nächten ein, denn die Rinde der Weide (Salix) enthält den Wirkstoff Salicylsäure. Chemisch leicht verändert wird dieser Wirkstoff als Acetylsalicylsäure auch heute noch unter dem Markennamen Aspirin (oder auch als Genericum „ASS“) zum selben Zweck verwendet.
Die jungen, weichen Blätter der Weide sind im Frühjahr überdies als Rohkost wertvoll und lecker. Wenn man sie kaut, entfalten sie einen milden, mehligen Geschmack. Die Konsistenz erinnert ein wenig an Kuchenteig. Sie geben Smoothies eine sämigere Konsistenz und mildern den Geschmack von zwar gesunden, aber etwas bitteren Kräutern in Speisen ab.

Der Spitzahorn

Spitzahornblätter sind am schmackhaftesten ab April bis Mai / Juni, solange sie noch schön klein, hell und zart sind. Sie sind eine Delikatesse, wunderbar süßlich und mild und sind richtig lecker in Smoothies, verfeinern den Salat, als Füllung anstatt von Spinat in Pfannkuchen –  aber auch direkt vom Baum sind sie eine süße Nascherei.  Im April kann man auch gleich die Blüten noch mit verwenden. Diese sind auch sehr wohlschmeckend. Man kann die Blüten und jungen Blätter in ganz feine Streifen schneiden und frisch mit Schwarztee (oder anderen Tees) aufbrühen, dann erhält der Tee eine leichte Süße und ein interessantes Aroma. Auch als Zusatz in Mineralwasser verleiht er dem Sprudelwasser eine zarte, feinsüßliche Geschmacksnote.
Vorsicht aber bei Ahornbäumen, die leicht rötliche Blätter haben, die sind meistens ziemlich bitter. Am besten, man zupft ein Stück Blatt ab und probiert ersteinmal, ob es gut schmeckt.
Wie die Birke, führt der Ahorn unter seiner Rinde einen süßen Saft, den Ahornsirup. Anders als der Birkensirup, der eine etwas feine, kühle Süße hat, schmeckt der Ahorsirup karamelliger und kräftiger. Spitzahornblätter sind enorm gesund und  enthalten viel Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen.

Aus jungen Ahornblättern kann man ein schmackhaftes Sauerkraut herstellen, was als EIngemachtes auch eine Weile lagerfähig ist.

Bitte wertschätzt die Geschenke der Natur, bedankt Euch bei den Bäumen und reißt nicht Äste und rücksichtslos mengenweise Blätter ab.

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