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Zusammenfassung der wichtigsten Studien über CBD

28. September 2019 | Bewusstsein | Spiritualität | Gesundheit | Ernährung | Medizin | Wissenschaft | Forschung | DAS HANFBLATT

Die Zuneigung gegenüber CBD nimmt immer mehr zu. Der nicht-psychoaktive Stoff soll für viele eine natürliche Alternative zur Behandlung verschiedener Krankheitsbilder sein. Doch offiziell als Medikation zugelassen ist CBD nicht. Was das Cannabidiol tatsächlich bewirken kann, wurde anhand verschiedener Studien über mehrere Jahre getestet. Bereits 1980 wurden erste Erkenntnisse über die Wirkung von CBD niedergeschrieben. Innerhalb einer kleinen Studie an erwachsenen Patienten wurde erstmals über eine antiepileptische Wirkung von CBD gesprochen. 1 Daraufhin folgten weitere Studien, die sich mit dem Wirkstoff Cannabidiol innerhalb der Medizin auseinandersetzen. In diesem Beitrag sollen verschiedene Studien und deren Ergebnisse kurz vorgestellt werden.

Zuardi AW, Shirakawa I, Finkelfarb E, Karniol IG. Action of cannabidiol on the anxiety and other effects produced by delta 9-THC in normal subjects. Psychopharmacology (Berl). 1982, 76; 245–50

Im Anschluss an die Studie über die antiepileptische Wirkung von CBD, wurde der Effekt von CBD bei Personen mit Ängsten, welche durch den Wirkstoff THC hervorgerufen wurden, analysiert. Dabei wurden insgesamt acht Person nacheinander mit THC, CBD und einer Kombination sowie Placebo Produkten und Diazepam behandelt. Das Ergebnis dieses Experiments bestätigte die These, dass CBD die durch THC hervorgerufenen Ängste blockiert. Auch andere durch THC hervorgerufenen Veränderungen wurden durch Hinzugabe von CBD verhindert. Außerdem wurden weitere Effekte festgestellt, die konträr zu denen von THC sind. Die Ergebnisse führten zu der Annahme, dass CBD antipsychotische und angsthemmende Eigenschaften besitzen könnte.

Thomas A, Baillie GL, Phillips AM, Razdan RK, Ross RA, Pertwee RG. Cannabidiol displays unexpectedly high potency as an antagonist of CB1 and CB2 receptor agonists in vitro. Br J Pharmacol. 2007 Mar;150(5):613-23 2

2007 untersuchte man die Wirksamkeit von Cannabidiol auf die entsprechenden Rezeptoren (CB1 &CB2). Grund dafür war eine andere Studie (Showalter et al., 1996; Thomas et al., 1998; Pertwee, 1999; Bisogno et al., 2001), welche besagt, dass der nicht psychoaktive Inhaltstoff CBD eine viel geringere Affinität gegenüber den entsprechenden Rezeptoren aufweist als THC. Trotz der niedrigen Affinität, konnte das CBD die an den Rezeptoren andockenden Stoffe in höherem Maße als erwartet an diesem Prozess hindern.

 

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Da CBD aufgrund der nicht psychoaktiven Eigenschaft für medizinische Zwecke von großem Interesse ist, soll das therapeutische Potential des Stoffes genauer untersucht werden. Wie Pertwee 2004 beschrieben hat, wird CBD zur Behandlung von Entzündungen, Angstzuständen, Erbrechen und Übelkeit sowie als neuroprotektives Mittel eingesetzt. Zusammen mit THC bildet CBD den Hauptbestandteil von Sativex. Einem Medikament, welches bei Schmerzen im Zusammenhang mit der Krankheit Multiple Sklerose eingesetzt wird.

Als Agonist werden in der Pharmakologie Stoffe beschrieben, welche an einem Rezeptor andocken können und dadurch Signale in den entsprechenden Zellen auslösen. Die Ergebnisse der Studie zeigen auf, dass Cannabidiol als inverser Agonist gegenüber dem CB2 Rezeptor agieren kann. Sprich, CBD hemmt den CB2 Agonist CP55940. Diese Fähigkeit erklärt die entzündungshemmende Eigenschaft von Cannabidiol.

Novotna A1, Mares J, Ratcliffe S, Novakova I, Vachova M, Zapletalova O, Gasperini C, Pozzilli C, Cefaro L, Comi G, Rossi P, Ambler Z, Stelmasiak Z, Erdmann A, Montalban X, Klimek A, Davies P; Sativex Spasticity Study Group, A randomized, double-blind, placebo-controlled, parallel-group, enriched-design study of nabiximols* (Sativex(®) ), as add-on therapy, in subjects with refractory spasticity caused by multiple sclerosis, 2011 September

Ob die nachweislich entzündungshemmende Eigenschaft von CBD bei der Krankheit Multiple Sklerose (MS) helfen kann, klärt diese Studie auf. Bei MS ist das zentrale Nervensystem chronisch entzündet. Das körpereigene Immunsystem zerstört Teile der Nervenfasern, welche zur Weiterleitung von bestimmten Impulsen zuständig sind. Dabei können das komplette Gehirn sowie Rückenmark betroffen sein. Durch die Zerstörung der Nervenfasern kann es zu Lähmungserscheinungen kommen. Die Muskeln können nicht mehr richtig koordiniert werden. Weltweit sind ca. 2 Millionen Menschen von der Krankheit betroffen. Davon 120.000 – 150.000 in Deutschland. 3

Im Mai 2011 wurde ein Medikament zur symptomatischen Behandlung von MS zugelassen, welches die Inhaltsstoffe THC und CBD aufweist. Grund dafür ist unter anderem diese Studie, innerhalb der unter anderem eine positive Wirkung von CBD bei MS nachgewiesen wurde. 4 Über 19 Wochen hinweg wurden MS Patienten mit dem besagten Medikament (Sativex) behandelt. Etwa die Hälfte der Patienten erfuhren bereits nach 4 Wochen der Anwendung eine deutliche Besserung der MS bedingten Beschwerden. Die Schlafqualität, Spastiken und Spasmenhäufigkeit hat sich Vergleich zu Kontrollgruppe signifikant verbessert.

Charles A. Lunn, Jay S. Fine, Alberto Rojas-Triana, James V. Jackson, Xuedong Fan, Ted T. Kung, Waldemar Gonsiorek, Martin A. Schwarz, Brian Lavey, Joseph A. Kozlowski, Satwant K. Narula, Daniel J. Lundell, R. William Hipkin, and Loretta A. Bober, A Novel Cannabinoid Peripheral Cannabinoid Receptor-Selective Inverse Agonist Blocks Leukocyte; Recruitment in Vivo, 2005 Oktober

 

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Doch nicht nur bei Multipler Sklerose soll die entzündungshemmende Eigenschaft von CBD ihre Wirkung zeigen. Wie diese Studie aufzeigt, kann CBD als immunmodulierendes Mittel bei ganz vielen Krankheiten, die auf akuten und chronischen Entzündungen basieren, helfen. Dazu zählen neben MS auch Asthma sowie Rheuma.

Allgemein besteht die Vermutung, dass durch Manipulation der Leukozytenrekrutierung in dem entsprechenden Zellgewebe diese Krankheiten positiv beeinflusst werden können. Die Rekrutierung von Leukozyten beschreibt einen zentralen Prozess. Bei diesem verlassen die weißen Blutkörperchen das Blutgefäßsystem und wandern in entzündliches Gewebe ein. 5 Allerdings führt dieser Prozess bei entzündlichen Krankheiten auch zu einer unkontrollierten Migration von Immunzellen sowie der Zerstörung neugebildeter Zellen. 6

Innerhalb der Studie konnte man erkennen, dass der getestete Stoff den Leukozytenhandel signifikant hemmt. Die orale Verabreichung führte sogar direkt zu einer Besserung bei Mäusen mit Asthma. Bei dem getesteten Stoff handelt es sich um einen inversen Agonisten gegenüber dem CB2 Rezeptor. Wie bereits weiter oben beschrieben, ist CBD ebenfalls als inverser Agonist gegenüber dem CB2 Rezeptor tätig. Dies lässt also die Schlussfolgerung zu, dass auch CBD das Immunsystem beeinflussen kann und bei chronisch entzündlichen Krankheiten unterstützt.

Leweke FM, Piomelli D, Pahlisch F, Muhl D, Gerth CW, Hoyer C, et al. Cannabidiol enhances anandamide signaling and alleviates psychotic symptoms of schizophrenia. Transl Psych. 2012, 2; 1–7

Die zuvor nachgewiesenen antipsychotischen Eigenschaften von CBD, sollen innerhalb dieser Studie genauer untersucht werden. Insbesondere in Bezug auf das Krankheitsbild Schizophrenie. Die Komplexität der Krankheit erschwert die Behandlung durch sichere Medikamente. Mehrere Neurotransmitter des Gehirns sind betroffen, unter anderem das Endocannabinoid-System als Teil des Nervensystems. Die CB1 und CB2 Rezeptoren zählen beispielsweise hier dazu. Wie bereits beschrieben, wirkt CBD als Agonist gegenüber diesen Rezeptoren – genau wie THC. Da letzterer Wirkstoff sowohl bei gesunden als auch kranken Probanden psychotische Symptome hervorgerufen hat, wurde die Hyperaktivität des Endocannabinoid-Systems in Zusammenhang mit psychotischen Zuständen gesetzt. Diese These konnte allerdings durch weitere Studien widerlegt werden. Bestimmte Komponenten des Endocannabinoid-Systems sollen sogar eine schützende Funktion bei Schizophrenie haben. Zusätzlich ist die Affinität von CBD gegenüber den CB1 und CB2 Rezeptoren deutlich geringer als bei THC. Pro-psychotische Eigenschaften von Cannabidiol können zudem nicht nachgewiesen werden.

Diese klinische Studie umfasst männliche und weibliche Probanden im Alter zwischen 18 und 50 Jahren, die an einer diagnostizierten Schizophrenie leiden. Vier Wochen lang wurden die Probanden entweder mit CBD oder mit Amisulprid behandelt. Amisulprid ist ein Dopamin-Rezeptor-Antagonist, welcher zur Behandlung von Schizophrenie eingesetzt wird. Beide Gruppen zeigten eine deutliche klinische Verbesserung der Symptome. Es konnte kein relevanter Unterschied in der Wirksamkeit zwischen CBD und Amisulprid festgestellt werden. Diese Ergebnisse machen deutlich, dass Cannabidiol bei der Behandlung psychotischer Symptome genauso wirksam ist wie das standardmäßige Antipsychotikum Amisulprid.

 

https://goldgrammy.de

 

Jorge Navarro-Dorado1†, Nuria Villalba2†, Dolores Prieto2, Begoña Brera3, Ana M. Martín-Moreno3†, Teresa Tejerina1 and María L. de Ceballos3, Vascular Dysfunction in a Transgenic Model of Alzheimer’s Disease: Effects of CB1R and CB2R Cannabinoid Agonists, 2016 Sep 7

In Deutschland erkrankt alle 100 Sekunden ein Mensch an Demenz. 8 Als Hauptursache für Demenz wird in den meisten Fällen die Alzheimer-Krankheit genannt. Wie Alzheimer entsteht, ist noch nicht vollständig geklärt. Ein Zusammenspiel mehrere Faktoren wird der Grund sein. Allerdings sind bestimmte Risikofaktoren bekannt. Darunter fallen beispielsweise Diabetes, Bluthochdruck und der ischämische Schlaganfall.

Die folgende Studie untersucht die Wirkung von CBD im Zusammenhang mit der Alzheimer-Krankheit. Bei der Alzheimer-Krankheit kommt es zu Ablagerungen sogenannter Alzheimer-Fibrillen, welche aus hypophosphoryliertem Tau bestehen. Unter anderem wurde an Mäusen festgestellt, dass diese Ablagerungen im Zusammenhand mit Bluthochdruck steht. Die Alzheimer-Fibrillen bedingen verschiedene Gefäßstörungen. Zum einen wird die gefäßerweiternde Aktivität von Acetylcholin gemindert. Dieser Neurotransmitter ist an einer Vielzahl an Prozessen im Gehirn beteiligt. Unter anderem am Lernprozess 9. Zum anderen wird die gefäßverengende Wirkung von Phenylephrin und Endothelin erhöht. Phenylephrin hilft bei Entzündungen im Mund- und Rachenbereich die Schwellung zu mindern, die Pupillen zu erweitern und die Beschwerden bei Binderhauentzündungen zu lindern 10.

CBD hat in verschiedenen Untersuchungen an Tieren eine positive Wirkung bei Alzheimer-Patienten gezeigt. Durch die Senkung der Anzahl an Alzheimer-Fibrillen, wird die kognitive Beeinträchtigung verbessert. Außerdem weisen Cannabinoidagonisten eine blutdrucksenkende Eigenschaft auf. Diese Studie beweist die vorteilhafte Wirkung von CBD auf das Gefäßsystem. Eine Erkenntnis, die auch für andere multifaktoriellen Erkrankungen von Interesse sein kann.

Alice Hartmann, Sabrina Francesca Lisboa, Andreza Buzolin Sonego, Débora Coutinhoa Felipe Villela Gomes, Francisco Silveira Guimarães, Cannabidiol attenuates aggressive behavior induced by social isolation in mice: Involvement of 5-HT1A and CB1 receptors, 2019 August

Eine der neuesten Studien über CBD befasst sich mit der möglichen Wirkung bei aggressivem Verhalten. Bei einem Experiment mit Mäusen wurde dies getestet. Die männlichen Mäuse wurden 10 Tage einzeln gehalten, um aggressives Verhalten hervorzurufen. Nach dieser Zeit wurden andere Mäuse –> weiter lesen 

 

https://baden.jungbrunnen.tips

 

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